Montag, 22. Juli 2024
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ADAC GT4 Germany
08.07.2024

Razoon mit Podiumserfolgen am Norisring

Der Norisring in Nürnberg gilt als eine der legendärsten europäischen Rennstrecken, seit den 40er-Jahren des vorigen Jahrhunderts finden auf dem Stadtkurs Autorennen statt, seit den 1980er-Jahren gilt der Norisring als Fixpunkt und Saison-Highlight der DTM. Dieses Jahr war es dann auch für die Teams der ADAC GT4 Germany soweit, am vergangenen Wochenende durften die Piloten der hart umkämpften Nachwuchs-Rennserie zum ersten Mal auf dem Traditionskurs starten.

Die Mannschaft von „razoon – more than racing“ ist mit dem Norisring hingegen schon länger verbunden, organisiert man doch seit einigen Jahren exklusive Taxifahrten für die zahlreichen VIP-Gäste der DTM. Ein „Erfahrungsvorsprung“ für die Trainings und Qualifyings war daraus allerdings nicht abzuleiten, zu unterschiedlich sind die für den jeweiligen Zweck eingesetzten Fahrzeuge. Dennoch durfte man nach dem ersten Qualifying sehr zufrieden sein: Startplatz zwei für das Duo Simon Birch/Denny Berndt, Startplatz fünf für die Paarung Maxi Tarillion/Diego Stifter. Einzig das Team Daniel Drexel/Adrian Rziczny (Startplatz 17) war – wieder einmal – vom Pech verfolgt, nachdem ein technische Defekt am Porsche Cayman GT4 wertvolle Zeit gekostet hatte.

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Im ersten Rennen am Samstag war es dann leider nicht mehr nur eine Fahrerpaarung von „razoon“, der das Glück nicht zur Seite stand, im Gegenteil: Sowohl Birch/Berndt als auch Tarillion/Stifter wurden am Weg zu absoluten Spitzenplatzierungen von ein und demselben Mitbewerber unfair aus dem Rennen „geschossen“. Birch beim Anbremsen der Dutzendteich-Kehre, Tarillion beim Herausbeschleunigen aus der Grundig-Kehre. Zwar wurde der betreffende Fahrer bestraft, auf den Kosten für die Reparaturen an den Autos und vor allem auf dem Verlust der wichtigen Punkte im Hinblick auf die Gesamtwertung blieben die Teams aber sitzen. Wenigstens konnten Daniel Drexel und Adrian Rziczny ihr Rennen auf Platz 17 beenden und so wertvolle Kilometer sammeln.

Im zweiten Rennen am Sonntag sollte es dann besser laufen: dank erneut ausgezeichneten Startpositionen (P4 für Birch/Berndt, P5 für Tarillion/Stifter, P16 für Drexel/Rziczny) war man von Anfang an bei der Musik dabei und durfte nach der Zieldurchfahrt über gleich zwei Podiumsplatzierungen jubeln: Platz zwei gesamt und Platz zwei in der Juniorwertung für Simon Birch/Denny Berndt, Platz sechs gesamt und Platz drei in der Juniorwertung für Maxi Tarillion/Diego Stifter.

Daniel Drexel musste hingegen nach starker Anfangs-Performance und einigen gewonnen Plätzen aufgrund eines Mauer-Kontakts leider vorzeitig die Segel streichen. Diego Stifter: „Maxi und ich sind richtig happy über unser erstes Podium in der Juniorwertung. Die Mechaniker haben nach dem Crash im ersten Rennen einen großartigen Job gemacht, danke dafür!“ Denny Berndt: „Ein erfolgreiches Wochenende auf dem Norisring! Ich bin stolz auf das Team und unsere Leistung. Wir haben gezeigt, dass wir ganz vorne mitfahren können und wir geben alles, um am Nürburgring noch besser zu sein.“

Team-Eigner Dominik Olbert mit dem Schlusswort: „Das war wieder einmal großes Kino, ich bin wirklich sehr stolz auf das gesamte Team, das auch nach den Rückschlägen am Freitag weitergekämpft hat. Gratulation an unsere Jungs auf dem Podium und Kopf hoch an Daniel und Adrian: der Speed passt schon, jetzt brauchen sie endlich einmal etwas Glück.“
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