DTM
22.06.2026
Finn Wiebelhaus erfüllt sich einen Kindheitstraum
Bereits im Verlauf des Wochenendes zeigte Wiebelhaus sein Potenzial. Nach Rang vier im ersten Freien Training und Platz sechs im zweiten Training etablierte er sich dauerhaft in der Spitzengruppe. Im Qualifying für das Sonntagsrennen fehlten ihm als Vierter lediglich 0,217 Sekunden auf die Pole-Position.
Im Rennen selbst setzte HRT Ford Racing früh auf eine offensive Strategie. Wiebelhaus gehörte zu den ersten Fahrern, die ihren Pflichtboxenstopp absolvierten. Diese Taktik zahlte sich aus, denn der junge Ford-Pilot profitierte vom sogenannten Undercut und konnte sich gegenüber mehreren Konkurrenten entscheidende Vorteile verschaffen. Über weite Strecken des Rennens hielt er Anschluss an die Spitzengruppe um Matteo Cairoli, Arjun Maini und Nicki Thiim.
Besonders intensiv verlief das Duell mit seinem Teamkollegen Arjun Maini. Die beiden HRT-Fahrer schenkten sich nichts und lieferten sich mehrfach harte, aber faire Zweikämpfe. Dabei kam es sogar zu leichtem Lackaustausch, ohne dass die Situation eskalierte. "Danke auch an Arjun Maini, der mir viel geholfen hat - er hat einen großen Anteil am Erfolg heute. Da habe ich einen meiner Mentoren überholt - auch weil ich einen Vorteil bei den Reifen hatte."
Am Ende überquerte Wiebelhaus die Ziellinie auf Rang drei und bescherte HRT Ford Racing damit einen doppelten Grund zur Freude. Während Maini als Vierter knapp am Podium vorbeifuhr, durfte Wiebelhaus seinen ersten Pokal in der DTM entgegennehmen.
Finn Wiebelhaus: „Mit dem Podium erfüllt sich für mich ein großer Kindheitstraum. Ich habe erst 2020 mit dem Motorsport begonnen und es innerhalb von sechs Jahren vom Kart bis in die DTM geschafft. Das macht mich unglaublich stolz. Mein Teamkollege Arjun Maini und ich hatten einen intensiven Zweikampf mit leichtem Lackaustausch, dabei ging es aber jederzeit fair zu.“
Für Wiebelhaus ist das Ergebnis ein weiterer wichtiger Schritt in seiner Entwicklung. Nachdem er das Samstagsrennen noch vorzeitig beenden musste, gelang ihm am Sonntag eindrucksvoll die Antwort. Mit Platz drei sammelte der Ford-Pilot nicht nur sein erstes DTM-Podium, sondern verbesserte sich auch auf Rang 14 der Meisterschaft. Gleichzeitig trug er maßgeblich dazu bei, dass HRT Ford Racing mit 67 Punkten auf dem siebten Rang der Teamwertung liegt.
Der Lausitzring könnte damit rückblickend als jenes Wochenende in Erinnerung bleiben, an dem sich Finn Wiebelhaus endgültig in der Spitzengruppe der DTM etabliert hat.
DTM Lausitzring Finn Wiebelhaus
FP1: 4. Platz
FP2: 6. Platz
Q1: 6. Platz
R1: Ausfall
Q2: 4. Platz
R2: 3. Platz
Meisterschaft: 14. Platz (31 Punkte)





