Montag, 6. Februar 2023
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24h Dubai
14.01.2023

HAAS RT mit knapper Führung vor Vorjahressieger WRT

Nach die ersten vier aktionsreichen Stunden bei den Hankook 24H DUBAI 2023 hält HAAS RT halt eine denkbar knappe Führung vor Vorjahressieger Team WRT.
 
Nachdem das Team wegen eines Motorproblems im Zeittraining nur von Rang 43 ins Rennen gegangen war, wurde das HAAS RT (#21, Maxime Soulet / Mathieu Detry / Olivier Bertels / Benjamin Mazatis / Frédéric Vervisch) als die erste von bislang drei Code-60-Phasen ausgerufen wurde, bereits an zwölfter Stelle in der Gesamtwertung geführt. Dank einer cleveren Boxenstoppstrategie hält sich das Team aus Antigua und Barbuda bislang in der Spitzengruppe.
 
Während der jüngsten Boxenstoppphase überholte HAAS RT den Team WRT BMW M4 GT3 (#7, Mohammed Saud Fahad Al Saud / Diego Menchaca / Jean-Baptiste Simmenauer / Jens Klingmann / Dries Vanthoor). Die Gesamtsieger des Vorjahres haben aktuell jedoch nur sechs Sekunden Rückstand auf die Spitze.
 
Nach einer ähnlich beeindruckenden Aufholjagd vom 13. Startplatz belegt der Herberth Motorsport-Porsche 911 GT3 R (#91, Daniel Allemann / Ralf Bohn / Alfred Renauer / Robert Renauer) aktuell Rang drei, weitere neun Sekunden hinter den Spitzenreitern. Das bayerische Team führt aktuell die GT3PRO/AM-Wertung an und hält rund eine Minute Vorsprung auf den nächsten Rivalen in de Klasse, den BMW M4 GT3 des Teams Poulsen Motorsport (#14, Kristian Poulsen / Roland Poulsen / Kasper H. Jensen / Gustav Birch).
 
Das zweite Auto des Team WRT, in dem der neunmalige MotorradWeltmeister Valentino Rossi an diesem Wochenende seine Premiere bei der Veranstaltung erlebt, komplettiert bislang die Top Fünf. Das belgische Team erlebte rund 2,5 Stunden nach dem Start eine Schrecksekunde, als der BMW M4 GT3 (#46, Timothy Whale / Valentino Rossi / Sean Gelael / Max Hesse / Maxime Martin) nach einem Ausrutscher auf Öl in Kurve sechs in die Streckenbegrenzung schlitterte. Erstaunlicherweise sieht es danach aus, als ob der BMW den Zwischenfall mit nur minimalem Schaden überstanden hat.  
 
Nach einem Start aus der ersten Reihe verteidigten Pole-Sitter Al Manar Racing by HRT (#777, Luca Stolz / Fabian Schiller / Axcil Jefferies / Martin Konrad) und Abu Dhabi Racing by HRT (#4, Hubert Haupt / Khaled Al Qubaisi / Sébastien Baud / Jules Gounon) ihre Positionen in den ersten Runden, trotz massigem Druck vom Team WRT. Zeitverlust in der Tankzone war allerdings der Grund, dass die beiden vom Haupt Racing Team eingesetzten MercedesAMG GT3 nun von der Spitze auf die Positionen sechs bzw. neun abgerutscht sind.
 
Dazwischen rangieren der Team GP-Elite Porsche 911 GT3 R (#32, Lucas Groeneveld / Jesse van Kuijk / Daan van Kuijk / Thierry Vermeulen), nachdem die Mannschaft bereits einen Fahrertausch wegen einer Verletzung sowie mehrere Zeitstrafen verbuchen musste, sowie der Pure Rxcing Porsche 911 GT3 R (#911, Sven Müller / Aliaksandr Malykhin / Joel Sturm / Harry King). Das letztgenannte Auto rangierte in der Anfangsphase sogar auf dem dritten Gesamtrang. 
 
Der Saintéloc Junior Team-Audi R8 LMS GT3 EVO II (#26, Christian Kelders / Simon Gachet / Erwan Bastard / Antoine Doquin / Gregoire Demoustier) komplettiert aktuell die Top Ten.
 
Nachdem das Team sich während der ersten Code-60-Neutralisierung für eine bessere Position auf der Strecke und somit gegen einen vorgezogenen Tankstopp entschieden hatte, führte der Tresor Attempto Racing Audi R8 LMS GT3 EVO II (#99, Alex Arkin Aka / Finlay Hutchison / Andrey Mukovoz / Dylan Pereira) in den ersten beiden Stunden lange Zeit das Feld an, ist aber seitdem bis ans Ende des Feldes zurückgefallen, nachdem das Auto vermutlich durch Antriebsprobleme auf der Strecke ausgerollt war.
 
Auch das European GT Trophy-Gewinnerteam Phoenix Racing (#1, Michael Doppelmayr / Pierre Kaffer / Elia Erhart / Christer Jöns) hat sich von Startplatz 15 aus in die Top Ten vorgearbeitet, verlor aber über 25 Minuten in den Boxen, nachdem eine Kollision, verursacht von der gleichen Ölspur die auch schon dem WRT-BMW mit der Startnummer 46 fast zum Verhängnis wurde, für Schaden an der hinteren Aufhängung verursachte. Das deutsche Team brachte das Auto wieder zurück auf die Strecke, ist aber aus den Top 40 herausgefallen.
 
Der Red Camel-Jordans.nl-Porsche 911 GT3 Cup (#909, Ivo Breukers / Rik Breukers / Luc Breukers / Fabian Danz) hält eine knappe Führung in der 992Klasse, vor dem Klassen-Pole-Sitter Willi Motorsport by Ebimotors (#955, Fabrizio Broggi / Sergiu Nicolae / Sabino de Castro) und dem in der Anfangsphase führenden FACH AUTO TECH-Porsche 911 GT3 Cup (#962, Alexander Schwarzer / Gabriele Rindone / Larry ten Voorde / Matthias Hoffsümmer / Huub van Eijndhoven). Bei der Rückkehr in die Porsche-Klasse setzt das 24H SERIES-Gesamt-Meisterteam des Jahres 2015, Duel Racing by Toro Verde (#995, Ramzi Moutran / Nabil Moutran / Sami Moutran / Philip Keen) die Anwärter für die Podiumsplätze gehörig unter Druck und rangiert aktuell auf Platz fünf in der Klasse.
 
Die erste Code-60-Phase des Rennens folge, nachdem einer von insgesamt fünf HRT Performance-Porsche 911 GT3 Cups (#932, Michael Blanchemain / Franck Leherpeur / Stephane Adler / Jérôme Da Costa), die an diesem Wochenende teilnehmen, vehement in die Reifenstapel in Kurve fünf eingeschlagen war. Trotz erheblicher Schäden an der Front- und Heckpartie schaffte es der Porsche zurück an die Box, ist allerdings nach über drei Stunden Reparatur noch nicht auf die Strecke zurückgekehrt.
 
Beim Zwischenfall wurde auch fast der aktuelle GT3-AM-Spitzenreiter CP Racing (#85, Charles Putman / Charles Espenlaub / Joe Foster / Philip Quaife / Shane Lewis) in Mitleidenschaft gezogen, aber der Mercedes-AMG GT3 konnte noch ganz knapp dem Porsche ausweichen. Aktuell fahren die GTContinents-Trophy-Gewinner und GT3-AM-Klassensieger des Vorjahres an 19. Stelle in der Gesamtwertung.
 
Neueinsteiger 7TSIX (#76, James Cottingham / Andrew Gilbert / Fran Rueda / Matúš Výboh) führte in der Anfangsphase die GT3-AM-Division an, verlor dann aber Zeit in der Box wegen eines Dämpferproblems. Der einzige McLaren 720S GT3 im Feld ist zurück auf dem Vormarsch und hat es schon wieder auf den 29. Platz geschafft.
 
Der razoon-more than racing-KTM X-BOW GTX (#714, Daniel Drexel / Leo Pichler / Kris Rosenberger / Bob Bau / Ernst Kirchmayr) führt seit Rennbeginn in der GTX-Klasse und hat momentan drei Runden Vorsprung auf den beiden Autos des Teams Vortex V8. Der Sportwagen mit der Startnummer 702 des französischen Teams (Philippe Fertoret / Lucas Sugliano / Nicolas Nobs / Miguel Moiola) fährt aktuell vor dem Schwesterauto mit der Nummer 701, nachdem die letztgenannte Mannschaft wegen Aufhängungsproblemen Zeit an der Box verloren hatte.
 
Der sensationell enge Kampf in der GT4-Klasse im Zeittraining setzt sich im Rennen fort. Der Simpson Motorsport-BMW M4 GT4 (#438, James Kell / Cameron McLeod / Keith Kassulke / David Holloway / Vasily Vladykin) führt mit etwa zwei Minuten Vorsprung auf dem von der Pole-Position gestarten ROFGO with Dragon Racing-Mercedes-AMG GT4 (#408, Roald Goethe / Oliver Goethe / Benjamin Goethe / Stuart Hall / Jordan Grogor). Der RHC Jorgensen-Strom by Century BMW M4 GT4 (#450, Daren Jorgensen / Brett Strom / Nathan Freke / Jeroen Bleekemolen) fährt auf Rang drei. 
 
Der Wolf-Power Racing Audi RS3 LMS TCR (#117, Marcus Menden / Marlon Menden / Rob Huff / Peter Posavac) legte nach einem schwierigen Zeittraining eine bemerkenswerte Aufholjagd hin und führte bis ganz knapp vor Ende der vierten Stunde die TCR-Klasse an. Als der Audi an die Box fuhr, übernahm der AC Motorsport-Audi RS3 LMS (#188, Stéphane Perrin / Yannick Mettler / Miklas Born / Sam Dejonghe) die Spitze in der Klasse. Das zweite Auto von Wolf-Power (#121, Jasmin Preisig / Ivars Vallers / Calle Bergman / Andreas Höfler) fährt auf Platz drei in der Klasse, nachdem Elektrikprobleme beim wichtigsten Rivalen, dem 700 Miles-Volksewagen Golf GTi (#106, Thierry Chkondali / Marc Girard / Michel Sallenbach / Jordan Mougenot / Fabian Duffieux) für Zeitverlust sorgten. 
 
Die Hankook 24H DUBAI 2023 werden ohne Unterbrechung während der Nacht fortgesetzt. Am Sonntag um 15.00 Uhr Ortszeit wird die schwarz-weiß karierte Flagge geschwenkt.
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