Freitag, 23. Oktober 2020
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RCN
25.09.2020

Erfolgreicher Auftritt und Premierensieger

Als fester Bestandteil des ADAC Total 24h-Rennens ging die Rundstrecken-Challenge Nürburgring am Donnerstagmorgen an den Start. 109 Teilnehmer starteten an diesem Tag, der diesmal kein Feiertag war. Das Wetter erschien unbeständig, zunächst war die Strecke an vielen Stellen noch feucht, trocknete aber anschließend schnell ab.

So hatten die Fahrer, speziell die Teams der ersten Startgruppe, zu Beginn noch einige Schwierigkeiten mit dem Grip der Strecke. Die überwiegende Zahl der Starter ging mit Slicks auf die Reise, einige entschieden sich aber auch für die sichere Variante und fuhren auf Regenreifen.

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Die drei Top-favorisierten Teams im Kampf um die RCN-Meisterschaft wahrten auch in diesem Lauf ihre Titel-Chancen. Dr. Stein Tveten (Bad Honnef, BMW 325i) gewann zum vierten Mal die Klasse V4 und baute so seine Tabellenführung aus. „Am Anfang bin ich sehr vorsichtig unterwegs gewesen, da die Strecke doch sehr rutschig war. Anschließend bin ich etwas schneller geworden und habe zum Schluss meine Führung dann nur noch verteidigt.“

Ludger Henrich/Jürgen Schulten (Schmitten/Hamminkeln, Opel Astra) schafften den fünften Sieg in der Klasse H3, aufgrund der geringeren Starterzahl liegen sie allerdings etwas zurück auf Tabellenrang zwei. Henrich: „Wir sind auf Regenreifen gestartet. Das war zu Beginn sicherlich die richtige Entscheidung. Zur Halbzeit haben wir dann auf Slicks gewechselt und den Erfolg eingefahren. Das Auto war perfekt.“

Titelverteidiger Kevin Totz (Brakel, BMW 325i) fuhr diesmal mit Christopher Rink (Frankfurt), da sich sein Stammpartner Carsten Meurer (Welcherath) krank abgemeldet hatte. Auf der Strecke lief es dann auch nicht rund. Zunächst leistete sich Totz einen Dreher auf der rutschigen Fahrbahn, anschließend kämpfte er sich aber vehement zurück und lag zur Halbzeit mit acht Sekunden in der Klasse vorn. Doch dann kam die Hiobsbotschaft. Totz war in einer Code-60-Zone zu schnell gewesen und bekam eine 40 Sekunden Zeitstrafe. Rink brachte den BMW anschließend auf Platz eins in der V4 ins Ziel, gewertet wurde das Duo als Dritter.

Totz behauptete Rang drei in der Meisterschaftstabelle vor Achim Feinen (Müllenbach, BMW 318iS) aus der V2 und Andreas Herwerth/Fabia Sacchi(Bretzfeld/Weinsberg, Porsche Cayman) aus der Klasse V5.

Seinen ersten Gesamtsieg in der familiären GT- und Tourenwagen-Breitensportserie holte sich an diesem Tag Volker Garrn (Guderhandviertel, VW Golf TCR): „Es hat alles prima funktioniert. Die kritischen ersten Runden habe ich gut überstanden und die Technik hat gehalten. Nach der Pokalübergabe muss ich schnell nach Hause, dort wartet noch viel Arbeit auf mich.“ Garrn ist Obstbauer in Norddeutschland und wurde bei der Ernte dringend benötigt.

Bernd Kleeschulte (Büren, BMW M3 GTR) fuhr auf Platz zwei und siegte in der Klasse H7: „Das war mein erster RCN-Start in dieser Saison. Die Bedingungen waren sehr schwierig, aber mit dem Ergebnis bin ich zufrieden.“ Gaststarter Arno Klasen (Karlshausen, Porsche Cayman) belegte bei dem Testeinsatz Rang drei vor den Siegern der Klasse RS7 Daniel Reuter/Jan Weber (beide Dillenburg, BMW M3).

Platz fünf für Florian Pröbstl (Hohenpeißenberg, BMW M3) aus der H7: „Eine Veranstaltung an einem normalen Wochentag war nicht einfach zu organisieren. Aber in meiner Schreinerei habe ich gute Leute. Und wenn etwas liegen geblieben ist, wird am Wochenende gearbeitet.“ Neuling Daniel Mertens (Müllenbach, Hyundai N30i) gewann bei seinem ersten Saisoneinsatz direkt die Klasse VT2.

V4-Sieger Tveten belegte einen starken siebten Gesamtplatz vor Andreas Simon/Torsten Kratz (Schweiz/Österreich, BMW 330), den Zweitschnellsten aus der Klasse VT2. Dahinter folgten mit Christian Schotte (Leimbach, BMW 325i) und Totz/Rink zwei weitere Starter aus der Klasse V4.

Sascha Prüter (Schweiz, Porsche Cayman GT4 CS) gewann die Cayman-Cup-Klasse und fuhr dadurch auf Gesamtrang elf vor Bernd Strenge (Woinzach, Audi TT) aus der Klasse RS3.

Willi Hillebrand RCN Serien Manager: „Wir starten sehr gern im Rahmen des 24h-Rennens auf dem Nürburgring. Diesmal waren die Voraussetzungen etwas Besonderes. Der Donnerstag war diesmal ein normaler Werktag. Deshalb waren wir auch mit der Teilnehmerzahl, die deutlich unter der eines normalen 24h-Rennens lag, zufrieden, Die Veranstaltung selbst war gut, ein Lob an die Starter.“