Sonntag, 29. November 2020
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27.10.2020

Das sind die BMW Motorsport SIM Racing Gaststarter

Am Dienstagabend um 19 Uhr beginnt das Grand Finale der DTM Esports Championship, in der bei insgesamt vier Rennevents Profi-Sim-Racer gemeinsam mit sechs Profi-Rennfahrern in Teams gegeneinander angetreten sind. Als Team-Kapitäne mit dabei: die BMW DTM-Fahrer Lucas Auer (AUT), Timo Glock (GER) und Sheldon van der Linde (RSA).

Während das „Team Sheldon van der Linde“ als aktuell Führendes beim Finale um den Gesamtsieg kämpft, ist wie bei jedem Rennen auch diesmal wieder ein Gastarter im BMW M4 DTM dabei: der Hybrid-Racer Cem Bölükbasi (TUR). Vor ihm waren bereits Influencer Jimmy Broadbent (GBR), BMW Werksfahrerin Beitske Visser (NED) und Tennis-Profi Florin Mergea (ROU) angetreten. Vor dem letzten Event der Saison stellen wir die BMW Motorsport SIM Racing Gaststarter vor.


Jimmy Broadbent: der Influencer

Jimmy Broadbent ist nicht nur selbst begeisterter Sim-Racer, er begeistert als YouTuber auch eine Community von mehr als 500.000 Fans mit seinen Rennen sowie seinen Reportagen über Sim-Racing und Esports. Er ist in der Szene eine feste Größe und ein gern gesehener Gast in allen virtuellen Rennserien, die es gibt. Auch mit BMW Motorsport SIM Racing hat Broadbent bereits vor seinem Einsatz in der DTM Esports Championship oft zusammengearbeitet.

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Sein Fazit zum Gaststart in der DTM Esports Championship: „Die Sim-Racer, die an der DTM Esports Championship teilnehmen, sind für mich so etwas wie Aliens. Es ist unglaublich, wie schnell sie sind und was sie leisten. Ich denke, ich bin ganz gut im Simulator, aber diese Jungs spielen in einer ganz anderen Liga. Meine Community fand es super zu sehen, wie ich mich im Vergleich zu den Sim-Racern und den realen DTM-Fahrern schlage. Und sie war genauso wie ich beeindruckt von dem extrem hohen Level der Meisterschaft.“


Beitske Visser: die Racerin

Beitske Visser beweist seit vielen Jahren auf der realen Rennstrecke, dass sie als Frau auf höchstem Niveau Rennen fahren und gewinnen kann. Nicht umsonst hat sie erfolgreich das BMW Motorsport Junior Programm durchlaufen und den Sprung zur BMW Werksfahrerin geschafft. In der Debütsaison der W Series 2019, in der einige der besten Rennfahrerinnen der Welt im Rahmenprogramm der DTM gegeneinander antreten, wurde sie Vize-Meisterin.

2020 holte sie sich in überlegender Manier den Titel – jedoch nicht in der realen, sondern der aufgrund der Pandemie ausgetragenen virtuellen W Series. Nicht nur dort, sondern auch in zahlreichen weiteren Rennserien hat sie bewiesen, dass sie im Sim-Racing zu den besten Profi-Rennfahrern zählt. „Ich habe schon immer einen Simulator genutzt, um mich auf meine realen Rennen vorzubereiten“, sagt Visser. „Aber im Zuge der Pandemie habe ich mir auch für mein Zuhause einen zugelegt und begonnen, online Rennen zu fahren. Das macht mir ebenfalls sehr viel Spaß und hilft mir dabei, meine Sinne zu schärfen.“

Ihr Fazit zum Gaststart in der DTM Esports Championship: „Ich habe meinen Start in der DTM Esports Championship auf dem Kurs in Zolder sehr genossen. Der BMW M4 DTM ist cool zu fahren. Das Niveau unter den Profi-Sim-Racern war extrem hoch, aber ich hatte sehr viel Spaß.“


Florin Mergea: der Tennis-Profi

Florin Mergea ist nicht nur Botschafter von BMW Romania und einer der weltweit besten Doppelspieler im Tennis, er ist auch begeisterter und ambitionierter Sim-Racer. Als Tennis-Profi erreichte Mergea in seiner Karriere zweimal ein Grand-Slam-Halbfinale im Doppel und gewann die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 2016. Nun bereitet er sich auf den Start bei den kommenden Olympischen Spielen in Tokio (JPN) 2021 vor.

In der aktuellen Pandemie hat er seine Leidenschaft zum Sim-Racing auf ein neues Level gehoben. „Erst im vergangenen Jahr habe ich aufgrund der Pandemie mehr Zeit ins Sim-Racing investiert. Davor war es nur ein Zeitvertreib zwischen den Tennis-Turnieren“, sagt Mergea, der in diesem Jahr unter anderem in der Racing League Romania Season 5 powered by BMW am Start war. Seit 2014 hat er einen eigenen Simulator zu Hause, den er sukzessive optimiert. Denn für ihn ist Sim-Racing mittlerweile mehr als nur ein Hobby. „Der mentale Aspekt des Sim-Racings hilft mir auch fürs professionelle Tennisspielen, weil ich lerne, mich ohne Pausen, die ich im Tennis ja immer wieder habe, über einen längeren Zeitraum voll zu konzentrieren. Das ist eine Belastung, die ich sonst nicht so intensiv trainiere“, erklärt Mergea. Und er hat auch schon eine Vision für die Zukunft nach dem Tennis: „Wenn ich meine Tenniskarriere einmal beendet habe, kann ich mir gut vorstellen, auch ins professionelle Sim-Racing einzusteigen.“

Sein Fazit zum Gaststart in der DTM Esports Championship: „Ich bin seit 2015 Botschafter für BMW Romania und war schon immer ein Fan der Marke. Entsprechend groß war die Freude, im Rahmen der DTM Esports Championship einmal den BMW M4 DTM ausprobieren zu können. Es hat großen Spaß gemacht. Es war für mich eine fantastische Erfahrung, mit professionellen Rennfahrern und Sim-Racern im gleichen Rennen antreten zu können.“


Cem Bölükbasi: der Hybrid-Racer

Cem Bölükbasi ist gleichzeitig in zwei Welten zu Hause – im realen und im virtuellen Rennsport. Im Gegensatz zu Beitske Visser, die das Sim-Racing als Zusatz zum realen Rennsport betreibt, sind bei Bölükbasi beide Bereiche gleichberechtigt. „Ich habe mit realem Racing angefangen, bis ich irgendwann nicht mehr das Budget zusammenbekommen habe, um damit weiterzumachen“, sagt Bölükbasi. „In der Zeit bin ich zum Sim-Racing gekommen. Das war 2015. Meine erste professionelle Sim-Racing-Karriere begann mit F1 Esports. Ich war damals der Erste, der einen Vertrag mit einem professionellen Esports Team geschlossen hat.“ 2018 schaffte er es in der Weltrangliste von F1 Esports auf Platz zwei und baute sich durch seine Erfolge und seine Aktivitäten auf verschiedenen Social-Media-Kanälen eine große Fan-Community auf. Seine Profile auf YouTube und Instagram haben weit mehr als 100.000 Abonnenten.

Doch trotz seiner Erfolge als Sim-Racer ist er seit 2019 auch wieder regelmäßig im realen Renneinsatz. „Das Team Borusan Otomotiv hat mir die Gelegenheit gegeben, in den realen Rennsport zurückzukehren und mit dem BMW M4 GT4 in der GT4 European Series anzutreten“, sagt Bölükbasi. „Sie haben mir vertraut und gesagt: ‚Wow, der Kerl ist gut im Simulator. Mal sehen, was er im realen Rennfahrzeug kann.' Dafür kann ich mich nur bedanken.“

Erst am vergangenen Wochenende hat er in Spa-Francorchamps (BEL) einen Klassensieg im BMW M4 GT4 gefeiert. Nun wird er am Dienstagabend als vierter Gaststarter der DTM Esports Champonship im virtuellen BMW M4 DTM antreten.

Das Grand Finale der DTM Esports Championship im Livestream: www.twitch.tv/bmwmotorsport.