Freitag, 1. Juli 2022
Motorsport XLDas Motorsport MagazinVorschau Abonnement
HJS Rallye
16.06.2022

HJS AvD DMSB Rallye Cup: Nächste Runde im Hunsrück

Zum dritten Lauf der Region Süd zieht es die Teams des HJS AvD DMSB Rallye Cup in den Hunsrück. Bei der Hunsrück-Junior Rallye (18.06.2022) warten auf die 95 gemeldeten Teams vier verschiedene Prüfungen, die je zweimal absolviert werden. Traditionell wird bei der ‚Junior‘ auch auf Schotter gefahren.

„Wir haben die Schotterpassagen etwas entschärft, insgesamt gibt es aber immer noch rund 13 % Streckenanteile auf losem Geläuf“, berichtet Rallyeleiter Kim Oliver Rieth. „Auf jeder WP, auch auf der komplett neuen, gibt es einen Schotter-Abschnitt. Die bekannte Charakteristik der ‚Junior‘ bleibt so erhalten.“ Wolfgang Huhmann, Vorsitzender des veranstaltenden Sportfahrerteams Hunsrück, fasst das Angebot für die Teams so zusammen: „Erstklassiger Motorsport bei bestem Wetter im geilsten Kreis in Deutschland.“
 
Damian Sawicki / Benedikt Preißmann im Subaru Impreza und die beiden Mitsubishi Lancer-Teams Andreas Brocker / Stefan Grundmann sowie Patrick Fank mit Andre Foxius führen das Feld an und zählen allesamt zu den Top-Favoriten. Die fahrerisch anspruchsvollen Prüfungen haben im Hunsrück jedoch schon mache Überraschung hervorgebracht, so wie der zweite Gesamtrang von Tom Kässer im vergangenen Jahr im lediglich fronangetriebenen Honda Civic Type R. Diesmal sollte man die RC4-Teams wie Steffen Schmied im Ford Fiesta oder Max Reiter im Peugeot 208 sowie Fabio Schwarz im Ford Fiesta Rallye3 ebenso wenig aus den Augen verlieren wie beispielsweise die Top-Teams aus der NC3. Mit 25 Teams stellt diese Klasse mehr als ein Viertel des gesamten Feldes.
 
„In dieser Masse an Fahrzeugen steckt aber auch eine große Klasse an Piloten“, analysiert Hans Limpert, der wieder mit Sohn Max im BMW 320is unterwegs ist. Die beiden schwimmen derzeit auf einer regerechten Erfolgswelle. Sie führen das Cup-Klassement im Süden an und fuhren beim Cup-Nord-Lauf in Sachsen ‚mal eben‘ zum Gesamtsieg. „Wir sind rundum glücklich und kommen dementsprechend motiviert in den Hunsrück“, so Limpert. „Bei den angekündigten Temperaturen von über 30 Grad wird das sicherlich eine Hitzeschlacht, da muss vor allem die Technik halten.“ Einer der härtesten Konkurrenten dürfte der Vorjahreszweite Tom Kässer werden, der diesmal mit Sebastian Glatzel im Type R-Civic antritt. „Solch ein geniales Ergebnis wie im letzten Jahr vergisst man natürlich nicht so schnell, das hält nach“, freut sich Kässer heute noch. „Unser Auto ist gut vorbereitet, durch verschieden Neuerungen habe ich ein richtig gutes Gefühl. Der Fokus liegt aber ganz klar auf unserer Klasse NC3, da möchten wir am Ende wieder ein Wörtchen um den Sieg mitreden können.“ Mit Felix Schumann / Yannik Günther im Ford Fiesta ST starten hier auch die aktuell drittplatzierten der Cup-Wertung. Nach einem technischen Ausfall beim DRM-Lauf in Stemwede gehen in der Garage von Felix Schumann bis zum Start kaum die Lichter aus. „Aufgeben ist keine Option, wir schrauben bis zur letzten Minute“, ist die klare Ansage. Für das Engagement gibt es einen guten Grund: „Die Prüfungen der ‚Junior‘ sind sehr anspruchsvoll und machen dadurch richtig Spaß. Deshalb sind wir hoch motiviert und wollen mit einem Podestplatz in der Klasse wichtige Cup-Punkte sammeln.“
 
Auf dem zweiten Cup-Rang liegen zurzeit Alexander ‚Kazi‘ Kazmierzak und Co-Pilot Marc Andre Lautz in ihrem Opel Corsa GSI. „Das wird mein erster Junior-Start, bislang habe ich dort nur andere Teams angefeuert“, sagt Kazi Kazmierzak. „Die Prüfungen sind sicherlich wesentlich ‚schotterlastiger‘ wie die bisherigen Läufe. Dazu kommt eine starke Konkurrenz in unserer seriennahen Klasse NC8, zudem haben wir gut 25 PS weniger an Motorleistung.“ Für seinen Geburtstag am Freitag hat er einen besonderen Wunsch: „Ganz vorne in der Klasse dabei sein, vielleicht sogar gewinnen, dann können wir unsere Top-Platzierungen im Cup und auch den anderen Meisterschaften zu festigen.“ Vorbereitet hat sich der Saarländer durch einen Start auf der Rundstrecke: „Wenn man schon etwas weniger Leistung im Auto hat, dann muss man wenigstens üben, wie man den Schwung aus jeder Kurve mitnehmen kann.“
Anzeige