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11.03.2018

Project 1 vor größtem Motorsport-Programm seit Bestehen

Neben dem neuen Engagement in der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft startet die Mannschaft von Project 1 Motorsport in der Saison 2018 auch im Porsche Mobil 1 Supercup sowie im Porsche Carrera Cup Deutschland. Somit knüpft das niedersächsische Team nahtlos an die erfolgreichen Jahre in den Porsche-Markenpokalen an.

Das Ziel ist klar: Auch 2018 möchte sich Project 1 auf nationalen sowie internationalen Rennstrecken in den hart umkämpften Rennserien Porsche Mobil 1 Supercup und Porsche Carrera Cup Deutschland messen. Im Fokus steht dabei, auf den Erfolgen aus der Vergangenheit aufzubauen und aufstrebende Rennfahrer auf ihrem Weg an die Spitze des Motorsports zu unterstützen sowie zu begleiten.

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Los geht es am Wochenende vom 13. bis 15. April mit dem Porsche Carrera Cup Deutschland in Oschersleben. Der schnellste Markenpokal Deutschlands gastiert in dieser Saison im Rahmen des ADAC GT Masters und trägt Rennen auf Strecken wie dem Nürburgring, dem Sachsenring oder dem Dünenkurs in Zandvoort aus.

Der Porsche Mobil 1 Supercup feiert seinen Saisonauftakt am 13. Mai vor den Toren Barcelonas. Insgesamt stehen neun Veranstaltungen im Rahmenprogramm der Formel 1 im Rennkalender des Markenpokals. Dazu zählen Highlights wie das Rennen in Monaco, Spa-Francorchamps oder Mexiko-Stadt.

Welche Fahrerpaarungen die Mannschaft von Project 1 in den Porsche-Cups ins Rennen schickt, wird in Kürze bekanntgegeben.

Auf ein Wort mit Teamchef Marcel Jürgens-Wichmann

2018 hat Project 1 ein umfangreiches Programm zu bewältigen. Wie wird das kommende Jahr für Sie und das Team genau aussehen?
„Wir haben in diesem Jahr wirklich einen extrem vollgepackten Kalender. Wir werden wieder im nationalen Porsche Carrera Cup Deutschland antreten, einen Porsche 911 RSR in der WEC einsetzen und in den internationalen Porsche Mobil 1 Supercup zurückkehren. Durch die verschiedenen Rennserien und aufgrund deren unterschiedlicher Anforderungen kommt sicher viel Arbeit auf uns zu, aber wir freuen uns alle sehr auf diese Herausforderungen. Für uns ist es vor allem wichtig, einen guten Auftritt in allen drei Serien hinzulegen. Wir haben ein sehr vielseitiges und mit Sicherheit schlagkräftiges Line-up zusammengestellt. Die Jungs haben unterschiedliche Motorsport-Hintergründe. Einige kommen aus dem Formel-Sport, andere haben bereits Porsche-Kenntnisse. Ich persönlich bin mit unserer Aufstellung sehr zufrieden. Ich bin überzeugt, dass dieser Mix an Erfahrungen und Wissen ein Vorteil für uns ist und wir damit erneut ein erfolgreiches Jahr absolvieren können.”
Wie begründen Sie dieses große Engagement und den Wiedereinstieg in den Porsche Mobil 1 Supercup?
„Wir möchten auf langfristige Sicht ein gutes Ausbildungsprogramm auf die Beine stellen. Bis jetzt war der Schritt vom nationalen Porsche Carrera Cup in die WEC allerdings sehr groß. Der Supercup bietet hier eine ideale Zwischenstation. Er umfasst europaweit viele anspruchsvolle Rennstrecken. Außerdem starten die besten Teams und Fahrer im Supercup. Bei so einem hochkarätigen Umfeld war der Wiedereinstieg am Ende eine ganz logische Konsequenz für uns. Dabei zielt unsere Ausbildung nicht nur auf junge Fahrer ab. Wir wollen auch begeisterte Mechaniker oder Ingenieure an den Motorsport heranführen und ihnen eine Basis bieten, auf der sie sich step by step entwickeln können. Für uns ergibt sich daraus die Möglichkeit, talentierte Mitglieder für unser Team zu gewinnen und diese auch langfristig zu halten.”
Wie sehen die Zielsetzungen für den Porsche Carrera Cup Deutschland und den Porsche Mobil 1 Supercup aus?
„Im Porsche Carrera Cup gibt es für uns nur ein Ziel: drei Meisterschaften gewinnen. 2017 konnten wir Rookie- und Teamwertung für uns entscheiden, 2018 soll noch die Fahrermeisterschaft dazukommen. Auch im Porsche Mobil 1 Supercup hoffe ich, dass wir zwei Meisterschaften nach Hause bringen können.”
Sie sind nun seit zwei Jahren Teamchef. Welche Erfahrungen haben Sie persönlich aus dieser Zeit mitgenommen?
„Ich konnte wirklich sehr viele gute Erfahrungen während dieser beiden Jahre sammeln. Zu Beginn war der Motorsport komplettes Neuland für mich, doch mittlerweile kenne ich mich gut aus. Ich weiß um die Besonderheiten des Motorsports und habe die Dynamiken in einem Rennsport-Team kennengelernt und verinnerlicht. Natürlich kommen auch jetzt immer wieder neue Erkenntnisse hinzu. Noch bin ich kein alter Hase, aber man lernt ja bekanntlich sowieso niemals aus. Dank meines Teams habe ich ein optimales Umfeld, um zu arbeiten und mich weiterzuentwickeln. Wir kommen alle sehr gut miteinander zurecht und können uns dadurch stetig steigern und verbessern.”