Freitag, 1. Juli 2022
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FIA ETCR
09.06.2022

CUPRA EKS reist mit Selbstvertrauen nach Ungarn

CUPRA EKS nimmt das zweite Rennwochenende im „FIA ETCR – eTouring Car World Cup“ auf dem Hungaroring mit jeder Menge Selbstvertrauen in Angriff. Doch auch wenn das Team um Titelverteidiger Mattias Ekström, Adrien Tambay, Tom Blomqvist und Jordi Gené zuletzt beim Saisonauftakt in Pau einen Dreifacherfolg feierte, ist das Quartett gewarnt. Denn die Konkurrenten von Hyundai Motorsport und Romeo Ferraris werden den Druck auf CUPRA ohne Frage erhöhen.

„Nach dem Erfolg zum Saisonauftakt sind wir mit beiden Beinen auf dem Boden geblieben, denn wir wissen, wie nah Erfolg und Misserfolg in der ETCR beieinander liegen“, betonte Xavi Serra, Leiter CUPRA Racing. „Die Konkurrenz ist verdammt stark und jeder Fehler wird bestraft. Wir müssen also wie in Pau von Beginn an hellwach sein und bereits im Qualifying mit guten Zeiten den Grundstein für ein weiteres erfolgreiches Wochenende legen.“

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Auf dem Straßenkurs in Pau war CUPRA mit dem 500 kW (680 PS) starken CUPRA e-Racer das Maß aller Dinge. Ekström ist als erster „King of the Weekend“ des Jahres mit 100 Punkten Führender in der Gesamtwertung vor seinen Teamkollegen Tambay (92 Zähler) und Blomqvist (79). In der Herstellerwertung führt CUPRA mit 192 Punkten vor Romeo Ferraris und Hyundai Motorsport (beide 117).


Das gesamte Starterfeld hat das Potenzial für den Sieg

Auch wenn CUPRA 2021 in der Debüt-Saison der Rennserie für vollelektrische Tourenwagen beide Titel holen konnte: Für Serra war der starke Start trotzdem „eine kleine Überraschung. Das ETCR-Starterfeld in diesem Jahr ist unglaublich stark, mit Fahrern und Teams auf hohem Niveau, die allesamt für den Sieg infrage kommen.“ Bei CUPRA EKS sieht Serra trotz des Traumstarts noch bei einigen Abläufen Verbesserungspotenzial. „Aber das ist völlig normal. Es war das erste Rennwochenende mit dem Team EKS und es braucht ein wenig Zeit, bis alles reibungslos läuft. Aber wir sind schon auf einem sehr hohen Niveau gestartet.“

Das große Vertrauen, das CUPRA in das neue Team EKS gesetzt hatte, zahlte sich auch dank der beiden neuen Piloten Tambay und Blomqvist aus. Für Teamchef Ekström ist das keine Überraschung, er sieht in ihnen viel Potenzial für den weiteren Saisonverlauf.


Hungaroring mit neuen Anforderungen

Für das Team steht mit dem zweiten Rennwochenende auf der permanenten Rennstrecke Hungaroring vor den Toren der ungarischen Hauptstadt Budapest nun eine völlig andere Herausforderung an als beim Saisonstart.

Denn die 4,381 Kilometer lange Strecke, auf der seit 1986 auch die Formel 1 fährt, ist viel breiter, mit schnellen Kurven und Auslaufzonen. Die Teams müssen sich im Vergleich zu Pau auf ein ganz anderes Rennen einstellen. Auch das Reifenmanagement wird eine wichtige Rolle spielen.

Im Vorjahr feierte CUPRA hier dank Mikel Azcona einen Sieg, Ekström wurde auf dem Weg zu seinem Titelgewinn damals Dritter. Das Ziel für 2022 ist klar: „Jeder Fahrer träumt von Rennsiegen und Titeln, also würde ich sagen: Wir wollen den Erfolg von Pau wiederholen. Das ist unser Traumszenario“, so Ekström.

Das Event in Ungarn startet am Freitag mit dem Qualifying für die beiden Pools „Fast“ und „Furious“, gefolgt von Battles im Viertel- und Halbfinale. Zum Abschluss steht dann für beide Gruppen das DHL Super Final an. Wer am Ende die meisten Punkte gesammelt hat, ist der „King of the Weekend“.

Das zweite Rennwochenende können Fans in Deutschland vor dem TV oder im Livestream verfolgen, denn Eurosport überträgt die Elektrorennserie. Das Event aus Ungarn läuft auf Eurosport 1 und im Eurosport Player.


Mattias Ekström: „Die Konkurrenz ist uns dicht auf den Fersen“

Titelverteidiger Mattias Ekström ist als „King of the Weekend“ in die neue Saison der ETCR gestartet. Der Schwede ist 2022 noch intensiver eingebunden, sein Rennteam EKS zeichnet für die CUPRA Einsätze an der Rennstrecke verantwortlich.

Im Kurzinterview spricht der amtierende Champion über die Kräfteverhältnisse in der ETCR, die Besonderheiten des anstehenden Rennwochenendes in Ungarn und die Arbeit als EKS-Teamchef und CUPRA Fahrer.

Mattias, ihr habt beim Auftakt eure Favoritenstellung sofort untermauert. Hat dich das überrascht?
Mattias Ekström: „Ja, ich war schon ein wenig überrascht. Vor der Saison habe ich zu Xavi gesagt, dass ich von einem Dreifachsieg für CUPRA träume. Auf diese Weise in die Saison zu starten – mit einem kompletten CUPRA Podium – fühlt sich toll an. Aber wir haben alle gesehen, dass uns die Konkurrenz dicht auf den Fersen ist und es keine einfache Saison wird.“

Was macht ihr besser als die Konkurrenz? Und wo müsst ihr euch noch verbessern?
„Ich denke, dass es in vielerlei Hinsicht auf die Erfahrung, die Leidenschaft und die harte Arbeit nicht nur der Fahrer, sondern des gesamten Teams zurückzuführen ist. Die neu geschaffene Zusammenarbeit zwischen CUPRA und EKS hat sich unter dem engen Zeitplan der Saisonvorbereitung gut entwickelt, aber es gibt sicher noch einiges, was wir in Zukunft verbessern können. Wir alle, mich eingeschlossen, müssen den Kopf unten halten, uns konzentrieren und uns auf jedes Rennen so gut wie möglich vorbereiten.“

Was wird auf dem Hungaroring besonders wichtig sein?
„Der Hungaroring ist im Vergleich zu Pau eine ganz andere Rennstrecke. Die Strecke ist viel breiter, mit schnellen Kurven und Auslaufzonen. Sie erfordert eine völlig andere Abstimmung des Autos, und wir müssen dieses Rennen auch mit einer anderen Einstellung angehen. Wir wissen, dass wir eine „Zielscheibe“ auf dem Rücken haben, also wird der Druck der Konkurrenz enorm sein.“

Wie beurteilt der Teamchef Ekström die Leistung des Fahrers Ekström und seiner Mannschaft?
„Die kurze Zeit vor der Saison war für alle sehr arbeitsreich. Die EKS-Crew musste sich in eine völlig neue Renndisziplin einarbeiten, und bisher hat jeder Einzelne hervorragende Arbeit geleistet. Wenn ich mich selbst betrachte, ist es manchmal ziemlich anstrengend, gleichzeitig Teamchef und Fahrer zu sein, deshalb vertraue ich an den Rennwochenenden voll und ganz den Leuten um mich herum und konzentriere mich nur auf den Rennsport. Ich habe in Pau gewonnen, also sollte Teamchef Ekström mit meiner Leistung zufrieden sein.“

Adrien Tambay und Tom Blomqvist sind neu im Team – wie haben sie sich eingefügt?
„Adrien und Tom sind sehr talentierte und motivierte Fahrer. Das ist der Grund, warum sie für CUPRA EKS fahren. Ihre Leistung in Pau hat unterstrichen, wie gut sie sind, und ich denke, dass in dieser Saison noch größere Erfolge für die beiden anstehen.“
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