Sonntag, 20. Oktober 2019
Motorsport XLDas Motorsport MagazinVorschau Abonnement
ADAC GT Masters
03.05.2019

Schütz Motorsport erreicht fünften Platz beim Saisonstart

Am vergangenen Wochenende stand für Schütz Motorsport der Saisonauftakt des ADAC GT Masters auf dem Programm. Die beiden Fahrer Marvin Dienst und Aidan Read konnten in der 3,667 Kilometer langen Motorsport Arena Oschersleben auf Anhieb überzeugen und sicherten ihrem Team im ersten Rennen mit dem Mercedes-AMG GT3 einen fünften Platz.

„Wir sind insgesamt zufrieden“, fasste Teamchef Christian Schütz am Sonntagabend zusammen. „Der Wechsel auf den Mercedes-AMG GT3 verlief sehr gut, wir sind mit dem Auto und auch dem Support von HWA sehr glücklich. Das ist für uns als relativ kleines Einsatzteam sehr wichtig.“

Anzeige
Das Rennwochenende in der Magdeburger Börde begann für Schütz Motorsport mit einem Ausrufezeichen, Marvin Dienst eroberte im ersten Zeittraining den ersten Platz. „Das Auto war klasse, wir sind zum richtigen Zeitpunkt rausgefahren und hatten am Ende noch etwas Glück mit den roten Flaggen“, strahlte Dienst. Von der Pole-Position übernahm er im ersten Lauf direkt die Führung, sah von Beginn an jedoch David Jahn formatfüllend in seinem Rückspiegel. Das Duo konnte sich mehr und mehr vom Verfolgerfeld absetzen, bevor Dienst seinen Wagen gegen Mitte des Rennens in Führung liegend an seinen Partner Aidan Read übergab. „Weil David mich nicht angegriffen hatte, konnten wir uns gemeinsam diesen Vorsprung erarbeiten“, so Dienst nach seinem Stint. Read verteidigte die Spitze, bis es wenige Minuten vor dem Ziel zu regnen begann. „Das waren meine ersten Runden mit dem Mercedes-AMG GT3 im Regen und ich musste mich gegen deutlich erfahrenere Rivalen verteidigen. Ich habe alles gegeben, aber ich wollte keinen Ausfall riskieren“, gab der 19 Jahre junge Australier zu Protokoll. „In meinen Augen spricht diese Einstellung für seine Rennintelligenz“, lobte Schütz seinen Piloten, der den Mercedes bei seinem Debüt im europäischen Motorsport schließlich auf Rang fünf über den Zielstrich fuhr. In der Juniorwertung durften Dienst und Read als Dritte auf das Podest klettern.

Das zweite Qualifying bestritt Read und holte auf regennassem Asphalt einen 28. Rang. „Im Regen haben wir uns schwer getan, aber so erging es auch anderen Teams“, erklärte Schütz. „Die Gründe müssen wir nun analysieren.“ Im folgenden Rennen konnte Read vier Positionen gutmachen, bevor Dienst einstieg. Er stellte zwar schnell den Anschluss an seinen Vordermann Jeroen Bleekemolen her, doch einen Weg vorbei am erfahrenen Niederländer fand er nicht. „In Oschersleben ist das Überholen aufgrund des Layouts der Strecke sehr schwierig, wenn der Vordermann keinen Fehler macht. Um eine Position hinter Rang 20 wollte ich aber auch nicht mit dem Messer zwischen den Zähnen kämpfen und möglicherweise einen Unfall riskieren“, gab Dienst hinterher zu. Doch auch der 21. Platz sollte nicht lange Bestand haben, wegen falscher Reifen wurde Schütz Motorsport aus der Wertung genommen. „Wir hatten versehentlich Reifen vom Training montiert, die nicht für das Rennen gezeichnet waren. Da ist intern etwas schief gelaufen, was uns sicher nie mehr passieren wird“, ist sich Teamchef Schütz sicher.

Neben dem Engagement im ADAC GT Masters setzt Schütz Motorsport in diesem Jahr auch einen Mercedes-AMG GT4 in der neuen ADAC GT4 Germany ein, das Duo Markus Suabo / Alexander Woller belegte in den beiden Läufen einmal Platz 17 und einmal Rang 18. „Der Einstand in die neue GT4-Serie ist für uns gut verlaufen und wir sehen uns auch hier auf einem guten Weg“, so Christian Schütz.