Montag, 15. August 2022
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VLN
13.12.2021

Auch bei DNLS2 steht am Ende ein Niederländer ganz oben auf dem Podest

Es war der Tag der Niederländer im Motorsport. Während Max Verstappen als erster Formel-1-Weltmeister sein Land in Ekstase stürzte, siegte zeitgleich einer seiner Landsleute beim NIMEX 3h-Rennen auf der legendären Nordschleife. Ryan Barneveld triumphierte mit dem US-Amerikaner Phil Denes beim zweiten Saisonrennen der Digitalen Nürburgring Langstrecken-Serie presented by Goodyear im Porsche 911 GT3 R des Mahle Racing Team. Rang zwei ging an Sami-Matti Trogen und Dominik Staib im BMW M4 GT3 von Walkenhorst Motorsport vor Norbert Kiss und Jake Sedgwick im Mercedes AMG GT3 des Mercedes-AMG GT3 E-Sports Team Winward.

Dabei hatte in der ersten Hälfte noch ein anderes Team das Geschehen in der Königsklasse SP9 bestimmt. Im 15-minütigen Qualifying, in dem in der Regel zwei schnelle Runden durch die Grüne Hölle möglich sind, legte der neue Porsche-Werks-Junior Laurin Heinrich im Porsche 911 R GT3 von Coanda Simsport in 7:46,241 Minuten eine überragende Zeit hin. 1,511 Sekunden dahinter folgte Sami-Matti Trogen im BMW M4 GT3 von Walkenhorst Motorsport.

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Für die ersten Drei des ersten Saisonlaufes gab es derweil einen kleinen Rucksack mit auf die Reise. Anstelle von Platzierungsgewichten wie im realen Racing sieht das Reglement der DNLS bei der Balance of Performance längere Standzeiten für die drei Ersten des ersten Rennens vor. Im Detail sind das 30 Sekunden für den Sieger, 20 Sekunden für Platz zwei und zehn Sekunden für Rang drei. Dies wirkte sich durchaus aus.


Für Coanda Simsport kam es knüppeldick

Nach dem Start verteidigte Heinrich die Führung in einer Spanne von drei bis fünf Sekunden bis zum ersten Boxenstopp nach rund einer Stunde. Der junge Finne Trogen, der einen weiteren Stint absolvierte, lag nun an der Spitze, während in seinem Windschatten nun Heinrichs Teamkollege Joshua Rogers auftauchte. Diese Situation änderte sich aber nur wenige Minuten später dramatisch. Bei einem Überholmanöver ging Rogers hohes Risiko, die fatale Folge war ein Dreher, der den Australier zirka 13 Sekunden kostete. Er fiel auf Position vier zurück mit einem lädierten Heckflügel. Im weiteren Verlauf rutschte das Team von Coanda Simsport sogar aus den Top-Ten raus, letztlich wurde es zumindest noch Platz zehn.

Mit einem Trio innerhalb von neun Sekunden ging es in die letzten 20 Rennminuten. Die Führung erobert hatte derweil US-Boy Phil Denes im Porsche 911 GT3 R des Mahle Racing Team, dicht gefolgt von Trogen, auf Rang drei hatte sich nun das Mercedes-AMG e-Sports Team Winward mit dem ungarischen Truck-Europameister Norbert Kiss am Steuer des Mercedes-AMG GT3 vorgeschoben. Trotz aller Bemühungen von Trogen gab sich Denes keine Blöße mehr und er verteidigte souverän den Sieg mit einem Abstand von 2,161 Sekunden.


Die Sieger des ersten Rennens landeten nur auf Rang 13

Für den routinierten Werksfahrer Bruno Spengler reichte es mit Partner Kay Kaschube, mit dem er Meister in der ersten Saison des virtuellen Nordschleifen-Championats in der SP9 wurde, zu einem guten vierten Platz. Hinter dem Duo des Team BMW Bank im M4 GT3 reihte sich Elias Seppänen ein. Für den Finnen sowie den Esten Rainer Talvar langte es im BMW M4 GT3 von BS Competition dieses Mal nicht für einen Podestplatz. Das Duell der Generationen fand derweil nicht statt. Der Sieger des ersten Rennens, das Mercedes-AMG E-Sports Team HRT, bei denen der erst 16 Jahre alte Morris Schurring im Mercedes AMG neben Florian Denzler und Danny Giusa Platz nahm, landete auf einem enttäuschenden 13. Gesamtrang.

In der Cup2 wurden die Sieger des ersten Laufes, Marcus Jirak und Martin Ascher von Ascher Racing, auf den zweiten Platz verwiesen. Im Porsche 911 GT3 Cup siegte dieses Mal Coanda Simsport mit dem amerikanisch-britischen Duo Zac Campbell und David Williams. Rang drei holte das Team ieS Simracing Schweiz Cup mit Simon Amoser und dem Slowenen Gregor Ajd.

Auch in der SP3T konnten die Gewinner des Saisonauftakts nicht siegen. Das Team Heusinkveld mit Patrick Kubinji, Sven Glatzel und Roman Parschke im Audi RS3 LMS wurde Dritter. Corentin Guinez und Kieran Harrison sicherten dem Team CoRe SimRacing SP3T den großen Siegerpokal vor dem Team Marshmallow Racing mit Moritz Weinrich und Dennis Ronsdorf.

In der SP10 hatten die Sieger des ersten Rennens, CoRe Simracing, kurz vor Schluss Pech. Nils Carstensen und Nils Lorenz gewannen für das Team RSO im Porsche Cayman GT4. „Es war am Ende eng bei uns. Kurz vor dem letzten Boxenstopp haben wir uns entschieden, für eine Runde extra zu tanken. Auf den letzten Metern wurden wir aber von dem GT3-Sieger überholt, insofern wäre das gar nicht nötig gewesen. Leider hatte unser ärgster Verfolger kurz vor Schluss noch einen Zwischenfall. So blieb das direkte Duell in der Schlussphase letztlich aus“, sagte Carstensen. Der Österreicher Pascal Stix konnte sich mit Maxim Ramsteijn aus den Niederlanden im Porsche Cayman GT4 des CoRe Simracing SP10-Team aber mit Platz zwei trösten. Dritter wurde das Team Racefoxx mit Lukas Gabler und Kevin Krosny in einem weiteren Porsche Cayman.

Beim NIMEX 3h-Rennen gab es in allen Klassen neue Sieger, was die Ausgeglichenheit und Stärke des Starterfeldes unterstreicht. Dies macht den Kampf um die Meisterschaften umso attraktiver und spannender. Das dritte Saisonrennen findet am Sonntag, den 9. Januar 2022 erneut durch die Grüne Hölle. Beim Schütz GmbH Messtechnik 3h-Rennen schalten die Ampeln wie gewohnt um 13 Uhr auf Grün.
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