Dienstag, 10. Dezember 2019
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Blancpain
15.07.2019

GRT Grasser Racing Team erzielt in Zandvoort zwei Podestplätze

Nach Brands Hatch und Misano stand für GRT Grasser Racing der dritte Saisonlauf der Blancpain GT World Challenge Europe in Zandvoort auf dem Programm. Auf dem Kurs in den Dünen ging das Team mit zwei Autos an den Start. Der Lamborghini Huracán GT3 EVO #63 trat in der Pro-Klasse an, die Startnummer 19 im Silver Cup. Zwei Podestplätze machten das Wochenende für GRT Grasser Racing zu einem vollen Erfolg. Dementsprechend positiv gestimmt reist GRT Grasser Racing in knapp zwei Wochen (25. bis 28. Juli) zum Saisonhighlight: den 24 Stunden von Spa-Francorchamps.


Lamborghini Huracán GT3 EVO #63 (Mirko Bortolotti/Christian Engelhart)

Qualifying 1: P2 – Rennen 1: P2
Qualifying 2: P5 – Rennen 2: P2

Mit zwei zweiten Plätzen bei der dritten Saisonstation der Blancpain GT World Challenge Europe kletterte das Team GRT mit Mirko Bortolotti und Christian Engelhart in der Teamwertung auf Rang vier. In den Qualifyings schafften sie mit Position zwei (Bortolotti) und Rang fünf (Engelhart) eine optimale Ausgangslage für die beiden Rennen in Zandvoort. Eine starke Leistung der Boxencrew brachte das Duo im Sonntagsrennen von Position fünf auf Platz zwei nach vorne.

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Mirko Bortolotti: „Es war großartig, am Samstag auf dem Podium zu stehen. Ich bin wirklich zufrieden. Fast hätte ich am Samstagmorgen die Pole-Position geholt. Wenn ich es geschafft hätte, wären wir um den Sieg mitgefahren. Christian hat super Arbeit geleistet. Er hat drei Autos hinter sich gehalten, was in der Sprintserie der Blancpain nicht einfach ist. Man muss immer gleichzeitig angreifen und verteidigen. Im Sonntagsrennen war es zwischen Platz zwei und Rang fünf, auf dem sich Christian befand, richtig eng. Alle kamen gleichzeitig an die Box. Unsere Jungs waren extrem schnell und haben uns so auf Platz zwei nach vorne gebracht. Ich habe nach dem Fahrerwechsel das Maximum aus den frischen Reifen herausgeholt.“

Christian Engelhart: „Das erste Rennen hat Spaß gemacht und ich bin glücklich mit Platz zwei. Wir haben uns für einen frühen Boxenstopp entschieden – unsere Konkurrenten leider auch. Am Anfang meines Stints habe ich mich auf die Spitze konzentriert und die Lücke zum Führenden geschlossen. Auf Dauer konnte ich aber nicht mithalten und musste mich schließlich gegen den Drittplatzierten verteidigen. Dass wir auch am Sonntag auf Platz zwei gefahren sind, haben wir unserer Boxencrew zu verdanken. Die Jungs üben sehr viel und ihnen ist wirklich ein hervorragender Stopp gelungen. So kam Mirko auf Platz zwei zurück auf die Strecke.“


Lamborghini Huracán GT3 EVO #19 (Michele Beretta/Rolf Ineichen)

Qualifying 1: P17 – Rennen 1: P19
Qualifying 2: P15 – Rennen 2: P17

Ein schwieriges Wochenende erlebten Michele Beretta und Rolf Ineichen, die im Silver Cup an den Start gingen. Im Samstagsrennen wurde Ineichen bereits in der ersten Runde aufgrund einer unverschuldeten Kollision weit zurückgeworfen. Er und Teamkollege Beretta mussten den Rest des einstündigen Rennens mit einem beschädigten Auto bestreiten. Mit Platz 19 betrieb das Duo Schadensbegrenzung. Im Sonntagslauf war nach einer Durchfahrtsstrafe aufgrund eines Frühstarts von Beretta eine weitere Aufholjagd nötig, die das Duo bis auf Rang 17 brachte.

Rolf Ineichen: „Ich habe im ersten Rennen einen guten Start erwischt und mehrere Positionen gutgemacht. Dann traf mich leider ein Konkurrent am Heck und drehte mich um. Dabei kollidierte ich mit einem anderen Konkurrenten. Ich konnte zwar weiterfahren, aber das Auto war ziemlich stark beschädigt. Leider hat Michele am Sonntag einen Frühstart hingelegt und eine Durchfahrtsstrafe kassiert. Wir mussten also das Feld wieder von hinten aufrollen. Zum Glück war die Pace sehr gut. Deswegen sind wir zuversichtlich, dass wir in Spa angreifen und um einen langersehnten Sieg kämpfen können.“

Teamchef Gottfried Grasser: „Es war ein super Wochenende für die #63. Wir hatten wegen des Regens wenig Vorbereitungszeit in den Trainings. Dennoch haben wir für das Qualifying ein sehr gutes Setup gefunden. Wir wurden mit den Positionen zwei und fünf belohnt. Das erste Rennen lief sehr gut. Wir haben vor dem zweiten Rennen nochmal am Setup gearbeitet und das hat sich ausgezahlt. Der Boxenstopp war im Sonntagsrennen der Schlüssel. Unsere Jungs haben das Auto von Platz fünf auf Rang zwei nach vorne gebracht. Das war eine sensationelle Leistung. Für die #19 waren die zwei Läufe in Zandvoort im Grunde genommen Trainingsrennen. Rolf und Michele haben viel getestet und hatten im zweiten Rennen eine starke Pace.“