Mittwoch, 29. Mai 2024
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24h Nürburgring
17.04.2024

Frikadelli Racing sammelt wichtige Testkilometer für das 24h-Rennen

Bei den 24h-Qualifiers hat Frikadelli Racing mit dem #1 Ferrari 296 GT3 wertvolle Daten im Hinblick auf das 24h-Rennen auf dem Nürburgring gesammelt. Nicolas Varrone und Luca Ludwig erzielten am Samstag gemeinsam den sechsten Gesamtrang, Daniel Keilwitz und Felipe Laser waren am Sonntag nach einem starken Top-Qualifying auf ähnlichem Niveau unterwegs.

„Das Wochenende verlief für uns durchaus zufriedenstellend. Es war vor allem wichtig, dass wir uns an die neuen Michelin-Reifen gewöhnen und wir die Tracktime an beiden Tagen bestmöglich zur Vorbereitung auf das 24h-Rennen nutzen. Das ist uns gelungen, zudem haben sich unsere drei neuen Piloten allesamt sehr gut ins Team eingefügt und genauso wie Felipe einen tollen Job abgeliefert. Ich sehe uns für das 24h-Rennen gut aufgestellt und freue mich, dort wieder mit unserem Team anzutreten“, so Teamchef Klaus Abbelen.

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Beim ersten von insgesamt zwei Testtagen unter Rennbedingungen teilten sich Nicolas Varrone und Luca Ludwig das Cockpit des #1 Ferrari 296 GT3. Nachdem Ludwig von der sechsten Startposition aus in der Anfangsphase zunächst ein paar Plätze einbüßte, gelang es ihm sich in den Folgerunden wieder erfolgreich nach vorne zu arbeiten. Sein Teamgefährte Varrone, der erstmalig mit einem GT3-Fahrzeug auf der Nordschleife unterwegs war, zeigte im Anschluss ebenfalls eine starke und vielversprechende Performance. Nach Ablauf der vierstündigen Renndistanz wurde das Fahrerduo im Ziel auf dem sechsten Gesamtrang abgewinkt. 

Am Rennsonntag übernahmen Daniel Keilwitz und Felipe Laser das Volant des #1 Ferrari 296 GT3, die beide am Vortag noch beim Michelin Le Mans Cup in Barcelona unterwegs waren. Im Top-Qualifying platzierte Keilwitz „Bella 2.0“ mit einer Rundenzeit von 8:10.571 min. auf einer starken dritten Gesamtposition. Im Rennen verlor das Fahrerduo nach einem unglücklichen Treffer am Heck erneut ein paar Positionen beim Start. Keilwitz und Laser arbeiteten sich mit dem #1 Ferrari 296 GT3 jedoch wieder bis auf den sechsten Platz nach vorne. Durch eine Unterschreitung der Mindestboxenstoppzeit um 0,1 Sekunden erhielt Frikadelli Racing in der Endphase noch eine Zeitstrafe von 33 Sekunden, sodass der Entschluss getroffen wurde, das Fahrzeug abzustellen und zu schonen.
 
Bereits am nächsten Wochenende geht es für die Mannschaft von Frikadelli Racing mit dem Saisonauftakt im Prototype Cup Germany weiter. Klaus Abbelen und Felipe Laser teilen sich gemeinsam das Steuer des #30 Ligier JS P320.  
  
Nicolas Varrone: „Die 24h-Qualifiers waren für uns als Team unheimlich wichtig zur Vorbereitung auf das 24h-Rennen. Für mich persönlich war es das Debüt auf der Nordschleife mit einem GT3-Fahrzeug und es war etwas ganz Besonderes. Ich danke dem Team und meinen Fahrerkollegen für die große Unterstützung und ich habe das Gefühl, dass wir bereit sind für das große Rennen im Juni.“ 

Luca Ludwig: „Bis auf den Start war es am Samstag ein sehr sauberes Rennen und ich denke mit dem sechsten Gesamtrang in diesem starken Teilnehmerfeld ist auch ein respektables Ergebnis bei herausgekommen. Kompliment auch an Nico, der einen tollen Job abgeliefert hat. In Summe ist also alles gut gelaufen, wenngleich es sicherlich noch ein paar Dinge gibt, die wir im Hinblick auf das 24h-Rennen verbessern müssen. Diese Herausforderung nehmen wir an.“ 

Daniel Keilwitz: „Wir haben das Wochenende in erster Linie als Testeinsatz angesehen. Bei Nico und Luca lief es am Samstag schon ganz gut und auch wir können mit dem Sonntag trotz ein paar Kleinigkeiten unter dem Strich zufrieden sein. Jetzt gilt es die Daten auszuwerten und die richtigen Schlüsse für das 24h-Rennen zu ziehen, damit wir auch dort gut performen. Der Ferrari 296 GT3 war teamseitig sehr gut vorbereitet, was insbesondere auch das Ergebnis im Top-Qualifying zeigt.“

Felipe Laser: „Wir sind mit der Setuparbeit am Wochenende sehr gut durchgekommen und konnten verschiedene Dinge austesten. Ich freue mich schon sehr darauf gemeinsam mit meinen schnellen Teamkollegen beim 24h-Rennen anzutreten und hoffentlich auch den Titel verteidigen zu können.“

Klaus Abbelen: „Zusammen gefasst war ich mit diesem Wochenende sehr zufrieden. Leider waren die Starts in beiden Rennen nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe. Danach haben wir uns sehr schwer getan wieder nach vorne zu fahren, obwohl wir ähnliche Rundenzeiten wie die Spitze fahren konnten. Ich bin überzeugt, dass wir nach weiteren Setup-Anpassungen für das große Rennen gerüstet sind. Danke an das gesamte Team und auch an meine Fahrer.“
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