Auto: die häufigsten Kälteprobleme – und was hilft
Batterie und Startprobleme: Kälte senkt die Leistungsfähigkeit der Batterie, besonders bei vielen Kurzstrecken und dem Einsatz mehrerer Verbraucher (Heizung, Heckscheibenheizung, Sitzheizung, Gebläse, Klimaanlage zur Entfeuchtung). Vorbeugen: Batterie checken (Kapazität/Alter), Pole sauber halten, bei häufigen Kurzstrecken gelegentlich längere Fahrten zum gründlichen Aufladen der Batterie einplanen.Gut zu wissen: Auch reine E-Autos haben eine Starterbatterie mit 12 Volt Spannung für den Betrieb der Bordsysteme beim Anlassen. Sie wird über einen Spannungswandler vom Hochvoltsystem geladen. Auch hier: Bei kaltem Wetter regelmäßig längere Strecken zu fahren, das hält den 12-Volt-Akku fit.
Frostschutz und Flüssigkeiten: Scheibenwaschanlage und Kühlmittel müssen frostfest sein – sonst drohen eingefrorene Leitungen, Düsen oder unzureichende Kühlung. Vorbeugen: Winter-Scheibenreiniger korrekt mischen sowie den Kühlmittel-Frostschutz prüfen lassen.
Reifen und Grip: Bei Kälte sinkt der Reifendruck – und die Haftung wird kritischer. Vorbeugen: Reifendruck regelmäßig kontrollieren. Profiltiefe prüfen – die GTÜ empfiehlt während der kalten Jahreszeit mindestens vier Millimeter. Wichtig: In Deutschland gilt eine situative Winterreifenpflicht – bei winterlichen Straßenverhältnissen dürfen nur Reifen mit Alpine-Symbol (Bergpiktogramm mit Schneeflocke) verwendet werden. Ältere M+S-Reifen ohne Alpine-Symbol sind nicht mehr zulässig.
Sicht: Vereiste oder beschlagene Scheiben, verschmutzte Scheinwerfer und zugeschneite Spiegel sind ein Sicherheitsrisiko. Vorbeugen: Vor Fahrtbeginn Scheiben, Spiegel und Leuchten vollständig reinigen, Wischerblätter prüfen, den Innenraum per Klimaanlage entfeuchten.
Motorrad: Bei Kälte ist Traktion eine knappe Ressource
Weniger Haftung, längere Bremswege: Kalter Asphalt, Nässe und Salz reduzieren den Grip erheblich – die Reifen erreichen ihre Betriebstemperatur deutlich später. Vorbeugen: sanft anfahren, defensiver bremsen, Kurven vorsichtig meistern, größere Sicherheitsreserven einplanen. Noch sicherer: Das Motorrad bei kritischer Wetterlage stehen lassen.Technik und Batterie: Auch beim Motorrad nimmt die Batterieleistung ab. Vorbeugen: Ladezustand im Blick behalten und insgesamt den Wartungszustand vor allem der Bremsen prüfen.
Salz und Korrosion: Streusalz greift Metall und Komponenten an. Vorbeugen: Nach Fahrten auf salzigen Straßen das Motorrad reinigen sowie den Antrieb pflegen und konservieren.
Sichtbarkeit: Auf eine einwandfrei funktionierende Lichtanlage achten. Zusätzlich ist helle oder reflektierende Kleidung für Motorradfahrer im Winter essenziell. Sie erhöht die Chance, rechtzeitig erkannt zu werden – was identisch natürlich für Fahrradfahrer gilt.
Fahrrad: Bremsen, Licht und Reifen sind im Winter entscheidend
Bremswirkung: Nässe, Schmutz und Salz verschlechtern die Bremsleistung bei Felgen- und Scheibenbremsen an Fahrrädern. Vorbeugen: Bremsen regelmäßig prüfen, Beläge rechtzeitig tauschen, Bremsflächen sauber halten.Sehen und gesehen werden: Dunkelheit und Spritzwasser machen funktionierende Beleuchtung und saubere Reflektoren am Fahrrad zur Pflicht für die eigene Sicherheit. Vorbeugen: Lichtanlage checken, Leuchten und Reflektoren reinigen, eventuell Zusatzlichter verwenden.
Reifen und Luftdruck: Kalte Luft senkt den Druck, und auf glatten Oberflächen steigt die Rutschgefahr. Vorbeugen: Luftdruck kontrollieren, an den Einsatz anpassen und auf ausreichend Profil achten. Mancher Radler montiert bei Eis und Schnee Reifen mit Spikes. Diese sind jedoch nicht erlaubt an S-Pedelec, da diese als Kraftfahrzeug gelten.
E-Bike-Akku: Kälte reduziert die Reichweite. Vorbeugen: Akku möglichst temperiert lagern und erst kurz vor der Fahrt einsetzen. Ein schonender Fahrmodus erhöht die Reichweite.





