Mittwoch, 25. Mai 2022
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03.05.2022

Lion Düker verpasst Misano Podium um Haaresbreite

Zur zweiten Runde des Lamera Cup reiste Lion Düker nach Italien. Auf dem Misano World Circuit ging es beim elf Stunden-Rennen um weitere Podestplätze und Meisterschaftspunkte. Der Rookie lieferte erneut eine starke Vorstellung ab und verpasste am Ende zwei verdiente Podestplätze. Anfang Juni geht es im französischen Nogaro weiter.
 
Bereits beim Saisonauftakt in Magny-Course (Frankreich) zeigte Lion Düker aus Rottweil-Göllsdorf das er im Sportwagensport angekommen ist. Nun stand der zweite Durchgang in Italien auf dem Programm. Gemeinsam mit seinen drei Teamkollegen nahm er das elf Stunden-Rennen des Lamera Cup in Angriff.
 
Schon im freien Training und einem sehr gut bereit gestellten Fahrzeug vom Team haben die Zeiten des Fahrerquartetts Lion Düker (D), Laurent Ötzkan (LUX), Francesco Gally (IT) und GianLuca Giraudi (IT) gepasst, dabei ließen sie sich auch nicht durch einen technischen Defekt aus der Ruhe bringen. Im anschließenden Qualifying unterstrichen Lion und seine Kollegen die Konkurrenzfähigkeit und sicherten sich Startplatz zwei und drei für die beiden Rennen. Auch in Misano wurden die elf Stunden wieder auf Samstag und Sonntag aufgeteilt. Samstags standen vier Stunden auf dem Programm, sonntags ging das Team dann nochmal für sieben Stunden auf die Reise.
 
Der Start in das Samstagsrennen verlief wie geplant. Nach zwei Stunden lag das Quartett des Team RaceTrack Competition auf einem zweiten Rang. Doch dann warf die Truppe ein Problem beim Boxenstopp und eine zwei Minuten Strafe wegen Missachtung einer Gelbphase zurück. „Wir haben leider ein sicheres Podium verspielt und wurden in diesem Lauf nur Sechster. Das ist die Herausforderung eines Langstreckenrennens mit mehreren Fahrern. Wir gewinnen zusammen und verlieren auch zusammen. Das Team hat trotzdem einen tollen Job gemacht und wir haben gezeigt, zu welchem Ergebnis wir im Stande sind“, fasste der 20-jährige zusammen.
 
Einen perfekten Start gelang Lion am Sonntag. Als Zweiter übernahm er und übergab auch den Rennboliden an seinen Teamkollegen. Doch auch diesmal blieb der Baden-Württemberger nicht verschont. Aus Strategiegründen musste Lion Reifen und Sprit sparen, wo durch er keine Chance hatte schnelle Rundenzeiten zufahren. Bei der dritten Übernahme des Autos wurde Lion durch einen vorher entstandenen Schaden an der Vorderachse eingebremst. Ein dadurch resultierender Reparaturstopp warf ihn nochmals zurück. Nach sieben Stunden durfte man sich trotzdem über einen starken vierten Rang freuen.
 
„Das tut schon weh. Wir hatten heute das Podium mehr als verdient und sind trotz aller Probleme nur sehr knapp vorbei gerutscht. Für mich war es doppelt ärgerlich, während meines zweiten Einsatzes musste ich auf unsere Reifen und den Spritverbrauch aufpassen, dadurch konnte ich gar nicht mein ganzes Potential zeigen. Abgesehen davon hat das ganze Team hat wieder einen unglaublichen Job gemacht, auch die Mechaniker haben während des Boxenstopps perfekt gearbeitet. Wir haben viel Erfahrung gesammelt und möchten diese für das kommenden Rennen Anfang Juni nutzen“, sagte Lion abschließend.
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