Dienstag, 7. Dezember 2021
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X30 Euro Series
28.03.2021

Startschuss zur IAME Euro Series gefallen

Im belgischen Mariembourg startete an diesem Wochenende (26. bis 28. März 2021) die IAME Euro Series in die Saison 2021. Fast 180 Fahrerinnen und Fahrer fanden sich drei Wochen nach dem IAME Winter Cup im spanischen Valencia ein, um den Kampf um die EM-Krone der besten X30-Piloten zu eröffnen.
 
Ausgeglichen ging es bei den X30 Minis zur Sache. Nachdem Jesse Phililips (Oliver Rowland Motorsport) noch das Qualifying bestimmte, musste der Brite in den Heats kräftig Federn lassen und fiel ins Mittelfeld zurück. Gleichzeitig eroberte mit Ben Smith (Fusion Motorsport) ein weiterer Mann von der Insel die Spitze. Aber auch ihm war der Platz an der Sonne nicht vergönnt; im Prefinale rutschte er auf Rang drei ab und im Finale reichte es nur noch zum undankbaren vierten Platz. Besser lief es für den Schweizer Tiziano Kuzhnini (Spirit-Racing.ch) und den Niederländer Sacha van’t Pad Bosch (Fusion Motosport). Sie teilten sich in erwähnter Reihenfolge die Siege im Prefinale und Finale.
 
Bei den X30 Junioren diktierte William Macintyre (KR Sport) im Qualifying das Tempo. Doch in Schlagdistanz des Briten lag schon zu diesem Zeitpunkt Theophile Nael (2 NRacing) aus Frankreich. Und der Franzose wartete nicht lange. Nach den Vorläufen übernahm er die Gesamtführung im Klassement und gab diese auch in den Finalrennen nicht mehr her. Am Ende stand ein klarer Doppelsieg für den Franzosen zu Buche. Das Podium komplettierten die Briten Fionn McLaughlin (Fusion Motorsport) und Bart Harrison (Mick Barrett Racing), während William Macintyre sich am Ende mit Platz sechs geschlagen geben musste.
 
Die beachtliche Zahl von 88 Fahrer*innen stellten sich dem Wettkampf der X30 Senioren. Kein Wunder, dass es hier besonders eng zur Sache ging. Das zeigte schon das Zeittraining, in welchem nicht weniger als 70 Teilnehmer*innen innerhalb von nur einer Sekunde lagen. Umso beachtlicher war es, dass der Trainingsschnellste Sebastian Hedin (KH Racing) zu diesem Zeitpunkt mit einem großen Vorsprung von 0.340 Sekunden die Pace vorgab. Doch der Schwede wurde in den Heats schnell entthront und spielte fortan auch keine Rolle mehr im Spitzenfeld. Dieses teilten sich fortan andere Piloten auf: Mark Kimber (Strawberry Racing) führte das Klassement nach den Vorläufen an, musste aber im Prefinale zurückstecken und zusehen, wie sich Callum Bradshaw (Strawberry Racing) den Sieg einverleibte. Aber keiner der beiden Briten konnte seine Performance bis zum Finale halten. Hier meldete sich mit Aaron Walker (Strawberry Racing) ihr Landsmann zu Wort. Der letztjährige X30-Junior-Champion unterstrich sein Können eindrucksvoll und holte sich nach seinem Klassenaufstieg auf Anhieb den ersten Senior-Sieg. Der Franzose Enzo Leveque (Team KLN) und der Brite Oliver Greenall (Fusion Motorsport) fuhren dahinter die Ehrenplätze ein. Mark Kimber rettete noch Platz fünf, während Callum Bradshaw eine Zeitstrafe wegen unfairer Fahrweise erhielt und einen sichern Podestplatz abschreiben musste.
 
Die beiden deutschen Vertreter, die beide im Feld der Senioren zum Angriff bliesen, hatten kein Glück. Gabriel Streitmatter (Valier Motorsport) fand sich nach den Heats auf Position 70 wieder und lag dabei gerade einmal zwei Plätze vor Landsmann Philipp Gogollok (beide CV Performance Group). Damit verpassten beide die Qualifikation für den Hoffnungslauf und zwangsläufig auch die Chance auf das Finale. Im sogenannten Consolation Race der Nicht-Qualifizierten konnte sich Gogollok schließlich als Fünfter behaupten, während Streitmatter vorzeitig ausschied.
 
Nach dem packenden Saisonstart können die X30-Racer ein wenig verschnaufen. Erst vom 21. bis 23. Mai geht es mit der zweiten Runde weiter. Dann zieht es den Tross ins spanische Zuera, wo auch schon die Saisonhalbzeit absolviert wird.