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Tourenwagen Junior Cup
11.10.2023

Arndt vs. Pluschkell: Der Nürburgring bringt die Entscheidung

Showdown im ADAC Tourenwagen Junior Cup: Leon Arndt (Dörr Motorsport) und Mattis Pluschkell (Georg Motorsport) kämpfen um die Krone. Zahlreiche weitere Piloten können Zünglein an der Waage sein.

Es ist soweit: Beim ADAC Racing Weekend auf dem Nürburgring wird der dritte Meistertitel in der Geschichte des ADAC Tourenwagen Junior Cup vergeben. Sechs Wochen lang hatten Tabellenführer Leon Arndt und Herausforderer Mattis Pluschkell Zeit, sich auf den großen Kampf vorzubereiten. Acht Punkte Vorsprung bringt Arndt mit, doch der ADAC Tourenwagen Junior Cup hat schon mehrfach gezeigt, wie schnell sich das Blatt wenden kann.

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"Es war eine Saison mit Höhen und Tiefen, aber wir können voller Motivation und Ehrgeiz als Tabellenführer zum Finale an den Nürburgring reisen", sagt der Meisterschaftsführende, dessen klares Ziel es ist, den Titel endlich einzufahren. Im Gegensatz zu Pluschkell hat er aus dem Vorjahr Erfahrung im Titelkampf.

Aber auch für Pluschkell spricht einiges. Zum ersten Mal in dieser Saison betritt er kein Neuland, denn der Nürburgring wurde bereits im Juli befahren, damals noch auf der Kurzanbindung. Und beide Rennen gewann der Youngster von Georg Motorsport, der in diesem Jahr seine erste Motorsportsaison überhaupt bestreitet. "Ich freue mich sehr auf das letzte Rennwochenende dieser tollen Saison und bin froh, dass wir zum Finale an den Nürburgring zurückkehren. Mein Team und ich werden alles geben, um die Saison erfolgreich zu beenden", kündigt er an. "Ich habe viel gelernt und viel Spaß gehabt und bin einfach nur dankbar, dass ich dieses Jahr so erleben durfte."

Beide Titelkontrahenten haben im Laufe der Saison vier Rennen gewonnen. Vorhersagen lassen sich kaum treffen, denn im engen Feld des ADAC Tourenwagen Junior Cup zählt jedes Rennen aufs Neue. Und es gibt zahlreiche Fahrer, die mit ihrer ganz eigenen Agenda den Titelkampf nachhaltig beeinflussen können. Zum Beispiel Linus Hahne (H&R - Das Juniorteam!) und Mike Müller (TOPCAR sport), die beide rein rechnerisch noch Meister werden können.

"Mein Ziel ist es, unbeschwert und frei zu fahren, um am letzten Rennwochenende noch einmal gute Ergebnisse einzufahren", kündigt Hahne an. Er wird im kommenden Jahr auf der motorsportlichen Karriereleiter weiter nach oben klettern und hofft, bei seinem letzten Auftritt im 150 PS starken VW up! an seinen Sieg auf dem Lausitzring anknüpfen zu können.

Mit dem vierten Platz in der Meisterschaft will sich Müller nicht abfinden: "Durch zwei Strafen habe ich leider keine realistische Chance mehr auf den Titel. Aber ich freue mich riesig, wieder am Nürburgring starten zu können. Ich möchte noch einmal das Maximum herausholen und mich mindestens auf den dritten Meisterschaftsrang verbessern."

Auch Tim Melzer (drive.solutions) hat ein klares Ziel vor Augen. Der Rumäne lag auf dem Lausitzring bis eine halbe Runde vor Schluss auf Siegkurs. Diesen Sieg will er unbedingt noch einfahren. "Seitdem hat sich eine Pechsträhne durch die restlichen Rennen gezogen. Wir waren von den Zeiten her immer vorne dabei, aber für den ganz großen Pokal hat es nie gereicht", sagt er. Das gilt es nun nachzuholen.

Ebenfalls auf der Jagd nach seinem ersten Sieg im ADAC Tourenwagen Junior Cup ist Cedric Fuchs (Konrad Motorsport), der wie Melzer bereits zwei zweite Plätze auf seinem Konto hat. Alle diese Fahrer können im Titelkampf eine wichtige Rolle spielen. Einige Piloten streben zudem ihren ersten Podiumsplatz im ADAC Tourenwagen Junior Cup an, nachdem sie bereits mehrfach nahe dran waren. Das gilt unter anderem für Maxim Felix Dacher (Georg Motorsport), Max Schlichenmeier (Konrad Motorsport) und Leon Bauchmüller (Konrad Motorsport), die alle schon mindestens einmal Vierte geworden sind.

Auf die Junioren warten beim ADAC Racing Weekend auf dem Nürburgring wie gewohnt zwei Rennen über 20 Minuten plus eine Runde.
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