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Automobilsport
05.04.2026

Premiere der GT3 Revival Series

Nächste Woche (11./12. April 2026) startet die neue GT3 Revival Series auf dem Circuit Paul Ricard im Rahmenprogramm der GT World Challenge Europe. Peter Auto und SRO Motorsports Group haben das neue Format ins Leben gerufen und richtet sich an die GT3-Fahrzeuge der ersten Generation. Ganz genau sind das die Fahrzeuge, die zwischen 2006 und 2013 homologiert waren. Laut Veranstalter sind 31 Fahrzeuge gemeldet, die zwei Rennen über jeweils 50 Minuten fahren werden.

Klasseneinteilung

Das Feld ist in eine Pro-Am- und eine Am-Klasse unterteilt. In der Pro-Am-Kategorie treten überwiegend Kombinationen aus einem professionellen Fahrer mit FIA-Gold- oder Silver-Einstufung und einem Amateurfahrer mit Bronze-Status an. Ergänzt wird diese Klasse durch einen Solo-Starter in der Bronze+-Kategorie.

Die Am-Klasse setzt sich aus Zwei-Fahrer-Teams sowie zahlreichen Einzelstartern zusammen. Zusätzlich wird ein Iron Cup vergeben, der entweder an Teams mit einem kombinierten Alter von mindestens 100 Jahren oder an Solo-Fahrer ab 60 Jahren geht.

Große Markenvielfalt

Typisch für die GT3-Plattform ist die große Markenvielfalt, die auch beim Auftakt in Le Castellet deutlich wird. Insgesamt neun Hersteller sind vertreten. Am stärksten ist der Audi R8 LMS GT3 mit sieben Fahrzeugen im Feld, ein Modell, das wie kaum ein anderes für die Erfolgsgeschichte der GT3-Kategorie steht und unter anderem vier Gesamtsiege bei den 24 Stunden von Spa erzielen konnte.

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Ebenfalls stark vertreten sind der Aston Martin V12 Vantage GT3 sowie der Porsche 997 GT3 R mit jeweils fünf Fahrzeugen. Ferrari bringt vier 458 sowie einen F430 an den Start. Hinzu kommen drei BMW Z4 GT3, zwei Ford GT sowie einzelne Fahrzeuge von Corvette, Lamborghini und Mercedes-Benz, die das Feld komplettieren.

Hochkarätiges Fahrerfeld

Auch auf der Fahrerseite ist das Feld hochkarätig besetzt. Pierre Hirschi startet gemeinsam mit seinem Sohn im bekannten BMW Z4 GT3, während Jean-Luc Beaubelique seinen Ferrari 458 zusammen mit Jim Pla pilotiert.

Darüber hinaus sind mit Adam Balon, Pascal Huteau und Hughes Ripert weitere erfahrene GT-Piloten am Start. Im Pro-Bereich stechen insbesondere Álvaro Parente und Phil Keen hervor. Für besondere Aufmerksamkeit sorgt zudem ein reines Frauen-Duo: Lindsay Brewer tritt gemeinsam mit Célia Martin an.

Format des Rennwochenendes

Der Ablauf des Wochenendes folgt einem klassischen Format. Am Freitag steht ein 45-minütiges Freies Training auf dem Programm, am Samstag folgen ein Pre-Qualifying sowie das Qualifying, das in zwei Abschnitte unterteilt ist.

Bei Zwei-Fahrer-Teams muss jeder Pilot eine eigene Qualifying-Session bestreiten. Die beiden Rennen werden am Sonntag ausgetragen, jeweils über eine Distanz von 50 Minuten. Vorgeschrieben ist ein Boxenstopp mit Fahrerwechsel zwischen der 20. und 30. Rennminute, wobei auch Mindeststandzeiten eingehalten werden müssen. Zusätzlich werden die Top-Drei des jeweils vorherigen Rennens mit einer Erfolgsstrafe belegt.

Die Saison umfasst insgesamt fünf Veranstaltungen. Nach dem Auftakt in Le Castellet folgen Auftritte bei den traditionsreichen Events Spa Classic und Le Mans Classic, bevor die Serie im Rahmen der GT World Challenge Europe am Nürburgring sowie in Barcelona ihren Abschluss findet.

Alle Rennen werden live und kostenfrei über den YouTube-Kanal der GT World übertragen, ebenso das Qualifying.

Die GT3 Revival Series trifft damit einen klaren Nerv im aktuellen Motorsport. Sie verbindet die Ursprünge der GT3-Ära mit echtem Wettbewerb auf der Strecke und zeigt, wie prägend die erste Fahrzeuggeneration bis heute für den internationalen GT-Sport ist.

Termine 2026 GT3 Revival Series
11./12. April 2026: Circuit Paul Ricard (Rahmenprogramm GT World Challenge Europe)
22.–24. Mai 2026: Spa Classic
03.–05. Juli 2026: Le Mans Classic
29./30. August 2026: Nürburgring (Rahmenprogramm GTWC Europe)
03./04. Oktober 2026: Circuit de Barcelona (Rahmenprogramm GTWC Europe)
 
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