Montag, 27. Mai 2024
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FIA Formel E
15.04.2024

Abt Cupra mit stärkster Leistung seit Start in der Formel E

Ein Wochenende, das bei Abt Cupra für gute Laune sorgte: Beim Double-Header-Event im italienischen Misano belohnte sich das Team mit dem besten Ergebnis, seit Abt und Cupra Anfang 2023 gemeinsam in die Formel E starteten. Nico Müller überzeugte beim zweiten Rennen am Sonntag nicht nur mit einem vierten Platz im Qualifying, sondern brachte seine Startplatzierung auch souverän über die Ziellinie. Lucas di Grassi rundete das erfolgreiche Wochenende mit einem Punktgewinn am Samstag ab.


Erfahrungen perfekt umgesetzt

Es hatten lediglich fünf Hundertstelsekunden gefehlt, dann hätte Nico Müller am Sonntag den Fans beim E-Prix in Misano sogar bei der Siegerehrung vom Podium zujubeln können. Nach einem starken Qualifying am Sonntag konnte der Abt Cupra Fahrer sich über das Rennen hinweg sicher im vorderen Feld halten und bog sogar als Drittplatzierter auf die Zielgerade ab. Am Ende musste er sich aber im knappen Duell geschlagen geben. Dennoch: Mit dem starken vierten Platz lieferte Nico Müller die bisherige Bestleistung des Teams ab. Lucas di Grassi verpasste die Punkteränge hingegen knapp.

„Gutes Qualifying, gutes Rennen und mit dem siebten Platz auch endlich die ersten Punkte – eine schöne Belohnung für das ganze Team und seine harte Arbeit in den vergangenen Monaten. Wenn ich nach dem Start nicht ins Gerangel geraten wäre, hätten wir vielleicht auch in die Top Fünf fahren können“, so Nico Müller nach dem Rennen.

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Lucas di Grassi richtet den Blick nach vorne: „Das war ein Tag mit Licht und Schatten. Für mich persönlich war es ärgerlich, dass ich im Qualifying geblockt wurde und im Rennen nach einer Kollision aufgeben musste. Aber das Positive überwiegt: Nico hat die ersten Punkte für unser Team geholt. Und noch viel wichtiger: Wir merken, dass sich unsere harte Arbeit auszahlt. Dieses Momentum nehmen wir jetzt mit in die nächsten Rennen.“

Bereits am Vortag hatte sich Nico Müller den vierten Platz im Qualifying erkämpft, konnte die gute Position später im Rennen aber nicht nutzen. Doch das Team zog wichtige Learnings aus dem ersten Rennen des Double-Header-Events und passte die Strategie für den Sonntag an. „Wir haben die Erfahrungen aus dem Rennen vom Vortag perfekt in eine andere, etwas aggressivere Strategie umgesetzt“, erklärt Abt CEO und Teamchef Thomas Biermaier und freut sich über das positive Resultat der Anpassungen. „Dieses Erfolgserlebnis lässt uns jetzt noch optimistischer nach Monaco fahren, wo wir genau dort weitermachen wollen.“

Auch Nico Müller zog eine positive Bilanz aus der Strategieänderung: „Wir haben unsere Lektion am Samstag gelernt und es am Sonntag gemeinsam als Team viel besser gemacht. Die Jungs in der Garage haben mich perfekt durch das Rennen geleitet. Natürlich wären ein Pokal und Champagner perfekt gewesen, aber auch so reise ich mit einem schönen Gefühl nach Hause.“


Podium im Blick

Auch wenn Lucas di Grassi am zweiten Tag die Punkteränge knapp verpasste, konnte er am Samstag mit einem zehnten Platz erstmals Zählbares für Abt Cupra herausfahren. „Viel wichtiger als Punkte und Plätze ist aber der Fakt, dass wir jetzt in der Lage sind, regelmäßig um Punkte zu kämpfen. Das war unser Ziel zu Beginn der Saison. Wenn wir so weitermachen, fahren wir bald wieder ums Podium“, sagt Lucas di Grassi.


Saisonhöhepunkt in Monaco

In zwei Wochen geht es für das Team bereits weiter: Am 27. April macht die Formel E in Monaco Halt. Das Rennen auf dem legendären Stadtkurs ist für viele Fahrer und Fans der Saisonhöhepunkt – und für Lucas di Grassi in seiner Wahlheimat ein Heimspiel.
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