Mittwoch, 30. November 2022
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HJS Rallye
26.09.2022

Brocker und Broda sind die Gewinner des Wochenendes

Mit der 34. ADAC Rallye Kohle & Stahl (Türkismühle) sowie der 14. ADAC Ostsee Rallye (Süssau) fanden mit jeweils knapp 60 Fahrzeugen zwei top organisierte Veranstaltungen im HJS-AVD-DMSB Rallye Cup 2022 statt. Hanno Brocker / Svenja Pees dominierten mit ihrem Mitsubishi Evo im Süden, während Timo Broda / Julius Simon im Skoda Fabia R5 an der Ostsee das Maß der Dinge waren.
 
Die Lokalmatadore Hanno Brocker und Svenja Pees übernahmen im Mitsubishi Evo 8 mit einer fulminanten Bestzeit in WP 1 „Füsselberg“ die Führung, welche in diesem Jahr als knapp 15 Kilometer lange Version mit Rundkurs und langer Ausfahrt absolviert wurde. WP 2 „Berschweiler" – eine schnelle und anspruchsvolle Wertungsprüfung, die den Top-Teams von der Saarland-Pfalz Rallye noch in bester Erinnerung war, wurde von Max Reiter & Lina Meter im Peugeot 208 Rally4 knapp vor Björn Satorius / Conny Nemenich gewonnen, die ebenfalls im R4 der Marke Ford am Start waren. Auf dem neuen Rundkurs „Teufelsgraben“ in unmittelbarer Nähe zum Bostalsee, dessen Ausfahrt vor etlichen Jahren bereits beim WM-Shakedown befahren wurde und ein gewisser Peter Solberg im Subaru WRC für Schlagzeilen sorgte, bauten Brocker / Pees mit ihrer zweiten Bestzeit die Führung auf 12,3 Sekunden zur Halbzeit aus.
 
Der zweite Durchgang begann mit einem Paukenschlag. Beide Top R4-Fahrzeuge waren aus dem Rennen – Reiter / Meter kamen von der Strecke ab und trafen einen Baum während Satorius / Nemenich ihren Wagen mit Bremsproblemen abstellten. Brocker / Pees nahmen nach zwei weiteren Bestzeiten das Tempo auf der Abschlussprüfung heraus und freuten sich über ihren ersten gemeinsam eingefahrenen Gesamtsieg! Florian Schwenker / Tobias Fritz wuchsen im Citroen DS3 R3T Max über sich hinaus, fuhren in WP 6 ihre erste Gesamtbestzeit und schlossen auf einem starken zweiten Gesamtrang ab. Um den verbliebenen Podiumsplatz entfachte ein spannender Schlagabtausch zwischen Michael Schwall / Niklas Lutter, die sich einen Traum erfüllten und sich einen Peugeot 208 Rally4 angemietet hatten, und Patrick Fank / Andre Foxius im bekannten Mitsubishi Evo, die mit 0,8 Sekunden am Ende eine Evolänge voraus waren. Dennoch ein verdammt starker Auftritt von Michael Schwall nach zwei Jahren Wettkampfpause und ohne einen einzigen Testkilometer im Vorfeld. Colin Dünker und Fabian Peter belegten im Mitsubishi Evo IV Dinosaurier einen guten fünften Gesamtrang.
 
Kevin Müller / Marcel Jansen kamen im neuen Toyota GR Yaris immer besser in Fahrt und siegten in der Klasse NC2 vor Andreas Barth / Björn Reidenbach im BMW E46 Compakt mit über 1,5 Minuten Vorsprung. Damit klettert das Toyota-Duo auf den dritten Platz im HJS AVD DMSB Rallye Cup nach oben und rechnet sich gute Chancen im Saisonendspurt aus. Unterdessen mussten die bis Dato in der Meisterschaft führenden und Top-Favoriten in der Klasse NC3 Hans & Max Limpert ihren sonst so zuverlässigen BMW e30 320is mit technischen Problemen abstellen und damit kampflos mit ansehen, wie sich Alexander Kazmierzak mit Marc-Andre Lautz mit einem Klassensieg (NC8) im seriennahen Opel Corsa die Führungsposition eroberten.
 
Nach der krankheitsbedingten Absage von Dennis Rostek im neuen Skoda Fabia R2 Evo standen Timo Broda und Julius Simon als einzige R5-Piloten am Start. Nach einem vielversprechenden Test am Vortag fuhr das Duo mit allen Bestzeiten erwartungsgemäß den Gesamtsieg ein. Mit einem Rückstand von 2:09,6 Minuten folgte Martin Schütte als „the best of the rest“, der sich mit Copilotin Ninette Harms in der hart umkämpften Klasse NC1 als Sieger feiern ließ. Auf Platz zwei in der Klasse und einem starken dritten Gesamtrang landeten Marco von Appen und Markus Drümmer, die zur Freude der vielen Fotografen und Kameraleute ihre wunderschöne Toyota Celica GT-4 mit viel Herzblut über den Truppenübungsplatz in Puttlos flogen ließen. Lutz Klaus / Pascal Raabe im Mitsubishi Evo X und Sönke Milon / Marvin Junge (Subaru WRX STI) folgten auf den Rängen.
 
Christopher Berghahn und Sarah-Marleen Storch erreichten im Ford Fiesta Rally4 einmal mehr als schnellstes zweiradgetriebene Team den sechsten Gesamtrang. „Es war einfach toll mit anzusehen, wie Christopher und Sarah-Marleen durch die Schule des HJS-DRC Juniorcup gingen und dabei die Tipps der erfahrenen Coaches innerhalb der Lehrgänge, die unter anderem auf dem Sachsenring stattgefunden haben, optimal umsetzten. In diesem Jahr gelang ihnen der Umstieg vom alten Opel Corsa in einen modernen Ford Fiesta und seither liefern sie von Veranstaltung zu Veranstaltung optimal ab“, zeigt sich Cupinitiator Klaus Osterhaus vom jungen sympathischen Duo begeistert. Mit einem zweiten Platz in der Klasse RC4 zeigte Rallyeamazone Stephanie Zorn mit Copilot Thomas Puls im Citroen DS3 R3T Max einmal mehr eine starke Vorstellung. Dazwischen klassierten sich die Gewinner der Klasse NC3 Matthias Rathkamp und Larissa Knacker im Ford Fiesta ST.
 
Mit einem Sieg in der Klasse NC4 untermauern Mike Melzer und Marcel Stauch im Suzuki Swift Sport die Tabellenführung im HJS AvD DMSB Rallye Cup in der Region Nord, während ihre stärksten Konkurrenten Mirko und Patrick Dulleck (VW Polo) einen Ausfall zu verzeichnen hatten. Erik Sindermann und Matthias Pätzold errangen im Renault Clio Rally5 wie bereits am vergangenen Wochenende bei der Hinterland Rallye einen Klassensieg (RC5) innerhalb der Top 15 des Gesamtklassement.
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