Nils Koch resümierte nach dem Erfolg: „Ich bin super happy über das Ergebnis, den BMW M2 Cup und natürlich die Gesamtwertung zu gewinnen. In den letzten zwei Stints war es ein Spiel mit dem Feuer – wir wollten nicht mehr voll pushen, um Fehler zu vermeiden, aber genau dann wird es gefährlich, die Konzentration zu verlieren.“
SP9: Falken Simracing nutzt seine Chance
In der Königsklasse SP9 profitierte Falken Simracing von einer turbulenten Anfangsphase und Patzern der Konkurrenz. Während die Meisterschaftsaspiranten von BS+COMPETITION (#1) im Qualifying nur eine von zwei Runden in Wertung abschlossen und von Rang 16 starten mussten, sicherte sich Mitchell de Jong im Ford Mustang (#8 HRT Esports) die Pole-Position mit einer Zeit von 7:47,773 Minuten. DTM-Rückkehrer Kelvin Van der Linde verpasste mit dem Ford Mustang GT3 von Scherer eSport eine bessere Ausgangslage auf Platz elf, nachdem ihm die zweite Qualifikationsrunde gestrichen wurde. Im Rennen startete der Südafrikaner eine beeindruckende Aufholjagd bis auf Rang drei, wurde jedoch durch einen Verbindungsabbruch vorzeitig aus dem Rennen gerissen.Trotz einer frühen Dominanz des Ford Mustang von HRT Esports, der zeitweise einen Vorsprung von zehn Sekunden herausfuhr, erwies sich der BMW M4 GT3 EVO auf die Distanz erneut als das überlegene Fahrzeug. Falken Simracing holte mit einen Vorsprung von 2,352 Sekunden den zweiten Saisonsieg und schließlich die SP9-Meisterschaft vor Felix Quirmbach und Elias Seppanen von BS+COMPETITION. De Jong und sein Mitstreiter Luis Beilicke mussten sich im HRT-Mustang im Rennen mit Rang drei begnügen.
Sindre Setsaas (#44) zeigte sich nach dem Sieg und dem SP9-Titelgewinn begeistert: „Wir haben heute nicht mit dem Sieg gerechnet. Der BMW war über die Saison extrem stark, und es fühlt sich toll an, am Ende in der Klassenwertung ganz oben zu stehen.“
PEETN: EMM Esports feiert Doppelsieg
Die Klasse der Porsche 911 GT3 Cup bot erneut engstes Racing. Ein permanenter Kampf zwischen EMM Esports, Frozenspeed und Coanda prägte das Geschehen. Den Sieg fuhren am Ende die beiden EMM-Porsche untereinander aus. Die #914 (Luca Alpert / Jerome Fischer) sicherte sich den Tagessieg hauchdünn vor den neuen Klassen-Champions der #905 (Raphael Rennhofer / Julian Reimer), die bereits vor dem Finale als Meister feststanden.Luca Alpert betonte die mannschaftliche Leistung: „Wir haben uns das ganze Rennen über bekämpft. Raphael Rennhofer ist der verdiente Champion, aber wir freuen uns riesig, heute den Sieg für die #914 eingefahren zu haben.“
SP10: Dramatik bis zur vorletzten Runde
In der Klasse SP10 fiel die Entscheidung erst kurz vor dem Überfahren der Ziellinie. In einem packenden Duell bezwang die #170 von Falken Simracing die Konkurrenz von SimRC (#176) und feierte den ersten Saisonsieg. Tim Jarschel, der den Falken-BMW zusammen mit Casper Oelen pilotierte, gelang es, die Lücke zu SimRC zuzufahren und in der vorletzten Runde die Führung zu übernehmen. Trotz der Niederlage im Rennen feierte SimRC souverän den Meistertitel in der SP10.Verschmelzung von Real und Sim: Ein positives Fazit
Christian Vormann, VLN-Sportleiter und auch Mitglied der DNLS-Rennleitung, zog ein positives Fazit: „Die Saison hat spannenden und vor allem auch sehr fairen Sport geboten. Es ist beeindruckend zu sehen, wie sich reales Racing und Simracing gegenseitig befruchten. Ein großer Schritt ist die Anerkennung der DNLS durch den DMSB: Teilnehmer können sich hier Rennerfahrung für die DMSB Permit Nordschleife anrechnen lassen. Dies ist ein Meilenstein für die Verschmelzung beider Welten.“Die offizielle Ehrung der Meister findet am 11. April im Rahmen des dritten Laufs der ADAC RAVENOL Nürburgring Langstrecken-Serie statt. Die reale Saison in der Grünen Hölle startet bereits am 14. März – und das wird sich nach eigenen Aussagen auch Falken-Pilot Jarschel nicht entgehen lassen.





