Donnerstag, 22. Oktober 2020
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30.09.2020

Doppelsieg in der GTR2-Klasse für Niklas Koch auf dem Sachsenring

Nach zwei Jahren Pause gastierte die DMV BMW-Challenge wieder auf dem Sachsenring. Mit 53 eingeschriebenen Startern war dies das größte Starterfeld in der über zehnjährigen Geschichte der Rennserie.

Nach dem Premierensieg im RacePark Meppen von Niklas Koch Anfang August, wo nur sehr wenige GTR-Fahrzeuge am Start waren, war dies nun die Gelegenheit für den 19-jährigen Nachwuchspiloten, sich wieder mit Kontrahenten auf Augenhöhe zu messen.

Das Wochenende begann für Niklas sehr vielversprechend: Das freie Training am Freitag, welches im Regen absolviert wurde, beendete er mit seinem vom Griesheimer SCHIRRA-Team vorbereiteten Renn-MINI als Schnellster aller Klassen. Im Zeittraining verzockte sich Niklas jedoch. Er unterschätzte die abtrocknende Strecke und wechselte zu spät von Regenreifen auf Slicks. So schaffte er in der verbliebenen Zeit keine freie und schnelle Runde mehr. Startplatz 14 war nicht das Ergebnis, das er sich nach dem freien Training erhofft hatte.

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Das erste Rennen des Wochenendes startete der vom ADAC Hessen-Thüringen geförderte Youngster von Startplatz 14. Im Trockenen auf Slicks kämpfte sich Niklas mit seinem MINI bis zum Fallen der Zielflagge bis auf Platz sieben nach vorne. Vor ihm lagen fast ausnahmslos Fahrzeuge aus der stärkeren GTR1-Klasse. Somit konnte Niklas den Sieg in der GTR2-Klasse feiern.

Das zweite Rennen am darauf folgenden Tag fand bei strömendem Regen statt. Unmittelbar nach dem Start bei starker Gischt berührte ein Kontrahent den MINI von Niklas, sodass dieser ab 140 km/h starke Vibrationen im Fahrzeug verspürte. Später stellte sich heraus, dass durch den Schlag die Spur des Fahrzeugs verstellt war. Davon unbeeindruckt begann Niklas eine Aufholjagd auf die Spitze und konnte trotz des leicht havarierten MINIs die schnellste Rennrunde bei diesen Bedingungen fahren. Doch ganz ohne Konsequenzen blieb die verstellte Spur nicht: Bereits auf Position zwei liegend, warf Niklas ein Dreher wieder etwas zurück – allerdings konnten er den zweiten Gesamtrang weiterhin verteidigen. Kurz vor Rennende stoppte dann eine Saftycar-Phase die Aufholjagd von Niklas. Leider kam es zu keinem Re-Start, da die Renndauer abgelaufen war, bevor die Strecke von den havarierten Fahrzeugen geräumt werden konnte. So blieb für den Südhessen ,nur‘ der zweite Gesamtrang allerdings abermals der Sieg in der GTR2-Wertung.

„Einerseits bin ich glücklich, auf dieser sehr anspruchsvollen Strecke bei diesem großen Starterfeld den zweiten Gesamtrang und den Sieg in der GTR2-Klasse erreicht zu haben, andererseits hatte ich gehofft, dass das Saftycar die Strecke rechtzeitig wieder verlässt, um noch um den Gesamtsieg kämpfen zu können“, äußerte sich Niklas nach Rennende. 

Niklas konnte seine Führung in der GTR2-Wertung also weiter ausbauen und er freut sich jetzt schon auf den vierten Lauf der Serie auf dem Nürburgring in drei Wochen – nur eine Woche nach dem Großen Preis von Deutschland der Formel 1, wo bis zu 20.000 Zuschauer zugelassen sind. „Ich hoffe, dass auch zu unserer Veranstaltung am Ring dann wieder Zuschauer dabei sein dürfen – trotz der Corona-Pandemie. So schön das Rennen am Sachsenring auch war und so toll diese Strecke auch ist, doch ohne Zuschauer fehlt einfach etwas“, stellte der gebürtige Crumstädter abschließend fest.