Freitag, 19. Juli 2019
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Kartsport Allgemein
10.07.2019

Schweizer Kart-Meisterschaft: Langsam geht’s ans Eingemachte

Die autobau Schweizer Kart-Meisterschaft geht in die zweite Saisonhälfte. Am Sonntag gastiert sie abermals in Frankreich. Austragungsort ist Mirecourt in der Nähe von Nancy. Es ist Halbzeit in der autobau Schweizer Kart-Meisterschaft. Drei von sechs Rennen wurden absolviert. Am Wochenende findet der vierte Lauf im französischen Mirecourt statt; eine Autostunde südlich von Nancy, auf einer technisch anspruchsvollen Strecke, die viele Überholmöglichkeiten bietet. Wie üblich stehen fünf Kategorien am Start. Die bestbesetzte Klasse ist wie immer die X30 Challenge Switzerland. 24 Fahrer und Fahrerinnen haben sich für das zweite Kräftemessen auf französischem Boden nach Château Gaillard eingeschrieben – genau gleich viele wie in Wohlen beim vorerst letzten Aufeinandertreffen Mitte Juni.
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Das größte Teilnehmerfeld bietet auch die engsten Abstände in der Gesamtwertung. Als Führende reist die Westschweizerin Léna Bühler nach Mirecourt. Sie liegt in der Meisterschaft mit 171 Punkten in Führung und hatte zuletzt das perfekte Wochenende mit Trainingsbestzeit und drei Laufsiegen erwischt. „Ich kenne die Strecke gut”, sagt Léna, „und ich werde versuchen wie in Wohlen das Maximum herauszuholen, um meinen Vorsprung in der Meisterschaft auszubauen.” Dicht auf Lénas Fersen befindet sich Rafael Aguiar. Der Birel-ART-Pilot führte die Tabelle vor den Rennen in Wohlen noch an, musste sich aber zuletzt mit den Plätzen 2, 3 und 2 zufrieden geben. Sein Rückstand auf Bühler beträgt nur sechs Punkte. Für Spannung ist also gesorgt.

Die punkto Teilnehmer zweitstärkste Kategorie sind die Super Minis mit 17 Fahrern und Fahrerinnen. Auch in dieser Klasse ist in Mirecourt alles dabei, was Rang und Namen hat. Und spannend ist die Ausgangslage auch hier. Der Walliser Roy Allan Shaw liegt mit 172 Punkten vor Enea Frey (149) und Elia Pappacena (147). Wie ausgeglichen die Top 3 sind, zeigt ein Blick auf den bisherigen Saison-verlauf. Während Frey der klare Dominator beim Auftakt in 7 Laghi war, haben Shaw in Château Gaillard und Pappacena in Wohlen die meisten Punkte gehamstert. Nicht ausser Acht lassen sollte man Loris Achermann. Der Fahrer vom Exprit Kart Team hatte in Wohlen mit zwei Nullern grosses Pech. Sein Rückstand auf die Spitze beträgt 42 Punkte. Mit einem Top-Wochenende kann er die Schmach von Wohlen rasch vergessen machen.

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Bei den OK Junioren läuft alles auf einen Zweikampf zwischen Elia Sperandio und Sebastian Kraft hinaus. Noch hat Sperandio mit 195 gegenüber 174 Punkten die Nase vorn. Zuletzt hat aber Kraft mit zwei Siegen und der Pole-Position die Oberhand gehabt. Nicht dabei aus den Top-Ten ist in Mirecourt die schnellste Dame der OK Junioren: Ekaterina Lüscher. Die Aargauerin fährt am Wochenende bei der DKM in Kerpen. Beim nächsten Lauf in Levier (F) am 18. August ist sie wieder dabei.

Bei den OK Senioren werden in Mirecourt zehn Fahrer am Start stehen. Davon zwei Gastfahrer: Der Belgier Lionel Chalet und der Portugiese Antonio Teixeira. Von den acht Schweizern, die um Punkte kämpfen, kommen vier für den Titel in Frage. Die besten Karten hat zurzeit Pascal von Allmen. Der Kart-Republic-Pilot aus Herzogenbuchsee führt das Klassement mit 148 Punkten an. Dahinter lauern Timo Moser und Alain Baeriswyl (beide 116) sowie Patrick Näscher (115). Letzterer hat in Wohlen den Finalsieg davongetragen, hinkt Leader von Allmen aber aufgrund eines verpassten Laufs noch hinterher. „Das Ziel ist es, die restlichen Rennen zu bestreiten”, sagt Näscher. „Wenn es so läuft wie in Wohlen kann ich die Meisterschaft bis zum letzten Rennen hoffentlich offen gestalten.”

Nur sieben Fahrer aus der Schweizer Meisterschaft sind in der Kategorie KZ2, den Schaltkarts, in Mirecourt am Start. Dazu gesellt sich der deutsche Gastfahrer Mick Landgraf. Trotzdem ist auch diese Kategorie hart umkämpft. Das beste Beispiel war dafür das Finale in Wohlen, das Isabelle von Lerber nach einer starken Leistung für sich entschieden hat. Auch wenn Mike Müller mit 180 Punkten vorne liegt, ist noch keine Vorentscheidung gefallen. Mit von Lerber, Vincenzo Alvaro und den Gebrüdern Samuel und Dominik Weibel sind mindestens noch vier Fahrer im Titelrennen.
Los geht es am Sonntag um 8 Uhr mit den offiziellen Trainings. Die ersten Rennläufe stehen ab 10 Uhr auf dem Programm.