Montag, 8. August 2022
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FIA Formel E
16.07.2022

Vandoorne nach Unfall im Regenchaos als Vierter gewertet

Der New York City E-Prix wurde nach einsetzendem Regen und mehreren Unfällen, in die auch Stoffel Vandoorne verwickelt war, vorzeitig abgebrochen. Die beiden Fahrer des Mercedes-EQ Formel E Teams beendeten den elften Saisonlauf der ABB FIA Formel E Weltmeisterschaft 2021/22 auf den Plätzen vier und acht.

Stoffel Vandoorne qualifizierte sich als Dritter in seiner Gruppe für die Duell-Phase des Qualifyings und stieß darin bis ins Finale vor. Dort verfehlte er die Pole Position hauchdünn um acht Tausendstel und ging von P2 ins Rennen. Nyck de Vries fuhr die sechstschnellste Zeit in Gruppe A und qualifizierte sich damit für den elften Startplatz.

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Stoffel Vandoorne startete zum zehnten Mal in seiner Formel-E-Karriere aus der ersten Startreihe. Auf seiner Seite der Startaufstellung herrschten jedoch schlechtere Grip-Bedingungen, sodass er am Start zwei Positionen verlor.

Im Laufe der 29 Rennrunden kämpfte sich Stoffel Vandoorne wieder bis auf P2 nach vorne. Rund zehn Minuten vor Rennende setzte stetig stärker werdender Regen ein, der die Strecke immer rutschiger machte und kurz darauf eine Full-Course-Yellow-Phase auslöste.

In diesem Moment verloren mehrere Fahrer, darunter unter anderem der Führende Nick Cassidy, Lucas di Grassi und Stoffel, auf der regennassen Strecke die Kontrolle über ihre Autos und rutschten geradeaus in die Streckenbegrenzung.

Der E-Prix wurde daraufhin mit der roten Flagge unterbrochen und nicht wieder gestartet. Das Rennen wurde dem Reglement gemäß nach dem Stand der vorletzten Runde vor dem Abbruch gewertet, sodass Stoffel Vandoorne trotz seines Unfalls noch als Vierter in die Wertung einging.

Nyck de Vries verbesserte sich im Laufe der Anfangsphase um mehrere Positionen und lag schon bald innerhalb der Top-10, fiel danach allerdings wieder etwas zurück und wurde am Ende als Zehnter gewertet. Durch zwei Zeitstrafen für andere Fahrer rückte er nach Rennende noch auf P8 vor.

Edoardo Mortara (142 Punkte) führt die Fahrer-Weltmeisterschaft mit 5 Zählern Vorsprung vor Stoffel Vandoorne (137 Punkte) an. Nyck de Vries (77 Punkte) belegt den siebten Platz.
Venturi Racing (226 Punkte) führt die Teammeisterschaft nach dem elften Saisonlauf vor dem Mercedes-EQ Formel E Team (214 Punkte) an.

Der nächste Lauf zur ABB FIA Formel E Weltmeisterschaft 2021/22 findet bereits am morgigen Sonntag, 17. Juli 2022 ebenfalls in New York City statt.
 
Stoffel Vandoorne: "Das war leider ein schlechter Abschluss für das Rennen, das mit einem heftigen Crash endete. Ich hatte Aquaplaning und habe einfach die Kontrolle verloren. Ich glaube, die Top-3 sind alle abgeflogen, als der Regen einsetzte. Ein ziemlich dramatisches Ende, um ehrlich zu sein. So wollte ich das Rennen nicht beenden, aber so ist es nun mal. Es war schon vorher ein ziemlich intensiver E-Prix, der wahrscheinlich nicht unbedingt eines unserer besten Rennen war, um es mal so zu sagen. Uns fehlte es ein wenig an der Pace, aber wir waren vorne dabei. Als es trocken war, hatte ich das Gefühl, dass ich immer besser wurde, und dachte, dass das Rennen sich in meine Richtung entwickeln würde. Ich habe mich auf P2 vorgearbeitet, und dann fing es an zu regnen, und alles wurde ein bisschen schwieriger. Warten wir ab, was morgen passiert."
 
Nyck de Vries: "Das war ein ereignisreiches Rennen, das aufgrund des Regens abrupt und sehr aggressiv endete. Unser Rennen lief ganz gut. Zu Beginn des E-Prix fühlte ich mich ziemlich konkurrenzfähig und schnell, gegen Ende verlor ich aber ein wenig an Wettbewerbsfähigkeit. Als der Regen einsetzte, war ich wahrscheinlich ein wenig zu konservativ. Wenigstens konnten wir aus diesem Rennen ein paar Punkte mitnehmen. Hätten wir eine etwas bessere Qualifying-Position gehabt, hätten wir vielleicht vorne dranbleiben können, aber morgen gibt es eine neue Chance."
 
Ian James, Teamchef: "Heute war ein Tag, an dem wir alles in allem mit unserer Leistung zufrieden sein können. Im Qualifying holte Stoffel aus den Umständen das Optimum heraus und schaffte es bis ins Finale der Session. Am Ende verpasste er die Pole Position nur um 0,008 Sekunden. Ein solides Ergebnis, obwohl wir natürlich enttäuscht waren, dass wir die Pole Position nicht erreicht haben. Von da an hatten wir das Gefühl, dass wir dazu in der Lage waren, aus der Performance Kapital zu schlagen und zu hoffen, dass wir eine gute Punkteausbeute einfahren könnten. Leider war der Regen, der nach etwa zwei Dritteln des Rennens einsetzte, ziemlich heftig, und das bedeutete, dass sich auf der Strecke schnell stehendes Wasser bildete. Zu diesem Zeitpunkt waren die Reifen bereits stark abgenutzt, und es war fast unvermeidlich, dass irgendwann etwas passieren würde - und so kam es dann auch. Unglücklicherweise befand sich Stoffel in einer Position, in der er als eines der führenden Autos nicht in der Lage war, dem stehenden Wasser auszuweichen. Zuallererst bin ich sehr froh darüber, dass es allen beteiligten Fahrern gut geht. Davon abgesehen gibt es aber einige erhebliche Schäden an den Autos. Letztendlich denke ich, dass die FIA die richtige Entscheidung getroffen hat, das Rennen mit der roten Flagge abzubrechen und es danach nicht mehr neu zu starten. Alle Entscheidungen wurden im Hinblick auf die Sicherheit der Fahrer getroffen. Wie üblich wurde dann die Reihenfolge der vorletzten Runde vor der roten Flagge als Endergebnis des Rennens gewertet, was für uns P4 (Stoffel) und P10 (Nyck) bedeutete. Durch einige Strafen im Feld rückte Nyck im Endergebnis noch auf P8 nach vorne und sicherte damit beiden Fahrern sowie dem Team wichtige Punkte. Heute Abend wartet eine Menge Arbeit auf das Team. Denn zu den normalen Rennvorbereitungen für morgen und den Debriefings des heutigen Rennens kommt hinzu, dass wir ein schwer beschädigtes Auto haben. Stoffels Wagen kam in einem schlechten Zustand in unsere Box zurück. Die Reparatur wird eine harte Herausforderung für die Mechaniker darstellen, und das bis in die späten Abendstunden hinein. Ich bin sehr dankbar für die Anstrengungen, die sie bereits unternommen haben, und es wird beeindruckend sein, zu sehen, wie sie die Arbeit bis zum früh angesetzten Training morgen Vormittag bewältigen werden. Dann werden wir erneut unser Bestes geben."
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