FIA Formel E
29.07.2026
Gemischte Ergebnisse für Maximilian Günther in Tokio
Maximilian war auf dem besten Weg zu einem sehr erfolgreichen Wochenende in Tokio. Dank einer klugen Strategie und perfekter Taktik schienen Top 5 Platzierungen in beiden Rennen möglich. Technische Probleme und das unglückliche Timing einer roten Flagge verhinderten jedoch ein besseres Punkteergebnis, trotz eines fehlerfreien Wochenendes.
Bereits in den freien Trainings zeigte sich der DS Penske konkurrenzfähig und Maximilian wussten früh, dass sie an diesem Wochenende das Potenzial hatten, ein starkes Ergebnis einzufahren. Den Einzug in die Qualifying Duelle verpasste er nur um den Bruchteil einer Sekunde. Mit einem Startplatz in den Top Ten war klar, dass von dort aus ein starkes Rennen und die ersten großen Punkte der Saison möglich waren.
Im Rennen setzte Maximilian Strategie und Taktik für das erste Nachtrennen auf den Straßen von Tokio perfekt um und brachte sich in eine aussichtsreiche Position für das Pit-Boost-Fenster. Virtuell lag er auf Rang vier. Nun ging es lediglich darum, den einzigen Attack Mode zum optimalen Zeitpunkt einzusetzen und den zusätzlichen Leistungsvorteil in einen Top 4 Platz und zwölf hart erkämpfte Meisterschaftspunkte umzusetzen.
Doch das Glück war an diesem Wochenende nicht auf Maximilians Seite. In der Schlussphase des Rennens fiel sein Lenkrad komplett aus. Da Formel E Piloten über das Lenkrad sämtliche Informationen zur Energieverwaltung und Datenkommunikation mit dem Team erhalten, war dies ein massives Problem. Maximilian wusste weder wieviel Energie ihm noch zur Verfügung stand, noch ob seine Fahrweise ausreichen würde, um das Ziel überhaupt zu erreichen. Trotzdem gelang es ihm auf beeindruckende Weise seinen DS E-TENSE über die Ziellinie zu bringen und das Rennen zu beenden. Punkte gab es dafür zwar nicht, doch angesichts der Tatsache, dass er die letzten Runden praktisch „blind“ fahren musste, war dies eine außergewöhnliche Leistung.
Der Sonntag brachte Regen und damit die Absage des dritten Freien Trainings. Somit gingen alle Teams mit vielen Unbekannten in das Qualifying. Gleichzeitig stellte sich die Frage, ob man im Rennen auf ein Trocken-Setup setzen sollte, in Erwartung einer abtrocknenden Strecke, oder auf ein Regen-Setup, um die aktuellen Bedingungen optimal auszunutzen.
Maximilian und DS Penske entschieden sich für Reifendrücke, welche auf trockene Bedingungen ausgelegt waren. Das bedeutete zwar einen Nachteil zum Rennstart, passte jedoch perfekt zur Rennstrategie, sollte die Strecke abtrocken. Von Startplatz 15 wusste Maximilian, dass die Anfangsphase schwierig werden würde, war sich aber gleichzeitig sicher, dass ihm die Bedingungen mit zunehmender Trockenheit der Strecke entgegenkommen würden. Genau dann sollte sich das Trocken-Setup des DS Penske auszahlen.
Die Strategie ging perfekt auf. Während die Spitzengruppe zunehmend Energie sparen musste, verfügte Maximilian noch über acht Minuten Attack Mode und profitierte von den trockener werdenden Streckenverhältnissen, welche seinem Setup entgegenkamen. Innerhalb kürzester Zeit arbeitete er sich von Platz 17 auf Platz 9 nach vorne und hatte bereits eine Top-6-Platzierung im Visier, als er fünf Runden vor Schluss seinen letzten vierminütigen Attack Mode aktivierte.
Ein Zwischenfall hinter ihm führte jedoch zu einer roten Flagge, wodurch ihm die letzten zwei Minuten seines Attack Modes verloren gingen. Ohne den zusätzlichen Leistungsschub und mit nur einer einzigen Runde unter grüner Flagge nach dem Neustart konnte Maximilian die Fahrer vor ihm nicht mehr angreifen. Auf der Strecke wurde er Zehnter und rückte nach einer Strafe gegen einen Konkurrenten noch auf Platz neun vor.
Das Finale der Saison 12 findet nun in London statt. Angesichts der starken Pace, die der DS E-TENSE FE25 in den vergangenen Rennen gezeigt hat, auch wenn diese bislang nicht immer in entsprechende Punkte umgemünzt werden konnte, reist Maximilian mit Zuversicht zum Saisonabschluss und hofft auf ein starkes Ergebnis.





