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17.04.2018

A.V.P. Motorsport startet mit Klassensieg in die Saison

Einen starken Auftakt in die neue Saison der DMV BMW Challenge absolvierte das Team von A.V.P.-Motorsport. In Spa-Francorchamps bot Nick Hancke eine tolle Vorstellung und siegte gleich beim Debüt in der 325er Cup Klasse. Sepp Römer komplettierte das gute Teamresultat mit dem dritten Rang in der GTR3.

Vor dem Saisonstart lautete die Frage, wie Nick Hancke den Umstieg in die stärkere 325er Cup Klasse schaffen würde. Nach einer Stunde in Spa-Francorchamps lautete die Antwort schlicht und ergreifend: Meisterlich. Der Youngster legte ein glänzendes Debüt in der 325er Cup Klasse hin. Über den Winter war sein letztjähriges Auto auf den 325er Stand umgerüstet worden. Gleich im Quali stellte er den BMW auf die Klassen-Pole. Im Rennen hatten zunächst andere die Nase vorne. Die erfahrenen Peter Weymann und Jens Hösel zeigten sich mit ihren E30 als die erwartet schweren Gegner. Zuerst kam Hancke an Weymann vorbei, der als letzter des Trios den Pflichtboxenstopp absolviert hatte. In Runde 16 verdrängte der E36-Pilot noch Jens Hösel von der ersten Position in der Klasse und gab die gewonnene Führung nicht mehr aus der Hand. Als starker Gesamtfünfter sah Nick Hancke das schwarz-weiß karierte Tuch.

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Vor Hancke fuhr noch Sepp Römer über den Zielstrich, der mit seinem E36 GTR in der GTR3 unterwegs war. Bereits im Qualifying deutete sich an, dass es zwischen Römer und Timo Raff (BMW M235i RC) eng zugehen würde. Gerade zu Beginn war es der erwartet enge Zweikampf, wobei sich Römer mit zunehmender Renndauer jedoch absetzte. Doch Irritationen mit der Öltemperatur sorgten dafür, dass der E36 mehr als eine Minute länger in der Box stand als geplant. Dadurch ging Raff vorbei, der Römer mit mehr als einer Minute Abstand auf Distanz hielt. Mit dem dritten Rang in der GTR3 und dem vierten Platz im Gesamtklassement durfte sich Römer dennoch über einen guten Saisonauftakt freuen.

In etwas weniger als einem Monat steht für das A.V.P. Motorsportteam die nächste Herausforderung an. Vom 11.-13. Mai geht es in die Magdeburger Börde nach Oschersleben.


Stimmen zum Rennen

Nick Hancke (5. Gesamt/1. Klasse): „Es war heute ein toller Einstand. Spa ist so eine Rennstrecke, wo man sich etwas trauen muss, wie zum Beispiel in der Eau Rouge, wo man eine gute Linie haben muss. Dann hast du auf den Geraden viel Schwung und kannst schneller sein als die anderen. Es waren mehr schnellere Autos in der Spitze. Dadurch war die Herausforderung auch größer und es war anstrengender. So kann es gerne weitergehen.“

Sepp Römer (4. Gesamt/3. Klasse): „Grundsätzlich hat es hier in Spa viel Spaß gemacht. Das Auto ist super gelaufen und wir sind sehr gute Rundenzeiten gefahren. Allerdings hatten wir eine Irritation über die Öltemperatur. Das Überprüfen hat Zeit gekostet. Unser Boxenstopp war etwas länger als geplant. Das hat uns letztendlich den Klassensieg gekostet. Aber für das erste Mal in dem Auto und auf dieser Rennstrecke, haben wir eine gute Leistung abgeliefert.“

Teamchef Hannes Karl: „Mit dem Einsatz des 325 sind wir zufrieden. Zur Rennmitte mussten wir etwas Speed herausnehmen, weil das Differenzial zu heiß, bzw. an der Grenze war. Da gehe ich bei einem Stundenrennen lieber auf Nummer sicher. Das gleiche Problem hatten wir bei Sepp Römer. Er war auch so bei 160 Grad an der Grenze. Dadurch haben wir den Boxenstopp etwas vorgezogen, um sicher zu gehen, dass wir kein Öl verlieren, sondern dass es eben nur eine normale Überhitzung ist. Die Überprüfung hat 50 Sekunden länger gedauert als der eingeplante Boxenstopp. Da es aber kein Streichresultat gab, setzte ich lieber auf die Taktik, dass wir nachschauen und lieber auf Platz zwei oder drei ins Ziel kommen, als auszufallen. Das kann man eigentlich fast nicht mehr wettmachen. Wir fahren sehr viel Abtrieb, deshalb ist die Strecke hier für uns nicht so ideal. Oschersleben liegt den Autos besser, da können wir dann zeigen, was wir wirklich draufhaben.“