Montag, 16. September 2019
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FIA WEC
02.09.2019

Lehrreicher Auftakt für Project 1 in Silverstone

Für Project 1 galt es beim Start in die neue Saison der Langstrecken-Weltmeisterschaft gleich mehrere Herausforderungen zu meistern. Immer wieder warfen Rückschläge das Team, das erstmals mit zwei Porsche 911 RSR in der FIA WEC antrat, zurück. Am Ende standen die Plätze sechs und zehn in der LMGTE-AM-Kategorie zu Buche. 

„An diesem Wochenende haben wir sehr viel dazu gelernt“, resümiert Axel Funke. Unter der Leitung des Teamchefs gelang Project 1 beim WEC-Debüt auf Anhieb der Gewinn der Weltmeisterschaft. „Die neue Saison hält für uns hingegen neue Voraussetzungen bereit, an die wir uns erst noch gewöhnen müssen. Der Einsatz eines zweiten Fahrzeugs bringt zwar neue Chancen, jedoch auch neue Herausforderungen mit sich. So verloren wir bei einem Boxenstopp, bei dem beide Fahrzeuge gleichzeitig zum Service kamen, wertvolle Zeit. Dieser und weitere Zwischenfälle haben uns am Ende eine mögliche Top-Drei-Platzierung der Startnummer 56 gekostet“, so Funke.

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Unbeachtet der Schwierigkeiten legten Egidio Perfetti, Matteo Cairoli und David Kolkmann eine starke Pace an den Tag, dank der sich das Trio immer wieder im Spitzenfeld platzieren konnte. Eine besondere Leistung zeigte dabei Kolkmann, der kurzfristig David Heinemeier Hansson ersetzte. Wegen der Geburt seines Kindes nahm der Däne nicht am Saisonauftakt in Silverstone teil. 

Ben Keating, Jeroen Bleekemolen und Felipe Fraga kamen im Schwesterfahrzeug mit der Startnummer 57 auf dem zehnten Rang ins Ziel. Die drei Porsche-Piloten betrieben damit Schadensbegrenzung nachdem ein technisches Problem die Teilnahme am Qualifying verhinderte. „Leider besagen die Regeln, dass wir in diesem Fall mit einer Runde Rückstand aus der Box starten müssen“, erklärt Neuzugang Bleekemolen. „Wir haben zwar alles gegeben, jedoch ist die Serie sehr hart umkämpft. Es war somit sehr schwer, Boden gutzumachen.“ 

Trotz aller Rückschläge ist die Mannschaft aus Lohne voller Zuversicht für den nächsten Lauf im japanischen Fuji. „Wir wissen, an welchen Stellschrauben wir drehen müssen, um gestärkt zurückzukommen. Die Erfahrungen aus Silverstone fließen direkt in die Vorbereitung ein“, blickt Funke dem nächsten Rennen am 6. Oktober entgegen.