Sonntag, 15. Dezember 2019
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Rallye Allgemein
19.11.2019

Daniel Abt Teil des Extreme E Drivers' Programme

Extreme E hat eine Reihe von Top-Fahrern angekündigt, die Interesse an der Teilnahme an der bahnbrechenden Offroad-Rennserie für Elektro-SUVs bekundet haben, darunter auch der deutsche Rennfahrer Daniel Abt.
 
Abt bringt sich als Fahrer mit einer ganzen Reihe von Erfahrungen auf höchstem Niveau im Motorsport ein. Nachdem er sich 2009 den Titel im ADAC Formel Masters gesichert hatte, stieg er in die Formel 3 auf, bevor er in der GP3 zwei Mal Rennsieger wurde und die Meisterschaft 2012 nur knapp verpasste.
 
Es folgten zwei GP2-Jahre, bevor er mit Audi Sport ABT Schaeffler in die Formel E aufstieg. Der 26-Jährige ist seitdem in der Meisterschaft für die deutsche Marke gefahren und hat dabei zwei Rennsiege und zehn Podiumsplätze eingefahren.
 
Die Aussicht auf eine solch revolutionäre neue Serie hat das Interesse des Deutschen geweckt, und obwohl Abt in seiner Karriere bisher wenig Offroad-Erfahrung gesammelt hat, ist er sicher, dass er erfolgreich in dem sein wird, was er als das Abenteuer seines Lebens ansieht.
 
„Ich bin ein großer Fan von Projekten, die auf den ersten Blick vielleicht ein bisschen verrückt aussehen!“, sagte Abt. „Die Formel E war für alle Beteiligten eine Premiere, und wir verfolgen mit Extreme E einen ähnlichen Weg. Ich habe volles Vertrauen in die Menschen, die hinter dem Projekt stehen, und ich bin sehr glücklich, an Bord zu sein.
 
Ich erwarte, dass Extreme E das größte Abenteuer ist, an dem ich bisher in meinem Leben teilgenommen habe. Es ist eine unglaubliche Herausforderung, aus einem bestimmten Grund zu all diesen Orten zu reisen und sich mit anderen Teams und Fahrern auf höchstem Niveau zu messen. In jedem Fall ist das ODYSSEY 21 ein echtes Biest, sodass ich es kaum erwarten kann, es zum ersten Mal zu fahren!
 
Ich bin in vielen verschiedenen Kategorien an den Start gegangen, habe aber bisher keine Erfahrung mit Offroad-Rennen - abgesehen von der Tatsache, dass meine Familie eine lange und erfolgreiche Motocross-Geschichte hat, falls das zählt! Trotzdem kann ich mich schnell auf neue Herausforderungen einstellen und mache mir keine Sorgen.“
 
Extreme E enthüllte in der vergangenen Woche den nepalesischen Himalaya als vierten seiner fünf Standorte und wird damit in fünf der entlegensten und beeindruckendsten Umgebungen der Welt unterwegs sein. Mit seinen E-SUVs wird man neue Maßstäbe in Sachen Motorsport und Unterhaltung setzen, in Regionen, die von Klimawandel oder Einflüsse durch den Menschen betroffen sind. Das Ziel: Bewusstsein schaffen, Nachhaltigkeit fördern und zu inspirierenden Maßnahmen anregen.
 
Dieses Ziel ist ein wesentlicher Grund für die Teilnahme von Abt am Driver’s Programme. Er ist bestrebt, diese Botschaft zu verbreiten, sollte er einen Platz in der Startaufstellung der ersten Staffel einnehmen.
 
„Extreme E wird etwas völlig anderes sein als alles, was wir bisher in unserem Rennleben gesehen haben - und das ist das Schöne daran“, fuhr er fort.
 
„Was ich an Extreme E wirklich mag, ist, dass wir ein ganz neues Publikum haben und ich bin sicher, dass unsere Mission Menschen außerhalb des Motorsports erreichen wird.
 
Ich denke, jeder sollte zum Kampf gegen den Klimawandel beitragen, und das gilt natürlich besonders für meine Generation.
 
Viele junge Menschen demonstrieren auf der Straße, andere engagieren sich in der Politik oder in NGOs. Ich habe die Chance, durch ein Projekt wie Extreme E neue und saubere Technologien zu fördern und das Bewusstsein für die Herausforderungen in Umgebungen auf der ganzen Welt zu schärfen.“
 
Die zweite Gruppe von Teilnehmern des Programms umfasst den ersten britische Wettbewerber, der die Rallye Dakar gewann, Sam Sunderland; Sportwagen und DTM-Star Loïc Duval; den ehemaligen Formel-E- und Formel-1-Fahrer Karun Chandhok, den jungen britischen Formel-Rennfahrer Billy Monger, die Formel-E-Fahrer von ABB, Jérôme d'Ambrosio und Oliver Turvey, den japanischen Superbiker Takuma Aoki, den Rallye-Europameister Chris Ingram, den GT-Pilot James Rossiter und die ungarischen Rallye-Cross- und Rallye-Helden Krisztián Szabó und Zoltán Bessenyey.
 
Die Gruppe folgt bereits bestehenden Teilnehmern des Fahrerprogramms: der mehrfache FIA World Rally Championship Titelgewinner Sebastian Ogier, FIA World Rallycross-Spitzenreiter Andreas Bakkerud und Kevin und Timmy Hansen, der doppelte DTM-Champion und FIA-Rallycross-Weltmeister Timo Scheider, Jamie Chadwick, Gewinnerin der W Series, die Rennfahrerinnen Katherine Legge und Mikaela Åhlin-Kottulinsky, ABB FIA Formel E-Champion von 2016, Lucas di Grassi, der Formel-E-Champion von 2014, Nelson Piquet jr., sein Landsmann und Le Mans-Sieger Andre Lotterer, der frühere F1- und FE-Rennfahrer Bruno Senna und Sacha Prost, Eisrennfahrer und jüngster Sohn der Formel-1-Legende Alain Prost.
 
Alejandro Agag, Gründer von Extreme E, sagte: „Das Interesse, hochkarätiger Rennfahrer aller Disziplinen, Herkünfte und Regionen der Welt, Extreme E beizutreten und Teil unserer Odyssee in unserer Premierensaison zu sein, ist äußerst aufregend.
 
Jede Motorsport-Meisterschaft und eigentlich jede neue Sportart muss einen überzeugenden und qualitativ hochwertigen Wettbewerb bieten. Was wir bisher mit Extreme E erreicht haben, wird von denjenigen bestätigt, die sich für unser Drivers‘ Programme registriert haben.
 
Abgesehen von ihrem Siegeswillen hat jeder der Fahrer, mit dem wir gesprochen haben, seinen aufrichtigen und echten Willen gezeigt, die Meisterschaft als Plattform zu nutzen, seine persönlichen Ziele umzusetzen und das Bewusstsein für die Probleme zu schärfen, mit denen unser Planet konfrontiert ist. Sie alle haben eine Geschichte zu erzählen und eine echte persönliche Bereitschaft, Veränderungen herbeizuführen und Nachhaltigkeit voranzutreiben.“
 
Das Drivers‘ Programme soll professionelle Rennfahrer fördern und Teams und potenzielle Teilnehmer unterstützen. Venturi, ABT, Veloce Racing und HWA haben sich bereits für die Meisterschaft im Premierenjahr, das im Februar 2021 beginnt, angemeldet. Die Organisatoren der Serie empfehlen den Teams potenzielle Kandidaten des Drivers‘ Programme, die Teams können zudem selbst entscheiden, ob sie eigenen Fahrer außerhalb des Pools auswählen.
 
Extreme E wird seinen letzten bestätigten Standort in Kürze bestätigen und einen vorläufigen Kalender, weitere Teams und Fahrer bekannt geben, bevor im Februar 2021 die Ampeln zur allerersten Saison der Extrem E ausgehen werden.