Dienstag, 18. Juni 2024
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24h Nürburgring
04.06.2024

Klassenpodium für eFuel Team Griesemann bei 24h Nürburgring

Eine besondere Story schrieb das eFuel Team Griesemann 2024 bei der 52. Auflage der ADAC RAVENOL 24h Nürburgring auf der Nordschleife. Zum zweiten Mal in Folge trat die Griesemann Gruppe mit NORDOEL Racing eFuel 98 beim härtesten Rennen der Welt an. Und die Bedingungen in der Eifel sollten in diesem Jahr die Hauptrolle spielen.

Für das eFuel Team Griesemann gingen Björn Griesemann (Köln), Georg Griesemann (Bornheim), Yves Volte (Renningen) und Dirk Adorf (Michelbach) mit einem Toyota GR Supra GT4 EVO auf der 25,378 Kilometer langen Strecke in der Eifel an den Start. Innerhalb des DeCarTrans-Forschungsprojekts durfte das Team erneut auf die Unterstützung von Toyota Gazoo Racing Customer Racing und Nordoel zählen.

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Nach den drei Qualifying stand am späten Freitagabend fest, dass der GT4 in der Klasse „AT“ für alternative Treibstoffe aus der zweiten Startreihe von Platz drei und Rang 56 des Gesamtklassements ins Rennen gehen würde.

Für die Fans war der in grün-weiße Toyota ein spannendes Projekt und das Team beantwortete zahlreiche Fragen von Besucher*innen rund um nachhaltigen Motorsport. Im TV, wie auch mit der Presse und vielen Motorsportler*innen wurden viel über eFuels als CO2-neutrale Alternativen zu fossilen Kraftstoffen gesprochen.

Georg Griesemann: „Wie schon in den letzten Jahren war die Resonanz absolut positiv. eFuels rücken immer mehr in den Fokus und wir konnten erneut beweisen, dass es keinerlei Leistungsverlust oder Probleme in der bestehenden Verbrennertechnologie gibt. Die Ergebnisse sprechen für sich und die Akzeptanz von alternativen Treibstoffen wird immer weiter wachsen.“

Björn Griesemann konnte im offiziellen 24h-Livestream als Gast in der Sprecherkabine die Pionierarbeit erklären: „Dank unserer Partner können wir das Projekt weiter forcieren und zeigen, dass eFuels effektiv einsetzbar sind. Sehr erfreulich ist, dass wir immer weitere Hersteller in der Klasse für alternative Treibstoffe dazu bekommen. Wir benötigen verschiedene Lösungen und eFuel gehört für unterschiedliche Mobilitätssektoren dazu.“


Nebel bestimmte den sportlichen Ausgang

Aus sportlicher Sicht machte das Eifelwetter der Organisation und den Teilnehmern einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Nachdem die Bedingungen vor den insgesamt 240.000 Fans von Beginn an schwierig waren, zog der Nebel so dicht auf, dass sich die Rennleitung um 23.22 Uhr am Samstagabend gezwungen sah, mit der Roten Flagge zu unterbrechen. Zunächst mindestens bis 8.00 Uhr morgens – doch im Laufe des Sonntags wurde es nicht besser und erst knapp 14 Stunden nach Abbruch konnte das Rennen um 13.30 Uhr wieder aufgenommen werden. Allerdings nur hinter dem Safety-Car und ohne freie Fahrt. Der Nebel klarte nicht mehr auf und um ca. 15.00 Uhr wurde das Rennen endgültig abgebrochen. So wurde das eFuel Team Griesemann auf Platz drei in der AT-Klasse und auf Gesamtplatz 48 gewertet. 

Trotz der Widrigkeiten sammelten alle Beteiligten weitere Erfahrungen mit strombasierten, nachhaltigen Kraftstoffen, um den Ausstoß zusätzlicher CO2-Emissionen zu vermeiden. Das Team freut sich schon auf die nächste Ausgabe der 24h Nürburgring, die 2025 vom 19. bis 22. Juni stattfinden werden.
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