Samstag, 8. Mai 2021
Motorsport XLDas Motorsport MagazinVorschau Abonnement
Formelsport Allgemein
21.04.2021

Patrick Schober unterwegs in Ungarn

Die erste Veranstaltung der FIA-CEZ und der Österreichischen Rennwagenmeisterschaft fand letztes Wochenende am Hungaroring statt. Auch für Patrick Schober gab es die motorsportliche Premiere in diesem Jahr und er stand mit seinem Formel 4 am Start zu den beiden Rennen auf der ungarischen Formel 1 Strecke.

Erneut scheint in diesem Jahr der ungarische Vorjahresgesamtsieger Benjamin Berta sein größter Konkurrent zu sein. Berta wurde als Lokalmatador seiner Favoritenrolle am Hungaroring gerecht. „Offenbar scheinen die Ungarn in Ungarn nicht zu schlagen zu sein, aber leider hatten wir auch ein technisches Handikap“, so Patrick Schober.

Anzeige
Von Beginn an gab es im Team von Procar Motorsport ein Problem nach dem anderen. Nicht nur in den freien Trainings, wo es Schwierigkeiten mit der Frontflügelaufhängung gegeben hat, sondern auch im Qualifying, das Schober ohne Anzeige am Lenkrad fahren musste. Alle diese Fehler konnten behoben werden, bis auf das größte Problem: Ein seltsames Ölleck am Motor machte jede Ausfahrt zur möglichen Harakiri Gefahr für den Motor.

Bei Procar Motorsport konnte man dann vor dem ersten Rennen feststellen, dass dieser Ölverlust aus der Gehäuseentlüftung kommt, die nach einem kleinen, im Getriebe integrierten Catchtank, über einen Filter ins Freie geht, und von wo jedes Mal rund ein viertel Liter Öl unter der Motorabdeckung versprüht wird.

Um allerdings die Rennen und somit notwendige Punkte zu retten, improvisierte Procar Motorsport. Nachdem immer fehlendes Öl aufgefüllt wurde, konstruierte man aus Lappen und Plastiktüten ein Auffangsystem, um die Ölverschmutzung zu reduzieren. Patrick Schober dagegen hatte die Aufgabe, sich eher auf die Motordaten der Digitalanzeigen zu konzentrierten und einfach die Rennen zu Ende zu fahren, um die Punkte mitzunehmen.

Die Öldruckanzeige war in diesen Fall dann wichtiger als den Lokalmatador zu jagen, der aber auch ohne die Probleme Schobers wahrscheinlich zu diesem Zeitpunkt nicht zu schlagen gewesen wäre, so die realistische Einschätzung des Teams um Patrick Schober.

Das nächste Rennen findet Ende April/Anfang Mai in Monza statt – dort werden die Karten neu gemischt und Patrick Schober ist optimistisch, dass es in Italien wieder besser aussieht als in Ungarn. Vorher muss aber noch das Problem des Überdrucks im Motor gefunden werden.