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Memorial
11.10.2023

RMW Motorsport gewinnt Kerpen-Memorial

Beim traditionsreichen Graf Berghe von Trips Memorial auf dem Erftlandring in Kerpen überzeugte RMW Motorsport am vergangenen Wochenende auf ganzer Linie. Auf dem geschichtsträchtigen Kurs in Nordrhein-Westfalen griff das Team mit sechs Schützlingen in die Rennaction ein und lieferte vor allem bei den X30 Senioren ab: Felix Wischlitzki war dort das Maß der Dinge und holte im Finalrennen den hart umkämpften Sieg.
 
Am zurückliegenden Wochenende lag für RMW Motorsport ein ganz besonderes Event im Fokus. Das Graf Berghe von Trips Memorial in Kerpen lockte zahlreiche Pilotinnen und Piloten zum 1.107 Meter langen Kurs. In Gedenken an den 1961 verstorbenen Formel 1-Fahrer Graf Berghe von Trips findet die Rennveranstaltung seit 1989 auf dem Erftlandring statt und gehört damit fest zum Terminkalender vieler Fahrer und Teams. „Das Memorial ist bei uns klarer Bestandteil der Saisonplanung. Diesmal stellt es eine Woche vor dem ADAC Kart Bundesendlauf zudem eine super Vorbereitung auf den nahenden Saisonabschluss dar“, erklärte Teamchef Michael Wangard.
 
Sein RMW-Debüt feierte Kilian Kommer bei den Mini 60. Anfangs haderte der Youngster dabei noch mit den für ihn neuen Bedingungen in seiner Kategorie. Doch über das gesamte Event hinweg legte der junge Motorsportler einen beachtlichen Aufwärtstrend hin. In den Prefinals platzierte sich Kilian auf den Positionen drei respektive zwei. Im Finale verkürzte der RMW-Schützling den Rückstand zum Führenden anschließend deutlich und verpasste den Sieg nur um wenige Zehntelsekunden.
 
X30 Senior-Ass Felix Wischlitzki sorgte in Kerpen für Furore. Schon im Zeittraining präsentierte sich der Bayer als Zweiter in gutem Licht und unterstrich seine Ambitionen. In den Prefinals rangierte der Routinier schließlich ebenfalls jeweils auf der zweiten Position und verpasste die Chance zur Siegerpose damit nur knapp. Anders jedoch im Finale: In einem spannenden Duell setzte sich Felix letztlich an der Spitze durch und holte im endgültigen Wertungslauf den hart umkämpften Sieg.
 
Einen bärenstarken Auftritt feierte auch Matti Klasen. Sein zweites X30 Senior-Rennen startete anfangs noch mit viel Pech und technischen Problemen. Davon ließ sich der Polcher im weiteren Verlauf allerdings nicht beirren. Nach Platz drei im Zeittraining warf ihn ein Ausfall im ersten Prefinale zwischenzeitlich zurück. Doch von dort aus kämpfte sich der Nachwuchspilot wieder stark nach vorne und schrammte im Finale als Vierter nur haarscharf an seinem ersten Podestplatz bei den Senioren vorbei.
 
In der ROK Expert-Klasse ging mit Tobias Knauber und Norbert Laubinger ein RMW Motorsport-Duo auf die Reise. Beide Fahrer unterstrichen in ihrer Klasse konsequente Podest-Ambitionen und reihten sich schließlich unter den Top-Rängen ein. Tobias strahlte am Abend als Zweiter vom Podest und wurde dabei von seinem Teamkollegen Norbert als Drittplatzierter begleitet.
 
Nostalgisches Feeling erlebte Daniel Dragon in der Gentlemen Kart Challenge. In der Klasse für Karts mit 100ccm-Motoren aus den 90er und 00er-Jahren griff der erfahrene Kartfahrer in das Lenkrad. Trotz zeitweisen Motorproblemen legte Daniel dabei eine eindrucksvolle Vorstellung hin. Im 34-köpfigen Starterfeld gehörte der Ellwanger zu den Top-Piloten und verbuchte mit Platz sieben am Sonntag ein super Ergebnis.
 
„Das Memorial-Wochenende mit einem Sieg abzuschließen, ist ein tolles Gefühl. Wir haben in den vergangenen Tagen hart gearbeitet und am Ende eine super Leistung abgeliefert. Das lässt uns gespannt in Richtung der kommenden Herausforderung blicken. Beim Bundesendlauf wollen wir definitiv an unsere Leistungen anknüpfen“, freute sich Michael Wangard nach der Siegerehrung.
 
In wenigen Tagen geht es für RMW Motorsport wieder los. Der ADAC Kart Bundesendlauf stellt für das Rennteam dann den Höhepunkt der ADAC Regionalrennserie vor heimischem Publikum dar.
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