Dienstag, 19. Januar 2021
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Rallye Dakar
05.01.2021

Reifendrama zum Trotz; Przygonski und Gottschalk wahren Chance auf Top-Fünf

Drei Reifenschäden, Dünenquerungen, Trial-Abschnitte und Navi-Kopfzerbrechen – Tag drei der Rallye Dakar in Saudi-Arabien hatte es für Jakub „Kuba“ Przygonski und Timo Gottschalk in sich. Auf der Schleife rund um Wadi ad-Dawasir wahrte das polnisch-brandenburgische Duo jedoch ihre Chancen auf das ausgegebene sportliche Ziel: die Top Fünf.

Während große Favoriten auf den Gesamtsieg mit Navigationsfehlern, Überschlägen oder technischen Problemen erheblich Zeit verloren, blieben sich Przygonski und Gottschalk treu – mit einer soliden Leistung von Fahrer und Beifahrer. Zwar verloren sie mit bewusst vorsichtiger Fahrt in der zweiten Etappenhälfte 22 Minuten auf die überragenden Tagessieger Nasser Al-Attiyah/Matthieu Baumel (QAT/FRA, Toyota). Sie liegen in der Gesamtwertung aber auf Augenhöhe mit Sébastien Loeb/Daniel Elena (FRA/MCO, Prodrive) oder Carlos Sainz/Lucas Cruz (ESP/ESP, Mini) auf Rang fünf. Die Gesamtführung behaupteten Stéphane Peterhansel/Edouard Boulanger (FRA/FRA, Mini).

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Jakub "Kuba" Przygonski nach Etappe 03 der Rallye Dakar 2021: „Prüfung drei bei der „Dakar“ lief nicht so gut für uns. Drei Reifenschäden haben viel Zeit gekostet. Wegen der nötigen Wechsel und natürlich, weil wir es bis ins Ziel vorsichtig angehen lassen mussten. Am Ende sind wir aber happy, dass wir das Ziel erreicht und Platz fünf in der Gesamtwertung verteidigt haben.“

Timo Gottschalk nach Etappe 03 der Rallye Dakar 2021: „Ein harter Tag für uns. Schon nach etwa 15 Kilometern hatten wir den ersten Reifenschaden – Stein getroffen, klare Sache. Auch dort, wo sich viele Crews verfahren haben, mussten wir kurz nach dem Weg suchen – haben die richtige Route aber schnell gefunden. Doch dabei haben wir uns gleich zwei Reifenschäden auf ein Mal eingefangen und wissen nicht so recht, warum. Von da an war Vorsicht gefragt, weil wir keine Ersatzreifen mehr hatten. Entsprechend sind wir ohne Risiko ins Ziel gefahren.“

Die Route führte an Tag drei von und nach Wadi ad-Dawasir. Canyons und knifflige Abzweige prägten das Bild, sandiger Untergrund machte den Fahrern zu schaffen. Einige leichte Dünen der Kategorie 1 waren ebenso auf der Agenda wie verwundene Pfade zwischen Bergen aus schwarzem Gestein sowie ausgewaschenen Flußbetten.