DTM
20.06.2026
Chaos-Rennen auf dem Lausitzring: Mapelli siegt vorläufig vor Dörr und Feller
Nach 55 Minuten plus drei Runden überquerte Marco Mapelli im Lamborghini von Red Bull Team ABT als Erster die Ziellinie und feierte damit einen vorläufigen Sieg vor Ben Dörr und Ricardo Feller.
Bereits kurz vor dem Start nahm das Rennen eine überraschende Wendung. Nachdem bei hochsommerlichen Temperaturen von rund 35 Grad Celsius alles auf ein Trockenrennen hingedeutet hatte, zog wenige Minuten vor dem Start ein heftiger Regenschauer über den Lausitzring. Etwas früher als erwartet. Die Fahrzeuge standen bereits in der Startaufstellung, als die Strecke innerhalb kürzester Zeit nass wurde.
Während sich die Mehrheit des Feldes für Regenreifen entschied, setzte Polesetter Nicki Thiim auf Slicks. Aufgrund der schwierigen Bedingungen ordnete die Rennleitung zwei Einführungsrunden an.
Beim Start verlor Thiim zunächst zahlreiche Positionen, während Lucas Auer im Mercedes-AMG Team Landgraf die Führung übernahm.
Schon in der ersten Runde sorgten mehrere Zwischenfälle für Aufregung. Tom Kalender drehte sich in der ersten Kurve, wenig später rutschte Bastian Buus mit seinem Porsche von Land-Motorsport ins Kiesbett und blieb dort stecken. Die Rennleitung schickte daraufhin das Safety-Car auf die Strecke.
Die Neutralisation spielte vor allem den Slick-Piloten in die Karten. Die Strecke trocknete schnell ab und Thiim begann eine beeindruckende Aufholjagd. Der Aston-Martin-Pilot arbeitete sich Position um Position nach vorne und übernahm schließlich sogar die Führung des Rennens. Zu diesem Zeitpunkt schien der Däne die besten Karten im Kampf um den Sieg zu besitzen.
Die entscheidende Wendung folgte jedoch während der Boxenstopp-Phase. Nach dem Ausfall von Timo Glock wurde in der Folge eine Full-Course-Yellow-Phase ausgerufen. Mehrere Fahrer profitierten offenbar vom Zeitpunkt der Neutralisation und ihrer Boxenstopps. Dadurch rückten Marco Mapelli, Ben Dörr und Ricardo Feller an die Spitze des Klassements vor.
Während Thiim nach seinem Pflichtstopp auf Rang vier zurückfiel, entwickelte sich an der Spitze ein Dreikampf zwischen Mapelli, Dörr und Feller. In der Schlussphase konnte sich Mapelli leicht absetzen und brachte seinen Vorsprung sicher ins Ziel. Hinter dem Lamborghini-Piloten verteidigte Dörr Rang zwei gegen den Druck von Feller.
Für zusätzliche Spannung sorgen kurz nach Rennende mehrere Untersuchungen der Sportkommissare. Unter anderem wurden Marco Mapelli, Ricardo Feller, Maximilian Paul, Jules Gounon, Maro Engel und Tom Kalender wegen möglicher Verstöße gegen die Full-Course-Yellow-Vorschriften überprüft. Entscheidungen lagen zum Zeitpunkt des Zieleinlaufs noch nicht vor. Dies wird man erst zu einem späteren Zeitpunkt erfahren. Also! Das Ergebnis ist mit Vorsicht zu betrachten!
Ebenfalls im Fokus stand ein harter Zweikampf zwischen Maro Engel und Thomas Preining. Die Rennleitung sprach gegen Engel eine Schwarz-Weiß-Flagge aus.
Hinter dem Spitzentrio belegte Nicki Thiim Rang vier vor Marco Wittmann und Maximilian Paul. Thierry Vermeulen, Lucas Auer, Jules Gounon und Matteo Cairoli komplettierten die Top Ten.
Eine starke Leistung zeigte auch Marco Wittmann, der von Startplatz 18 auf Rang fünf vorfuhr!
Rennen 1 DTM – Vorläufiges Ergebnis (Verstöße gegen FCY werden untersucht - u.a. bei Mapelli und Feller)
1. Marco Mapelli (Lamborghini) Red Bull Team ABT – 58:34,874 Min.
2. Ben Dörr (McLaren) Dörr Motorsport – 2,908 Sek.
3. Ricardo Feller (Porsche) Manthey – 3,922 Sek.
4. Nicki Thiim (Aston Martin) Comtoyou Racing – 24,130 Sek.
5. Marco Wittmann (BMW) Schubert Motorsport – 26,086 Sek.
6. Maximilian Paul (Lamborghini) TGI Team by GRT – 31,311 Sek.
7. Thierry Vermeulen (Ferrari) Emil Frey Racing – 33,459 Sek.
8. Lucas Auer (Mercedes) Mercedes-AMG Team Landgraf – 33,908 Sek.
9. Jules Gounon (Mercedes) Mercedes-AMG Team Mann-Filter – 34,416 Sek.
10. Matteo Cairoli (Ferrari) Emil Frey Racing – 36,513 Sek.
11. Arjun Maini (Ford) HRT Ford Performance – 37,163 Sek.
12. Kelvin van der Linde (BMW) Schubert Motorsport – 38,058 Sek.
13. Tom Kalender (Mercedes) Mercedes-AMG Team Landgraf – 38,915 Sek.
14. Thomas Preining (Porsche) Manthey – 39,336 Sek.
15. Maro Engel (Mercedes) Mercedes-AMG Team Mann-Filter – 40,170 Sek.
16. Nicolas Baert (Aston Martin) Comtoyou Racing – 1 Runde





