Montag, 28. September 2020
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14.09.2020

Edwin Waldhier ist Meister der PSCCE

Beim dritten und letzten Rennwochenende der PSCCE am Autodrom Most kam es zum erwarteten Showdown im Meisterschaftsrennen. Der Titelkampf in der Porsche Sprint Challenge Central Europe 2020 erreichte an diesem Wochenende seinen Höhepunkt. Sowohl in der Gesamtwertung als auch in den Kategorien PRO, ProAM und AM war die Entscheidung um die begehrten Clubsport-Titeltrophäen noch völlig offen. 24 Fahrer aus acht Nationen hatten am Renntag in Most mit zwei Qualifyings, zwei Sprint- und einem Endurance-Rennen ein intensives Programm vor sich.

Den kühlsten Kopf in diesem Krimi behielt Edwin „Eddy“ Waldhier (Junior Team Germany). Der 26-Jährige aus Sindelfingen (DEU) sicherte sich mit einer eindrucksvollen Leistung im zweiten Sprintrennen den Sieg und konnte somit Kontrahent Sascha Halek (AUT, PZWNRacing) im Titel-Duell noch abfangen. Für Waldhier ist es der größte Erfolg seiner noch kurzen Rennfahrer-Karriere. Erst kurz vor Saisonstart setzte er sich im „Super Racer“-Casting gegen Tausende andere Bewerber durch und bekam so ein Cockpit bei Lechner Racing in der PSCCE. Den Umstieg vom Rennsimulator ins Rennauto krönt nun der Meistertitel. Geschenkt hatte die Konkurrenz Waldhier im Laufe der Saison jedoch nichts, auch nicht beim Finale: Halek lotete in Most mehrfach die Grenzen der Fahrphysik und Fahrbahn aus, dennoch war der dritte Rang zu wenig für den Gesamtsieg. Mit zwei Laufsiegen und Gesamtrang 2 geht aber auch für ihn eine erfolgreiche PSCCE-Debütsaison zu Ende. Most sah am Renntag auch einen neuen Sieger: Mit Jimmy Llibre (MOMO-Megatron) aus der Dominikanischen Republik gab es den vierten unterschiedlichen Sprintsieger der Saison. In einem packenden Dreikampf mit Jonas Greif (DEU, Junior Team Germany) und Halek im ersten Sprint des Tages rettete Lilbre einen Wimpernschlag Vorsprung über die Ziellinie.

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Seinem Namen alle Ehre macht Freddy Fast (AUT, Freddy Fast Racing), der sich ab sofort auch Champion der ProAm-Kategorie nennen darf. Mit zwei weiteren Klassensiegen, zweimal vor Lokalmatador Milan Sitniansky (CZE, Sportgarage), fixierte er klar den Titel. Knapp war das Rennen um den Meisterpokal in der AM-Kategorie, wo letztlich nur zwei Punkte den Unterschied zugunsten Svetlana Gorbunova (RUS, #JokerRacing) ausmachen. Die AM-Klassensiege in Most gingen an Holger Schick und Leo Willert.

Llibre und sein Teamkollege Marius Morosan (ROU) sorgten im Langstreckenrennen für Furore. Bis zehn Minuten Schluss führte das MOMO-Megatron-Duo das Rennen an, doch dann zog „Lokomotive“ Waldhier an den Führenden vorbei. Weil sich auch Sattler/Janits (Storage24.de) noch vorbeischoben, blieb Llibre/Morosan nur Platz 3. Mit dem zweiten Endurance-Sieg des Jahres sackten Waldhier und Partner Greif (Junior Team Germany) auch den Gesamtsieg in der Endurance- und der Teamwertung ein.

Edwin Waldhier (Gesamtsieger Porsche Sprint Challenge Central Europe 2020): „Weil ich die ‚Pole‘ knapp verpasst habe, war ich ziemlich geknickt. Meine Familie hat mich dann aufgebaut. Im Rennen hatte ich ein Déjà-vu, wie in Salzburg bin ich beim Start auf Rang 3 zurückgefallen, auch hinter Halek. Ich habe gekontert und bin sogar noch zum Sieg gefahren. Vor 115 Tagen war ich noch kein Rennfahrer, jetzt bin ich Meister – unglaublich!“

Freddy Fast (Gesamtsieger ProAM PSCCE 2020): „Auch wenn es ‚Clubsport‘ heißt, alle Piloten sind voll motiviert und möchten gewinnen, da verliert keiner gern! Aber wir sind eine große Familie, und jeder kann sich mit den anderen mitfreuen. Dieses Wochenende werden wir sicher alle nicht so schnell vergessen.“

Svetlana Gorbunova (Gesamtsiegerin AM PSCCE 2020): „Zuallererst bin ich froh, dass die Saison 2020 überhaupt stattfinden konnte. Ich war sehr motiviert nach Platz 2 im Vorjahr. Am Salzburgring lief es nicht so gut für mich, aber es gab noch eine Chance und für mich war klar, ich gebe nicht auf! Das zweite Sprintrennen brachte mir dann den Titel. 2021 komme ich wieder, dann vielleicht als ProAM.“

Robert Lechner (Sporting Director PSCCE): „Wir haben ein spannendes und faires Final-Wochenende ohne Safety-Car-Unterbrechungen erlebt. Es macht uns natürlich stolz, dass der neue Champion Eddy Waldhier eine Entdeckung von Lechner Racing ist und er das in ihn gesteckte Vertrauen so erfolgreich umsetzen konnte. Kompliment auch an alle anderen Fahrer für die tollen Leistungen, die wir in dieser Saison gesehen haben. Walter und ich möchten uns auch bei allen Partnern und Mitarbeitern bedanken, die die zweite Saison der PSCCE ermöglicht haben.“