Montag, 26. August 2019
Motorsport XLDas Motorsport MagazinVorschau Abonnement
Rallye WM
18.02.2019

Rallye Schweden: Zweiter Saisonlauf, zweites Podium für Citroën

Nach dem Sieg von Sébastien Ogier/Julien Ingrassia bei der prestigeträchtigen Rallye Monte Carlo zu Saisonbeginn jubelte das Citroën Total World Rally Team auch beim zweiten Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft 2019 auf dem Podium: Das finnische Nachwuchsduo Esapekka Lappi/Janne Ferm erkämpfte in ihrem zweiten WM-Einsatz im Citroën C3 WRC auf den verschneiten Pisten im winterlichen Schweden und im Nachbarland Norwegen einen starken zweiten Platz.

Das nach dem Sieg in Monte Carlo mit breiter Brust und dennoch dem nötigen Respekt nach Schweden gereiste Citroën Total World Rally Team musste früh einen Rückschlag wegstecken. Monte-Sieger Ogier, der nach seinem Triumph ungünstig als erster Pilot auf die verschneiten Prüfungen musste, rutschte am Freitagnachmittag zu Beginn der zweiten Etappenhälfte von der Strecke. Sein Auto blieb im Schnee stecken. Obwohl der Citroën C3 WRC den Ausritt unbeschädigt überstanden hatte, war damit der Tag – mit 137,41 Prüfungskilometern der längste der Rallye und fast komplett auf norwegischem Boden ausgetragen – für den Titelträger der vergangenen sechs WM-Jahre vorzeitig beendet. Teamkollege Lappi kam trotz eines frühen Drehers, bei dem die Aerodynamik seines Fahrzeugs erheblich beeinträchtigt wurde, immer besser in Tritt. Auf der letzten Prüfung des Tages markierte der 28 Jahre alte Finne die zweitbeste Zeit und verbesserte sich vom neunten auf den fünften Platz. 

Anzeige
Am Samstag deutete Ogier an, was ohne sein Missgeschick am Vortag in Schweden möglich gewesen wäre: Er erzielte mit seinem Citroën C3 WRC drei Prüfungsbestzeiten (WP 10, 11 und 14) und zwei weitere Top-Drei-Ergebnisse. Da Punkteränge nach seinem Ausfall am Vortag außer Reichweite waren, nutzte Ogier den Einsatz nunmehr als Test unter Wettkampfbedingungen. Auch Teamkollege Lappi stellte die Leistungsfähigkeit des Citroën C3 WRC eindrucksvoll unter Beweis: Er schob sich im Verlauf der acht Prüfungen mit 126 Prüfungskilometern auf den geteilten zweiten Platz nach vorn. Doppelter Höhepunkt der Etappe war das zweimalige Überfahren der berüchtigten Colin’s Crest. Über die spektakuläre Sprungkuppe – benannt nach dem ehemaligen Citroën-Piloten Colin McRae – fliegen die Fahrer vor den Augen von 10.000 Zuschauern teilweise 40 und mehr Meter weit. 

Auf den ersten beiden der insgesamt drei Prüfungen der kurzen Abschlussetappe (50,31 Prüfungskilometer) am Sonntag setzte sich Lappi mit zwei Top-Drei-Zeiten etwas von seinen beiden hartnäckigsten Verfolgern ab und ließ das Citroën Total World Rally Team mit seinem zweiten Platz zum zweiten Mal in Folge auf dem Podium jubeln. Auf der finalen Powerstage sammelten Ogier (4.) und Lappi (5.) darüber hinaus noch Bonuspunkte. 

Es gab noch einen weiteren Grund zur Freude bei Citroën: Mit dem elften Gesamtplatz sicherten sich Mads Østberg und Beifahrer Torstein Eriksen den Sieg in der Klasse WRC2 Pro. Eine gelungene Premiere: Es war ihr erster Einsatz im Citroën C3 R5 auf Schnee.