Montag, 5. Dezember 2022
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VLN
25.10.2022

AVIA W&S Motorsport übernimmt nach Klassensieg die Tabellenführung

AVIA W&S Motorsport siegte am vergangenen Samstag durch Daniel Blickle und David Jahn im AVIA racing Porsche 911 GT3 Cup 992 #120 und übernahm die Führung in der Porsche Endurance Trophy Nürburgring (PETN). Das Fahrerduo beendete den achten Saisonlauf der Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) auf dem Gesamtrang acht. In der Klasse V5 siegten Niclas Wiedmann, Kevin Rembert und Dirk Biermann mit dem Porsche Cayman #460. In der Cup3 der PETN beendete der Porsche 718 Cayman GT4 CS #962 das vierstündige Rennen auf Rang sechs und das Schwesterfahrzeug, der Vöhringer Cayman GT4 #961, überquerte auf Platz zehn die Ziellinie.

Unter schwierigen feuchtkalten Bedingungen in der Eifel startete das Zeittraining am Samstagmorgen. Unbeeindruckt davon qualifizierte David Jahn den AVIA racing Porsche #120 für den zweiten Startplatz in der Cup2 und mit Rang 14 mitten im GT3-Feld und legte damit bereits den Grundstein für das erfolgreiche Rennen. Jahn und Blickle starteten den Lauf als Duo, da der Stammpilot Tim Scheerbarth aus gesundheitlichen Gründen nicht antreten konnte.

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Mit einem fulminanten Start ging Jahn bereits nach zwei Kurven bis an die dritte Position im Gesamtfeld nach vorne und bot eindrucksvolle Zweikämpfe an der Spitze. Fehlerfrei und mit starken Rundenzeiten baute er die Führung in der Klasse kontinuierlich aus, bevor der das Auto an Daniel Blickle übergab. Dieser knüpfte nahtlos an diese Leistung an und für den finalen Stint kletterte Jahn nochmals ins Cockpit des Porsche 911 GT3 Cup 992 #120. Die Spitzenleistung des Teams und der Piloten wurde schlussendlich nach der Zieldurchfahrt mit den Klassensieg belohnt und AVIA W&S Motorsport führt vor dem finalen Lauf der NLS die Tabelle der Porsche Endurance Trophy mit 12,5 Punkten Vorsprung an.

Ein ebenso erfolgreiches Rennen über vier Stunden boten Niclas Wiedmann, Kevin Rembert und Dirk Biermann im seriennahen Porsche Cayman 2.7l #460 in der Klasse V5. Rembert ging von Platz zwei der Klasse in die Hatz über vier Stunden und fuhr fehlerfreie schnelle Runden. Seine beiden Cockpitkollegen führten diese Leistung fort, sahen auf Platz eins liegend die Zielflagge und feierten den langersehnten Klassensieg entsprechend emotional mit dem Team.

Nach dem Unfall des AVIA racing Porsche 718 Cayman GT4 CS #960 beim letzten Lauf traten Marius Rauer, Daniel Bohr und Sebastian Vittel mit dem Ersatzauto und der #962 in der Cup3 an. Die Streckenbedingungen beim Qualifying machten es ihnen nicht leicht und so sollte der W&S Motorsport Porsche 718 Cayman GT4 CS #962 mitten im Feld der Klasse starten. Die Fahrer behaupteten sich hervorragend im Getümmel und machten Plätze gut. Platz sechs in der Cup3 war das Maximum des Erreichbaren nach einem turbulenten Rennen in der Grünen Hölle.

Das Duo René Höber und Jürgen Vöhringer trat mit dem Vöhringer Porsche 718 Cayman GT4 CS #961 in der Cup3 der PETN an. Nachdem es ebenfalls aus dem Mittelfeld der Cayman GT4-Klasse ins Rennen ging, hatten beide Fahrer aufgrund der Unfälle auf der Strecke mit den Code 60- und Doppelgelb-Zonen zu kämpfen, gewannen trotzdem Positionen und beendeten auf dem zehnten Platz den achten Lauf der NLS.

Am Samstag, den 5. November 2022, wird als Saisonfinale der zweite NLS-Lauf als Nachholveranstaltung ausgetragen. Dieser musste im April aufgrund der Wetterlage abgesagt werden. Im vierstündigen Rennen wird W&S Motorsport erneut um die entscheidenden Punkte in den Klassen kämpfen, damit die begehrte Porsche Trophäe aus dem Vorjahr beim Team verbleibt.


Stimmen nach dem Rennen

Patrick Wagner, Teamchef W&S Motorsport: „Es war ein richtig tolles Wochenende. Am Freitag machte uns das Wetter noch Schwierigkeiten und wir hatten einen Unfall mit dem Cup2 Porsche, den unsere Mannschaft jedoch problemlos bis zum Rennen reparieren konnte. Trotz weniger Trainingsrunden lief das Qualifying sehr gut und Davids Start war fantastisch, sowas habe ich noch nie erlebt. Die beiden haben dann ein perfektes Rennen gefahren und den Sieg mehr als verdient. Nun sind wir in einer guten Position in der Meisterschaft und hoffen, dass wie die beim Finale sichern können. Für unsere drei Fahrer in der V5 freuen wir uns auch sehr, dass es endlich mit dem Sieg gepasst hat. Sie fuhren die gesamte Saison immer supersolide und wurden nun belohnt. Beide Cayman GT4 waren auch stark unterwegs, aber in der Cup3 wird halt hart gekämpft. Danke an das ganze Team für perfekte und fehlerfreie Boxenstopps und ein megastarkes Wochenende!“

Daniel Blickle, Fahrer #120: „Es hätte heute nicht besser laufen können! Nach dem Klassensieg sieht es in der Meisterschaft sehr gut aus. David hat einen eindrucksvollen Raketenstart hingelegt und wir kamen beide super durch, trotz vieler Vorfälle auf der Strecke. Das Team hat einen soliden Job gemacht, die richtige Taktik gewählt und seine Stärke bestätigt. Jetzt schauen wir, dass wir beim Finale den Sack zu machen und die Trophäe bei W&S Motorsport halten.“

David Jahn, Fahrer #120: „Auch wenn es deutlich anstrengender war, weil Tim nicht mit an Bord war, hat es richtig Spaß gemacht. Ich erwischte einen tollen Start und konnte vorne die GT3 über die ersten Runden ärgern. Die Stints waren etwas länger, aber die Taktik passte. Daniel war auch super unterwegs und ich konnte den Sieg dann am Ende nach Hause fahren. Es passte alles, danke an die Crew von Patrick Wagner und Daniel Schellhaas für ein perfektes Rennen!“

Kevin Rembert, Fahrer #460: „Wir konnten vom Start weg am Führenden dranbleiben und unser Rennen verwalten. Kurz vor Rennende übernahmen wir dann die Führung und wollten das Auto dann nur noch heil ins Ziel bringen. Über unseren langersehnten Sieg freuen wir uns sehr!“

Daniel Bohr, Fahrer #962: „Das vorletzte Rennen der Saison ist vorbei und ich dachte, dass es mit weniger Autos im Feld auch ruhiger wird. Doch es war unglaublich viel los im Rennen, gefühlt mehr als bisher. Im Qualifying hatten wir leider Pech und kamen auf keine richtig schnelle Runde. Von recht weit hinten konnten wir zwar einige Plätze gut machen, aber mehr als Rang sechs war nicht drin.“

Jürgen Vöhringer, Fahrer #961: „Es hat viel Spaß gemacht, auch wenn das Ergebnis am Ende nicht zufriedenstellend ist. Das Team arbeitete super und zum Glück hatte der kleine Unfall von René keinen großen Schaden verursacht. Auf der Strecke ging es hart zu. Nun geht es schon in letzte Rennen des Jahres und wir werden sehen, wo wir das dann beenden können.“
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