Montag, 22. Juli 2024
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Porsche Sports Cup
18.06.2024

Zweiter Klassensieg für Schlichenmeier im Porsche Sports Cup Deutschland

Nachdem bereits am ersten Rennwochenende in Hockenheim ein doppelter Klassensieg in der Topklasse Porsche Sprint Challenge GT3 gelungen war, wiederholten Max Schlichenmeier und sein Rennteam Kurt Ecke Motorsport dies auch am zweiten PSCD Wochenende auf dem Nürburgring.

Bereits am Freitag gab es wieder fünf Trainingssitzungen bei feuchten und abtrocknenden Streckenverhältnissen, die der Porsche-Neuling gut nutzen konnte. „Da ich ja noch nicht wirklich viel Erfahrung und Übung mit dem leistungsstarken und heckgetriebenen 911 Cup habe, ist jede Trainingsminute sehr wertvoll für mich”, kommentierte Schlichenmeier. Das bestätigte auch Teamchef Kurt Ecke: „Max ist nach wie vor in einer Lernkurve. Das Handling des Autos ist nicht immer einfach und der Umgang mit den Reifen ein wirklich erfolgsentscheidender Faktor – schließlich müssen sie ein Qualifying und zwei Rennen lang halten. Da kann Max noch einiges lernen.”

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Wie gewohnt begann der Rennsamstag mit einem Warm-up für alle Piloten. Am Ende der Session stand der Förderfahrer des ADAC Hessen-Thüringen auf dem sagenhaften dritten Gesamtrang. Besonders bemerkenswert ist dabei der Umstand, dass er 19 von 21 Fahrzeugen der leistungsstärkeren Klassen 992 Cup sowie 911 R hinter sich lassen konnte. „Es war wie schon am Hockenheimring”, gab der Youngster zu Protokoll, „das Auto gibt mir so viel Vertrauen, dass ich sehr schnell ans Limit fahren kann. Das Setup passt und ich weiß einfach, dass alles von Kurt Ecke und seinem Team bestens vorbereitet ist.”

Mit einer Zeitverbesserung von 0,5 Sekunden gegenüber dem Warm-up und dem ersten Rang in der Klasse sowie dem siebten im Gesamtklassement konnte auch das Qualifying sehr zufriedenstellend absolviert werden.

In Rennen 1 musste der Frankfurter dann allerdings direkt in der ersten Kurve Federn lassen und fiel auf Rang 11 zurück. Schlichenmeier erläuterte die Situation folgendermaßen: „Ich stand auf der Innenbahn und beim Start sind die Fahrer auf der Außenbahn einen Tick besser weggekommen. Am Eingang von Turn 1 waren dann einige schon etwas vor mir. Zudem wollte ich in der ersten Kurve möglichst vorsichtig sein.” Bereits in Runde drei hatte er sich dann aber schon wieder auf P9 vorgearbeitet und hielt diesen bis ins Ziel.

In Rennen 2 kam nach einem heftigen Crash in der ersten Runde das Safety-Car zum Einsatz. „Ich hatte den Abflug nur im Rückspiegel kurz gesehen, dachte mir aber schon, dass das Rennen neutralisiert werden würde. Positiv war, dass wir hinter dem Safety-Car einige Runden lang unsere Reifen schonen konnten, denn die müssen schon sehr viel aushalten. Kritisch war, dass es beim Restart in Kurve 1 vermutlich wieder eng werden würde”, gab der 16-Jährige zu bedenken. Und genau das passierte dann tatsächlich: durch eine vorangegangene Berührung drehte sich der Wagen direkt vor Max nach rechts und er konnte eine leichte Kollision nicht mehr vermeiden. Gott sei Dank war der Schaden am Auto überschaubar und so konnte der Porsche Sports Cup Talent Pool Pilot auch dieses Rennen mit einem Klassensieg und einem siebten Rang im Gesamtklassement beenden.

Der nächste Lauf findet am 13./14. Juli auf dem Red Bull Ring in Österreich statt.
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