Donnerstag, 22. August 2019
Motorsport XLDas Motorsport MagazinVorschau Abonnement
ADAC GT4 Germany
13.08.2019

RN Vision STS Racing ergattert weiteren Laufsieg

Die ADAC GT4 Germany traf sich zur Saisonhalbzeit auf dem Circuit Park Zandvoort ein. Der niederländische Kurs, der idyllisch hinter den Dünen der Nordseeküste liegt, hat es in sich. Obwohl der Kurs 4,320 Kilometer Länge aufweist, ist es selbst für die erfahrensten Rennfahrer schwer, die 15 Kurven zum Überholen auszunutzen. Die beiden RN Vision STS Racing Stammfahrer Gabriele Piana (32, IT) und Marius Zug (16, DE) stellten sich der Herausforderung – mit Bravour! Pole-Position, Laufsieg und wertvolle Meisterschaftspunkte.


Marius Zug ergattert Pole-Position – Gabriele Piana macht den Sieg perfekt

Die Nordseeküste machte ihren Namen alle Ehre. Immer wieder stürmten die Windböen auf und erschwerten das Fahren auf dem engen Kurs. In den ersten beiden freien Trainings machten die beiden BMW Piloten deutlich, dass sie an diesem Wochenende ein Wörtchen mitreden würden, wenn es um die Verteilung der Pokale ging. Zweimal landeten sie in den Top-Fünf-Rängen.

Als es dann im Zeittraining ernst wurde, überraschte der gerade mal 16-jährige Marius Zug: Nur 1:47.432 Minuten brauchte der Nachwuchsrennfahrer für die Umrundung der Strecke. Die Messlatte war gesetzt und die Pole-Position war ihm sicher. Chapeau!

Anzeige
Das Team tüftelte den Plan fürs Rennen aus: Keine Fehler und besser kein Risiko eingehen. Gekonnt setzte Marius die Strategie um und gab lieber vorübergehend die Führung auf, als dass er wichtige Punkte verlieren würde, die am Ende vielleicht die Meisterschaft gefährden könnten. Eine große Aufgabe für einen Rennfahrer, der eigentlich lieber um den Sieg kämpfen möchte. Ein früher Fahrerwechsel und Piana hinterm Steuer des BMW: „Ich hatte eine sehr gute Outlap und konnte schnell aufschließen. Als ich den führenden KTM überholte, hatte ich danach freies Spiel“, so das italienische Renntalent. Als die Zielflagge geschwenkt wurde, überquerte er als Erster die Ziellinie und reckte freudig jubelnd zusammen mit Marius den Siegespokal in die Luft. Ein tolles Ergebnis, das endlich die Leistung des Teams nach einer harten Saison belohnte!         


RN Vision STS Racing Team bleibt weiterhin Tabellenführer

Gabriele Piana ergatterte den dritten Startplatz für den Sonntagslauf. Für den ehrgeizigen Fahrer jedoch kein Grund zum Feiern: „Meine Performance war nicht gut und das war unser Hauptproblem fürs Rennen“, so der ambitionierte Rennfahrer. Beim Start kam das Temperament des Südländers zum Vorschein. „Ich hatte einen besseren Start als die anderen, aber sie ließen mir keine Lücke zum Überholen! Ein paarmal dachte ich, sie würden einen Unfall fabrizieren.“ Nach einer kurzen Berührung verlor Piana Positionen – reihte sich als Elfter wieder ein. Dann ging es richtig los: „Ich hatte ziemlich viel Spaß“, so Piana im Nachgang. „Ziemlich faire Fights und Rennen wie im Tourenwagensport.“ Er erkämpfte sich die Positionen zurück und übergab als Fünfter das Lenkrad an Marius. Der wiederum bugsierte den BMW als gesamt Sechster über die Ziellinie. „Wir können mit dem Wochenende sehr zufrieden sein“, resümiert der Youngster. „Schnelle Pace, gutes Fahrzeug und der Sieg war grandios. Trotzdem hätte unser zweites Rennen besser sein können.“ Aufgrund einer Strafe für den KTM vor dem RN Vision STS Racing Duo, rückten die Beiden am Ende sogar noch eine Position auf – Platz fünf im zweiten Lauf!


Keine Verschnaufpause – Nächstes Rennen bereits am Wochenende

Dank des Laufsiegs und einem sehr guten, fünften Platz, bleiben die Mönchengladbacher Tabellenführende. Doch für eine Verschnaufpause bleibt keine Zeit. Das nächste Rennwochenende steht bereits vor der Tür: Der siebte und achte Lauf der ADAC GT4 Germany auf dem Nürburgring (16.-18.08.2019). 


Die Fahrerstimmen vor dem nächsten Event

Gabriele Piana: „Ich kenne die Strecke in- und auswendig. Leider fahren wir nur die Kurzanbindung. Das sollte uns aber entgegenkommen. Ich bin zuversichtlich und hoffe, dass wir wieder ein Rennen gewinnen können.“

Marius Zug: „Am Nürburgring war ich schon mal testen und kenne die Strecke auch mit dem Formel 4 Auto. Es wird Spaß machen, dort zu fahren.“