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26.04.2022

Niklas Koch mit glücklichem Gesamtsieg im belgischen Zolder

Eine Woche nach Ostern fand auf der Traditionsrennstrecke in Zolder (BE) der zweite Lauf zur diesjährigen DMV BMW-Challenge statt. Wieder am Start war Niklas Koch mit seinem SCHIRRA-Mini. Nach einer kleinen Havarie beim Saisonauftakt in Hockenheim musste die Frontpartie erneuert und das Design wieder angepasst werden. Nancy Peeters von Peeters Folien & Design konnte den MINI trotz eines vollen Terminkalenders rechtzeitig wieder im altbekannten Design fertigstellen.

Freitags vor den Rennen stand zunächst ein Testtag in Zolder auf dem Programm. Da Niklas die Strecke bisher nur von seinem Rennsimulator zu Hause kannte, war das Team für die Test-Möglichkeit sehr dankbar.

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Doch leider kam es anders: Bereits nach den ersten beiden Runden wurde die Session unterbrochen. „Angeblich überschritten einige Fahrzeuge die an diesem Tag geltende maximale Lautstärke von 98 Dezibel. Auch mein MINI wurde rausgewunken und durfte nicht mehr an den Testfahrten teilnehmen. Völlig unverständlich, denn beim Auftakt in Hockenheim galt auch eine maximale Lautstärke von 98 Dezibel und dort gab es keine Probleme. Wir haben seit letztem Jahr keine Veränderung an der Abgasanlage vorgenommen und bisher auf keiner Rennstrecke Probleme mit der Lautstärke gehabt. Das wirkt alles sehr hanebüschen“, äußerte sich ein verstimmter Niklas Koch.

Selbst am offiziellen freien Training durfte der 20-Jährige nicht teilnehmen, sodass er erst am Samstagmorgen beim Zeittraining das erste Mal die Piste im Renntempo befahren durfte. „Trotz Simulatorfahrten ein Nachteil gegenüber den Piloten, die schon am ganzen Freitag testen durften“, stellte Niklas fest.

Dennoch reichte es für Startplatz vier hinter drei leistungsstärkeren GTR1- Fahrzeugen.  Und da Niklas an diesem Wochenende der einzige Starter in der GTR2-Klasse war, machte der Veranstalter von der Möglichkeit gebrauch, zwei Klassen zusammen zu legen, sodass Niklas diesmal in der GTR1-Klasse gewertet wurde. 

Das erste Rennen am Samstag beendete der vom ADAC-Hessen Thüringen unterstütze Nachwuchspilot dann auch auf eben dieser Position. Leider hatte Niklas wieder das selbe Problem wie bereits am Hockenheimring – der MINI blieb einmal kurz stehen – sonst hätte es locker für den dritten Gesamtrang gereicht.

Am Rennsonntag startete Niklas wieder von Platz vier. Bereits in der Einführungsrunde musste der Zweitplatzierte seinen 1er BMW GTR mit einem technischen Defekt abstellen. Als die Startampel dann auf grün sprang, waren vor Niklas lediglich zwei BMW M4 GTR bzw. GT4. Diese leistungsstarken Fahrzeuge konnten sich erwartungsgemäß etwas von Niklas absetzen und lieferten sich einen Kampf um die Spitze. Wenige Runden vor Schluss dreht sich der Führende von der Strecke und kam unkontrolliert direkt vor dem BMW des bis dato Zweitplatzierten wieder zurück, sodass es zu einer Kollision der beiden Fahrzeuge kam und beide im Kiesbett landeten. Es folgte eine Code 60-Phase, die bis zum Rennende andauern sollte. Somit übernahm Niklas die Spitze des Feldes, bis er als Sieger des Rennens abgewunken wurde.

„So möchte man natürlich nicht gewinnen“, äußerte sich der MINI-Pilot unmittelbar nach dem Rennen. „Ich bin froh, dass den beiden Piloten nichts passiert ist, auch wenn die beiden BMW stark deformiert sind.“ Dennoch wurden beide noch gewertet, da sie die Mindestdistanz absolviert hatten.

„Zolder verlasse ich mit gemischten Gefühlen. Zwar habe ich das zweite Rennen sehr glücklich gewonnen, doch über die Missstände vom Freitag wird noch zu reden sein“, sagte Niklas kritisch.

Bei der BMW-Challenge geht es nun schon in die Sommerpause. Das nächste Rennen findet erst am letzten Juli-Wochenende im Rahmen des ADAC Racing Weekends auf dem Nürburgring statt. 

Bis dahin hat das SCHIRRA-Team noch zwei mögliche Ursachen für das plötzliche „Ausgehen“ des Motors im Visier. „Wir werden das ganz sicher aussortieren“, ist sich das Team sicher und Niklas hofft dann auf weitere wichtige Punkte für die Meisterschaft am Ring.
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