Mittwoch, 20. Februar 2019
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Rallye Dakar
17.01.2019

Fünf MINI Crews fahren in die Top-Ten

Das spanische Duo Joan ‚Nani‘ Roma und Beifahrer Alex Haro hat auf der neunten Etappe eine weitere starke Vorstellung gezeigt. Vom Start der vorletzten Etappe an attackierte Roma mit dem Ziel, den Zeitrückstand auf das führende Fahrzeug vor der morgigen letzten Etappe zu verringern. Am Ende der 313 Kilometer langen Wertungsprüfung standen ein weiterer starker zweiter Rang für die MINI John Cooper Works Rally Crew sowie weiter Platz zwei im Gesamtklassement zu Buche.
 
Jakub ‚Kuba‘ Przygonski (POL) und Beifahrer Tom Colsoul (BEL) platzierten sich im Kampf mit dem Rundkurs um Pisco und mit den Dünen, die zuvor schon die Hoffnungen mancher Teilnehmer auf eine Zielankunft bei der Dakar 2019 zerstört hatten. Die MINI John Cooper Works Rally Crew kam schließlich als Vierte ins Ziel – die gleiche Platzierung, die sie auch in der Gesamtwertung einnimmt.
 
Carlos Sainz (ESP) und Beifahrer Lucas Cruz (ESP) erwischten heute nicht den gewünschten Start. Vor dem Beginn der Etappe trat ein Problem auf, aufgrund dessen sie die vorgegebene Startzeit verpassten, doch dann konnten sie als letztes Auto doch noch losfahren. Eine exzellente Fahrt brachte die MINI John Cooper Works Crew am Ende noch auf Rang sechs, allerdings könnte das Duo noch eine Zeitstrafe erhalten.
 
Yazeed Al-Rajhi (KSA) / Timo Gottschalk (GER) im MINI John Cooper Works Rally waren die vierte MINI Crew in den Top-10 von Etappe 9. Nach Tagesrang acht liegen sie in der Gesamtwertung auf Platz sieben.
 
Rund sechs Minuten später auf Rang neun kam der MINI John Cooper Works Buggy von Cyril Despres (FRA) und Beifahrer Jean Paul Cottret (FRA) ins Etappenziel. Ein bemerkenswertes Ergebnis angesichts der Tatsache, dass sich das Fahrzeug nach rund 290 Kilometern der Sonderprüfung und fast schon in Sichtweite des Ziels an einer Düne überschlagen hatte. Bis sie das Rennen wieder aufnehmen konnten, verging einige Zeit, was umso unglücklicher war, weil die MINI Crew bis zu diesem Zwischenfall die Etappe virtuell angeführt hatte.
 
Boris Garafulic (CHI) und Beifahrer Filipe Palmeiro (POR) zeigten heute eine gute Leistung bei ihren Bemühungen, die Dakar 2019 in den Top-10 zu beenden. Mit dem heutigen 15. Rang behielten sie Position zwölf in der Gesamtwertung.
 
Die MINI John Cooper Works Buggy Crew Stéphane Peterhansel und Beifahrer David Castera erlebte heute leider ihren schlimmsten Tag bei der Dakar 2019. Nach einem harten Aufprall nach 26 Kilometern der Prüfung klagte Beifahrer David Castera über heftige Rückenschmerzen, was dazu führte, dass Castera zur Behandlung in ein Krankenhaus in Lima transportiert werden musste. Stéphane Peterhansel war bei dem Unfall unverletzt geblieben und konnte das Auto noch zu X-raid in den Servicepark zurückfahren. Die Chancen für das französische Duo, morgen noch die letzte Etappe zu bestreiten, sind anscheinend gering.
 
Nani Roma: „Es war wieder ein echt harter Tag mit vielen kleinen Stopps. Bei Kilometer 38 hatten wir mitten im Sand einen Reifenschaden, ich weiß gar nicht richtig, warum. Aber wir mussten im Sand anhalten, um den Reifen zu wechseln. Danach haben wir versucht, konzentriert durchzufahren und nicht zu viele Fehler zu machen. Es war eine schwierige Etappe, aber jetzt haben wir nur noch einen Tag bis zum Ziel der Dakar. Diese Dakar gehört zu den härtesten, die ich bisher erlebt habe. Jeder Kilometer ist wirklich hart, aber wir sind zufrieden. Die Mechaniker und das Team haben so gut am Auto gearbeitet. Es läuft perfekt und wir hatten keinerlei Probleme. Morgen müssen wir weitermachen, dürfen aber nicht zu hart attackieren, um das Rennen zu beenden.“
 
Jakub Przygonski: „Etappe 9 war wirklich schwierig, meiner Meinung nach die bisher härteste Prüfung bei dieser Dakar, weil sie zu rund 70 Prozent durch die Dünen führte, wo der Sand so weich ist. An einigen Stellen haben wir es nicht zur Spitze geschafft, wir mussten zurücksetzen und es ein weiteres Mal probieren. Wir waren heute im Angriffsmodus unterwegs, weil zwischen uns und Despres nur ein kleiner Zeitunterschied war. Wir haben bis zum Ende gekämpft, bis wir steckengeblieben sind und etwa zwölf Minuten verloren haben. Aber wir haben es geschafft, ins Ziel zu kommen, wo wir dann gehört haben, dass auf dieser Etappe viel passiert ist. Es war nicht leicht, diese Etappe zu beenden, aber wir haben es gut gemacht. Morgen steht jetzt die letzte Etappe an.“
 
Yazeed Al-Rajhi: „Das war heute ein guter Tag, aber die Etappe war hart und auch die Navigation war an einer Stelle nicht einfach. Aber wir haben nicht viel Zeit verloren, wobei ich glaube, dass noch viele andere Leute in diesem Bereich Zeit verloren haben.“
 
Cyril Despres: „Wir haben einige Kilometer nach dem Start für Stéphane angehalten. Ich weiß, dass David ein echt harter Kerl ist, daher waren wir etwas besorgt, als er im Auto saß und nicht aussteigen konnte. Es ist nie schön, jemanden so zu sehen. Wir sind dann weitergefahren und hatten ein gutes Tempo. Alles lief gut bis zu Kilometer 299 – nur 14 Kilometer vor dem Ziel. Dort war ein Wegpunkt nicht leicht zu finden. Wir drehten um, um den Wegpunkt zu suchen, und als wir dann den Dünenkamm erreichten, sah ich ein Motorrad und bin mit der Front des Autos in ein kleines Loch gefahren, um einen Unfall zu vermeiden. Martin Prokop hat angehalten, um uns zu helfen, dafür vielen Dank. Wir konnten dann weiterfahren, aber das letzte Stück war nicht einfach.“
 
Das nächste und zugleich letzte Teilstück der Rallye Dakar 2019 ist die Etappe 10 von Pisco nach Lima. Für weitere Informationen über die Dakar 2019 besuchen Sie hier die Homepage des Veranstalters.