Donnerstag, 28. Oktober 2021
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ADAC GT Masters
02.10.2021

Titelkampf spitzt sich zu: dritter Saisonsieg für Porsche-Duo Jaminet/Ammermüller

Premiere auf dem Sachsenring: Die Porsche-Piloten Mathieu Jaminet (26/F) und Michael Ammermüller (35/Rotthalmünster, beide SSR Performance) fuhren im Samstagsrennen der Deutschen GT-Meisterschaft auf dem Sachsenring nicht nur zu ihrem dritten Saisonsieg, sondern sorgten auch für den ersten Porsche-Sieg auf der anspruchsvollen Berg-und-Tal-Bahn im ADAC GT Masters.

Luca Stolz (26/Brachbach) und Maro Engel (36/Monte Carlo, beide Mercedes-AMG Team Toksport WRT) arbeiteten sich mit dem dritten zweiten Platz in Folge noch näher an die Tabellenspitze, während die Audi-Fahrer und Tabellenführer Ricardo Feller (21/CH) und Christopher Mies (31/Düsseldorf, beide Montaplast by Land-Motorsport) sich mit Rang drei im Titelkampf weiter stark präsentieren. „Toll, dass uns hier der erste Sieg für Porsche gelungen ist“, sagte Mathieu Jaminet. „Es war ein perfekter Tag: Dank Pole und Sieg haben wir 28 Punkte geholt. Die sind sehr wichtig im Titelkampf, denn dieser ist in diesem Jahr wieder sehr eng mit gleich mehreren Fahrzeugen.“

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Nachdem Porsche-Werksfahrer Jaminet bereits im Qualifying mit seinem zweiten Pirelli Pole Position Award der Saison seinen Speed aufgezeigt hatte, war er auch in der ersten Rennhälfte das Maß der Dinge: Der Franzose blieb beim Start vorn und fuhr anschließend einen Vorsprung von rund zweieinhalb Sekunden auf Verfolger Luca Stolz im Mercedes-AMG heraus. Der Mercedes-AMG-Werksfahrer kam zur Rennmitte eine Runde früher zum Pflichtboxenstopp, was sich jedoch nicht auszahlte. Jaminets Partner Ammermüller blieb vorn und gewann am Ende mit 2,102 Sekunden Vorsprung auf Maro Engel, der von Stolz übernommen hatte. Für Ex-Meister Jaminet und Titelverteidiger Ammermüller war es nach Oschersleben und Red Bull Ring der dritte Saisonsieg. Sie verbesserten sich damit auf den zweiten Gesamtrang.

Rang drei ging mit knapp fünf Sekunden Rückstand an die Tabellenführer Ricardo Feller und Christopher Mies im besten Audi. Feller gewann zudem die Pirelli-Junior-Wertung. In der Gesamtwertung führen sie nun mit sechs Punkten auf Jaminet/Ammermüller und den punktgleichen Raffaele Marciello (26/I) und Maximilian Buhk (28/Hamburg, beide Mann-Filter Team Landgraf – HTP/WWR), die mit ihrem Mercedes-AMG GT3 Evo in den Schlussphase noch Druck auf den drittplatzierten Audi von Feller/Mies machten, sich aber mit Rang vier zufriedengeben mussten.

Thomas Preining (23/A) und Titelverteidiger Christian Engelhart (34/Starnberg, beide Küs Team Bernhard) machten mit ihrem Porsche im Rennen fünf Positionen gut und holten als Fünfte ihr bisher bestes Ergebnis der Saison. Charles Weerts (20/B) und Dries Vanthoor (22/B, beide Team WRT) kamen mit ihrem Audi auf Platz sechs, dahinter platzierten sich Klaus Bachler (30/A) und Simona De Silvestro (33/CH, beide Precote Herberth Motorsport) in einem weiteren Porsche. Lokalmatador Maximilian Paul (21/Dresden) und Marco Mapelli (34/I) wurden Achte und sammelten im besten Lamborghini Huracán GT3 Evo beim Heimspiel wichtige Punkte für die Dresdner Mannschaft T3 Motorsport. Neunte wurden Igor Waliłko (24/PL) und Jules Gounon (26/F, beide Team Zakspeed Mobil Krankenkasse Racing), die mit ihrem Mercedes-AMG aus der ersten Reihe ins Rennen gegangen waren, aber wegen eines Vergehens beim Start eine Penalty Lap absolvieren mussten. Die Top 10 vervollständigten Nick Yelloly (29/GB) und Jesse Krohn (31/FIN, beide Schubert Motorsport) im einzigen BMW M6 GT3 im Feld.

Der Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung für nicht-professionelle Piloten ging an Florian Spengler (33/Ellwangen), der sich im Audi R8 LMS von Car Collection Motorsport mit Ex-Formel-1-Pilot Markus Winkelhock (41/Zdiměřice) abwechselte.

Pech hatten die bisherigen Meisterschaftsdritten Mirko Bortolotti (31/I) und Albert Costa Balboa (31/E, beide GRT Grasser Racing Team), die in Runde 18 auf Platz drei liegend mit einem technischen Problem ausrollten.

Mathieu Jaminet: „Hier an der Spitze zu fahren ist ein großer Vorteil, da man in den schnellen Kurven viel Abrieb verliert, wenn man hinter jemandem herfährt. Ich habe versucht, eine möglichst große Lücke herauszufahren und dann an Michael zu übergeben. Unser Ziel heute war es zu gewinnen, denn wir konnten uns nicht noch mal ein schlechtes Wochenende wie am Lausitzring im Titelkampf leisten. Daher war das Motto ‚All in‘. Wir nähern uns wieder immer mehr der Tabellenspitze. Es wird noch interessant im Titelkampf.“

Michael Ammermüller: „Wir sind weiter im Rennen um die Meisterschaft. Heute war ein wichtiger Tag für uns. Mathieu hat einen super Job im Qualifying und im ersten Stint gemacht. Wir haben beide das Maximum aus dem Auto rausgeholt. Am Ende wurde es noch mal knapp – wie immer im ADAC GT Masters. Unser Ziel ist es, wieder Meister zu werden, mit unseren heutigen Leistungen schaut es ganz gut aus. Hoffentlich geht es so weiter. Das war heute ein perfektes Rennen für uns.“