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20.06.2019

DMV BMW Challenge: Unglücklicher Dritter Platz für Niklas Koch

Mit dem guten Ergebnis des letzten Laufs in Oschersleben reiste der Riedstädter Niklas Koch Mitte Juni zum dritten Lauf der DMV BMW Challenge ins niederländische Assen. Es sollte Niklas' erstes Regenrennen auf dem BMW M240i RC werden. Doch zunächst fanden am Freitag vor dem Rennen sowohl das freie Training als auch das Qualifying bei sommerlichen Temperaturen im Trockenen statt.

Da Niklas zuvor noch nie in Assen gefahren war, galt es für den mittlerweile 18-jährigen Youngster, die 4,555 km lange Strecke einmal kennen zu lernen. In der GTR3-Klasse, wo Niklas startet, waren an diesem Wochenende lediglich drei Fahrzeuge am Start. „Die Strecke finde ich klasse”, stellte der vom ADAC Hessen-Thüringen geförderte Nachwuchspilot nach den ersten Runden fest. Am Ende des Zeittrainings belegte Niklas Gesamtrang acht, allerdings mit knappen Rückstand nur die dritte und somit letzte Position in der GTR3-Klasse.

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Da für den Rennsamstag Regen vorher gesagt wurde, musste Niklas Mechaniker Philipp Dahmer vom PIXUM Team Adrenalin Motorsport den BMW auf nasse Bedingungen abstimmen. „Es wird nun schwierig, ohne Regenerfahrung gegen die erfahrenen Piloten im Rennen weiter nach vorne zu kommen”, war sich Niklas bewusst. Doch der Riedstädter machte seine Sache im Regen sehr gut. Wie schon zu Kartzeiten erwies sich Niklas als sehr guter Regenfahrer. Zwar büßte Niklas nach dem Start zunächst zwei Plätze ein, doch nach drei Runden hatte er sich schnell an die nassen Bedingungen gewöhnt. Niklas, der für den Starkenburger Automobil und Motorsportclub Darmstadt startet, fand sich schnell hinter dem bis dato Zweitplatzierten der GTR3-Klasse ein und machte rundenlang Druck auf diesen. „Ich war deutlich schneller als mein Vordermann, wie die Rundenzeiten ja zeigten, doch bei diesen Bedingungen ein unkalkuliertes Risiko einzugehen und am Ende gar einen Ausfall hinzunehmen, wäre unvernünftig gewesen”, resümierte am Rennende ein etwas frustrierter Niklas. „Wäre ich an meinen direkten Kontrahenten vorbei gekommen, hätte ich problemlos auch den in meiner Klasse Führenden noch attackieren können. Aber hätte, wenn und aber...”

Dennoch belegte Niklas noch vor einigen stärkeren GTR1- und GTR2-Fahrzeugen einen hervorragenden sechsten Gesamtplatz, aber nur den dritten und somit letzten Platz der GTR3-Fahrzeuge. Das positive Fazit dieses Wochenende aber war, dass Niklas auf nasser Strecke mit dem BMW M240i RC auf Anhieb konkurrenzfähig unterwegs war und ohne des sich vor ihm breitmachenden Vordermann noch viel weiter nach vorne hätte kommen können. „Wir werden bei meinem nächsten Sponsorenabend das Onboard-Video des gesamten Rennens zeigen, damit sich meine Sponsoren einmal ein Bild machen können, wie schwierig es ist, bei nassen Streckenverhältnissen einen permanent Kampflinie fahrenden Vordermann zu überholen”, kündigte Niklas gleich nach dem Rennen an.

Bereits in drei Wochen geht es auf Niklas' Heimstrecke, dem Hockenheimring, mit dem 200-km-Rennen weiter, wo er sich das Fahrzeug mit dem Bensheimer Nils Barthelt teilt, da bei diesem Rennen ein Boxenstopp mit Fahrerwechsel dann vorgesehen ist.