Formel 4
28.07.2026
Elia Weiss stürmt auf die Pole-Position in Italien
Mit einer echten Fabelzeit setzte sich Elia Weiss gegen das hochkarätig besetzte F4-Feld durch. Damit knackte er gleich zwei meilensteinträchtige Marken: Für den Deutschen ist es die erste Pole-Position, und für das Erfolgsteam Jenzer Motorsport bedeutet der Startplatz ganz vorne das Ende einer langen Durststrecke. Seit 2018 wartete der Rennstall auf eine Pole in der umkämpften italienischen Nachwuchsserie.
Die Erleichterung und der Jubel in der Boxengasse waren dementsprechend riesig. Weiss bewies eindrucksvoll, dass er den rohen Speed hat, um an der absoluten Spitze mitzufahren.
Im ersten Rennen des Wochenendes schickte sich Weiss an, die sensationelle Ausgangslage in Zählbares umzumünzen. Er erwischte einen starken Start, verteidigte die Führung souverän und kontrollierte das Rennen an der Spitze mit kühlem Kopf. Doch das Rennpech schlug erbarmungslos zu: In Führung liegend wurde Weiss von einem übermotivierten Konkurrenten touchiert. Die unverschuldete Berührung führte zu einem Reifenschaden am Boliden des Deutschen. Anstatt des verdienten Laufsiegs blieb nur der bittere Gang an die Box – ein herber Rückschlag nach einer bis dahin makellosen Vorstellung.
Auch wenn die Rennergebnisse am Ende nicht das widerspiegeln, was an diesem vierten Meisterschaftswochenende möglich gewesen wäre, fällt das Fazit eindeutig aus: Elia Weiss hat die Visitenkarte eines künftigen Siegfahrers abgegeben. Die reine Performance, der Speed und die Nervenstärke in der Qualifikation haben gezeigt, dass mit dem Duo Weiss/Jenzer Motorsport in dieser Saison noch ganz stark zu rechnen ist.
„Die Pole-Position war ein unglaubliches Gefühl und zeigt, was wir als Team leisten können. Die Vorkommnisse in den Rennen sind extrem bitter, aber wir nehmen den Speed mit. Wir wissen jetzt definitiv, dass wir ganz vorne mitfahren können“, resümiert der Youngster.





