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WSK
08.04.2018

Deutschland holt WSK-Super-Masters-Titel

Am Fuße des Vesuvs fielen an diesem Wochenende die Titelentscheidungen der WSK Super Master Series. Der International Circuit Napoli in Sarno (IT) begrüßte zum vierten und letzten Saisonlauf fast 270 Teilnehmer zum großen Showdown in den vier Klassen MIni, OK Junioren, OK und KZ2. Dabei sorgten auch die deutschen Piloten auf der 1.547 Meter langen Piste für sensationelle Ergebnisse.

Das 77-köpfige Feld der Mini-Piloten lag zunächst fest in der Hand von Dmitry Mateev (Gamoto ASD). Der Russe fuhr im Qualifying die schnellste Runde und behauptete die Spitze auch nach den Vorläufen. In den Prefinals fiel der Pacemaker allerdings zurück und er musste den Weg für den Tabellenführer Martinus Sternshorne (Paroloin Racing Kart) und den Italiener Gianluca Costantino (Italcorse Racing Team) frei machen, die sich ihrerseits die Gruppensiege teilten. Im Finale ließ Martinus Sternshorne nichts anbrennen. Der Favorit machte mit einem weiteren Sieg den Titelgewinn perfekt und verdrängte das polnische Doppel Tymoteusz Kucharczyk (AV Racing) und Karol Pasiewicz (Revolution Motorsport) auf die Ehrenplätze.

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Alfio Spina (CRG SpA) war der schnellste Mann im Zeittraining der OK Junioren. Doch dies war nur ein kurzes Aufblitzen des Italieners. Schon nach den Heats geriet der Italiener im mit 82 Mann starken Feld ins Hintertreffen. Fortan diktierte Paul Aaron (Ricky Flynn Motorsport) das Tempo. Der Estländer gewann das Prefinale seiner Gruppe und setzte sich auch im Finale als Sieger durch. Der Brasilianer Gabriel Bortoleto (CRG SpA) und der Brite Taylor Barnard (KR Motor Sport) komplettierten das Podium als Zweiter und Dritter. Den Titel holte sich aufgrund seiner Konstanz der Italiener Gabriele Mini (Parolin Racing Kart). Ihm reichte ein fünfter Rang im Finale, um sich die Krone aufsetzen zu können.

Eine starke Vorstellung lieferte der Deutsche Josh Dufek (Forza Racing) im hart umkämpften Feld ab. Nach Position 16 im Qualifying rutschte er in den Vorläufen auf Platz 23 ab. Im Prefinale zeigte er Kampfgeist und holte sich Rang sieben und bestätigte diese Performance im Finale als Achter. In der Meisterschaft belegte er den beachtlichen zwölften Platz.

In deutscher Hand lag die OK-Klasse: Nachdem Zane Maloney (Ricky Flynn Motorsport) aus Barbados noch das Qualifying für sich entschied, übernahm die deutsche Titelhoffnung Hannes Janker (TB Racing Team) ab den Vorläufen das Kommando. Eindrucksvoll machte der KR-Pilot klar, dass er bis zum Schluss um den Gesamtsieg kämpfen würde. Und das tat der ehemalige DJKM-Champion: Er holte sich den Sieg im Prefinale und Finale, was ihm in der Gesamtwertung tatsächlich den ersehnten Triumph bescherte. Als Zweiter und Dritter durften der Spanier David Vidales (Tony Kart Racing Team) und der Schwede Noah Milell (Tony Kart Racing Team) auf das Podium der Tageswertung klettern. Nicklas Nielsen vom deutschen KSM Schumacher Racing Team folgte auf dem undankbaren vierten Platz, was ihm am Ende noch den Vizetitel bescherte.

Die weiteren deutschen Pioniere hatten im Schatten von Jankers Titel-Triumph weniger Glück. Hugo Sasse, Maisch (TB Racing Team) und Valentino Fritsch (BirelART Racing) konnten sich nicht für das Finale qualifizieren.

Matteo Vigano (Tony Kart Racing Team) gab den Ton in der Qualifikationsphase der 33 KZ2-Piloten an. Zeittraining und Heats entschied der Italiener für sich. Im Prefinale meldete sich mit Alex Irlando (Sodikart) der Auftaktsieger vom Adria-Rennen mit einem Sieg zurück, während sich dahinter die weiteren Saisonsieger Marco Ardigò (Tony Kart Racing Team) und Paolo de Conto (CRG SpA) einsortierten. Entsprechend gespannt blickte man auf das Finale. Hier machte Tabellenführer Marco Ardigò alles richtig: Der Italiener katapultierte sich mit einem perfekten Start sofort an die Spitze und enteilte dem Feld bis zum Schluss um über zwei Sekunden. Damit holte sich die Kart-Ikone nicht nur den Tagessieg, sondern auch einen weiteren Titel für die Sammlung. Als Zweiter kreuzte Alex Irlando den Zielstrich, der damit den Vizetitel holte. Rang drei ging an den Tschechen Patrik Hajek (Kosmic Racing Department).

Maximilian Paul (DR SRL) vertrat die deutschen Farben bei den Schaltkarts. Er rangierte zu Beginn im Mittelfeld und steigerte sich am Rennsonntag deutlich. Nach einem soliden 16. Platz im Prefinale erkämpfte sich der DR-Pilot als Neunter des Finales ein versöhnliches Top-Ten-Ergebnis.

Mit dem Fallen der Zielflagge in Sarno ist die WSK-Saison nun beendet und die internationale Kart-Szene schielt nun auf den Start der CIK-FIA Kart Europameisterschaft. Bereits vom 20. bis 22. April 2018 geht es – wiederum in Sarno – für die OK- und OK-Junior-Piloten um die ersten Punkte.