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18.09.2020

BMW in der V10 R-League: Interview mit Kevin Siggy

Die erste Saison der neu geschaffenen Sim-Racing-Serie V10 R-League hat begonnen. An den ersten beiden Matchdays hat das BMW Motorsport SIM Racing Team einen Sieg und eine Niederlage eingefahren. Pro Matchday sind jeweils drei der vier Teammitglieder am Start und kämpfen in drei verschiedenen Rennformaten gegen einige der größten Namen im Sim-Racing um den Sieg.

Für das BMW Motorsport SIM Racing Team bestritten Team Redline Fahrer Kevin Siggy (SLO), Cem Bölükbasi (TUR) von BS+COMPETITION und Coque Lopéz (ESP) die ersten beiden Events. Diese bestehen jeweils aus den drei Rennformaten Head-to-Head, Relay Race und Team Race. Gefahren wird mit einem extra für die Rennserie entwickelten virtuellen Formelfahrzeug. Zum Auftakt unterlag das BMW Motorsport SIM Racing Team der Mannschaft von Porsche24 Redline, an Matchday 2 folgte ein klarer 3:0-Sieg gegen das JAESA Team Suzuki. Siggy sicherte aufgrund seiner bereits großen Erfahrung mit der Sim-Racing-Plattform Assetto Corsa den BMW Erfolg und wurde an Matchday 2 unter den Fahrern aller acht Teams zum „Driver of the Day“ ernannt.

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Im Interview spricht Siggy über seine Rückkehr in die BMW Motorsport SIM Racing Familie und die speziellen Herausforderungen der V10 R-League.

Kevin, nachdem Sie die „ABB Formula E Race at Home Challenge“ im virtuellen BMW iFE.20 gewonnen haben: Willkommen zurück in der BMW Motorsport SIM Racing Familie!
Kevin Siggy: „Vielen Dank! Ich fühle mich geehrt, dass mich die Verantwortlichen von BMW Motorsport SIM Racing nach der ‚Race at Home Challenge' nun auch als Fahrer für die V10 R-League ausgewählt haben. Für mich ist das ein wichtiger Schritt in meiner Karriere als Sim-Racer.“

Wie sind die ersten Erfahrungen mit Ihren Kollegen vom BMW Motorsport SIM Racing Team?
Siggy: „Wir haben viel Spaß miteinander. Mit ihnen zu trainieren und während der Sessions und Rennen zu chatten, ist cool. Wichtig ist in der V10 R-League, dass wir als Team so gut wie möglich funktionieren. Daran arbeiten wir.“

Wie muss man sich diese Arbeit konkret vorstellen?
Siggy: „Ich bin bei uns im Team derjenige mit der meisten Erfahrung in Assetto Corsa, daher coache ich meine Teamkollegen und gebe ihnen Ratschläge, wo immer ich kann. Ich selbst fahre hauptsächlich auf der Plattform rFactor 2. Von dort ist die Umstellung auf Assetto Corsa relativ leicht, sofern man auf der Plattform vorher schon gefahren ist. Für die anderen, für die Assetto Corsa völlig neu ist, ist es deutlich härter, alle Tricks herauszufinden, wie man schnell ist. Vor allem, wenn man von iRacing kommt, ist es hart, sich an die völlig andere Fahrphysik anzupassen.“

Was war Ihr Highlight beim ersten Sieg des Teams an Matchday 2?
Siggy: „Auf jeden Fall das Team Race. Meine Teamkollegen haben das Fahrzeug immer in den Top-Vier gehalten, und ich musste dann nur noch zusehen, am auf der Strecke führenden Suzuki-Fahrer dranzubleiben. Denn uns war klar, dass er für mehrfaches Missachten der Track Limits eine Strafe bekommen würde. So war es dann auch und wir haben gewonnen. In dem Rennen bin ich auch meine schnellste Zeit gefahren, die mich zum ‚Driver of the Day' gemacht hat.“

Wie ist das speziell für die V10 R-League entwickelte Auto zu fahren?
Siggy: „Generell bin ich kein großer Fan von Formelfahrzeugen, aber vom Fahrverhalten dieses Autos bin ich sehr positiv überrascht. Ich habe es sehr genossen, damit Rennen zu bestreiten. Besonders das voreingestellte Set-up macht es einfach zu fahren. Der V10-Motor ist auch ziemlich cool. Einziges Problem sind manchmal die Reifen, die schnell überhitzen.“

Wie verläuft ansonsten Ihre Sim-Racing-Karriere im Moment?
Siggy: „Es läuft sehr gut. Ich bin nach wie vor beim Team Redline unter Vertrag, und wir haben schon einige Pläne für die Zukunft. Dann fahre ich natürlich weiterhin für das BMW Motorsport SIM Racing Team in der V10 R-League. Schauen wir mal, wie es danach weitergeht. Ich bin auf jeden Fall sehr gerne für BMW im Einsatz.“