Montag, 8. August 2022
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Formula Regional European Championship
01.08.2022

Viertes Rookie Podium für Tim Tramnitz bei Premiere in Spa

ADAC Stiftung Sport Förderpilot Tim Tramnitz kommt immer besser in Fahrt. Bei seiner Premiere auf dem Highspeed-Kurs von Spa-Francorchamps konnte der 17-Jährige am vergangenen Wochenende mit seinem Formel-3-Boliden in beiden Rennen, mit den Plätzen sieben und acht, erneut in die Punkte fahren und sich, bereits zum vierten Mal in dieser Saison, den Pokal für den besten Nachwuchsfahrer in der Formula Regional European Championship by Alpine holen.

„Ich bin zufrieden mit den Ergebnissen an diesem Wochenende. Wir konnten uns wieder sicher in den Top Ten behaupten und man sieht, dass wir uns als Team immer weiter in die richtige Richtung entwickeln. Für mich war es eine großartige Erfahrung endlich mal selbst in Spa zu fahren und es ist beeindruckend zu erleben, welche krassen Höhenunterschiede es auf dieser Strecke gibt. Ich bin von Anfang an gut mit der Strecke zurechtgekommen, allerdings hat uns insgesamt leider die Pace gefehlt, um über die Distanz mit den Top Teams mitzuhalten“, berichtet der Trident-Pilot.

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Vorausgegangen waren den Qualifyings und Rennen an diesem Wochenende insgesamt drei Collective Tests, in denen Tramnitz mit den Plätzen fünf, sieben und acht seine gute Form vom Rennen am Hungaroring bestätigen konnte. Hier konnte er vor zwei Wochen mit Platz vier sein bisher bestes Saisonergebnis einfahren.

Während das erste Qualifying dann mit Platz fünf auch voll nach Plan verlief, haderte Tramnitz im zweiten Qualifying mit seiner eigenen Performance: „Auf meiner schnellsten Runde hatte ich Traffic und bin auf vor mir fahrende Piloten aufgefahren, so dass ich nicht voll durchziehen konnte. Insgesamt war es schwierig, weil viele Piloten auf ihrer Cool Down-Runde langsam unterwegs waren. Startplatz 12 für das erste Rennen ist natürlich, gerade nach den guten Ergebnissen in den freien Trainings, eine Enttäuschung. Aber zum Glück ist Spa eine Strecke, auf der man gut überholen kann, so dass ich fest davon ausgehe, dass wir im Rennen noch Positionen gut machen können“, erklärt er im Anschluss.

Fest entschlossen in die Punkte zu fahren, setzte Tramnitz sein Vorhaben gleich auf den ersten Metern um. Bereits nach der ersten Runde fand er sich auf Platz zehn wieder, hing dann aber zunächst für einige Runden hinter seinem Teamkollegen fest. Gegen Rennmitte gelang ihm dann aber nach Eau Rouge auf der langen Geraden das Überholmanöver. Nach einer chaotischen Schlussphase, in der das Rennen dann mit einer roten Flagge abgebrochen wurde und eine Disqualifikation folgte, überquerte Tramnitz schlussendlich als Achter die Ziellinie und zeigte sich im Anschluss zufrieden: „Das was das Maximum heute, da uns über die Distanz dann doch etwas die Pace gefehlt hat. Aber wir konnten wieder wichtige Punkte mitnehmen! Mal sehen, was morgen geht.“

Im zweiten Rennen des Wochenendes glänzte Tramnitz, der von Position fünf ins Rennen ging, zunächst mit einem brillanten Start und befand sich nach Eau Rouge direkt in Schlagdistanz zu den vor ihm fahrenden Piloten. Nach einem Startunfall im hinteren Mittelfeld folgte dann jedoch zunächst eine etwas längere Safety-Car-Phase. „Schon während der Gelbphase habe ich gemerkt, dass ich viel Übersteuern habe und es vermutlich schwer werden würde, die Position zu halten“, so Tramnitz. Und tatsächlich musste der Trident-Pilot im weiteren Rennverlauf noch zwei Positionen hergeben, bevor ihn am Ende des Rennens eine weitere Gelbphase buchstäblich rettete: „Zum Glück kam dann am Ende noch einmal eine Gelbphase, denn der Druck von hinten wurde immer größer und ich bin mir nicht sicher, ob ich den siebten Platz sonst hätte halten können. Aber nachdem wir in dieser Saison schon so viel Pech hatten, bin ich froh, dass heute mal das Glück auf unserer Seite war.“

Am Ende durfte sich Tramnitz als Siebter erneut über den Pokal des besten Rookie, also des besten Nachwuchsfahrers, freuen. Nun geht es für die insgesamt 37 Piloten der Formula Regional by Alpine zunächst in die Sommerpause, bevor dann am zweiten September-Wochenende die Rennen 15 und 16 auf dem Red Bull Ring in Österreich auf dem Plan stehen.
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