Mittwoch, 19. Dezember 2018
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Rallye WM
12.03.2018

Zweiter Podiumserfolg des Citroën C3 WRC in Folge

Nach seinem Sieg im Vorjahr jubelte Kris Meeke vom Citroën Total Abu Dhabi World Rally Team beim Rallye-WM-Lauf in Mexiko erneut auf dem Podium: Der Nordire fuhr im Citroën C3 WRC auf den dritten Platz und untermauerte damit den guten Saisoneinstand der französischen Marke. Ein starkes Comeback zeigte Sébastien Loeb: Der Rekordweltmeister lag beim dritten Saisonlauf zeitweise an der Spitze der Gesamtwertung, musste sich nach einem Reifenschaden aber mit dem fünften Platz begnügen.

Citroën war nach dem zweiten Platz auf schwedischen Winterpisten auch stark in die erste Schotterrallye des Jahres gestartet: Nach der Auftaktetappe belegte die französische Equipe mit Sébastien Loeb/Daniel Elena und Kris Meeke/Paul Nagle die Plätze zwei und vier. Insgesamt vier von zehn möglichen Bestzeiten gingen auf das Konto der beiden Citroën C3 WRC. Besonders beeindruckend agierte Loeb bei seinem ersten Rallye-WM-Einsatz seit der „Monte“ im Januar 2015. Der neunmalige Weltmeister hielt sich bei der kurzen Zuschauerprüfung am Donnerstagabend schadlos und ging am Freitag als elfter Pilot auf die Zeitenjagd - auf dem losen Schotter ein guter Startplatz, den er zu nutzen wusste: drittschnellste Zeit auf WP2, zweitschnellste auf WP4. Auf den Wertungsprüfungen sieben und acht lief es noch besser, Loeb feierte seine ersten beiden Prüfungsbestzeiten seit ebenjener Rallye Monte Carlo 2015. „Vor dem Start wusste ich nicht genau, was uns hier erwarten würde, umso erfreulicher ist es, sechs Jahre nach unserem letzten Einsatz in Mexiko am Ende des ersten Tages auf Platz zwei zu liegen“, zog Loeb ein positives Zwischenfazit. Teamkollege Meeke feiert ebenfalls zwei Prüfungssiege, haderte aber mit der Reifenwahl. Außerdem unterliefen ihm zwei Fahrfehler. Auf Platz vier liegend und mit nur 25 Sekunden Rückstand auf den Spitzenreiter wahrte aber auch der Nordire seine Chancen, nach dem Sieg im Vorjahr ein weiteres starkes Ergebnis in Mexiko zu erzielen.

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Am Samstag legten Loeb/Elena zunächst nach: Mit einem Sieg auf der 31 Kilometer langen Prüfung „Guanajuatito“ übernahmen die sechsmaligen Mexiko-Sieger sogar die Führung. Doch ein Reifenschaden auf WP14 kostete das Citroën-Erfolgsduo zwei Minuten - und damit auch die Chance auf einen weiteren Triumph in den Bergen um León. Am Ende des Tages lagen Loeb/Elena auf Platz fünf. Deutlich besser lief es für Meeke/Nagle im Cockpit des zweiten Citroën C3 WRC. Unter anderem mit zwei Bestzeiten verbesserte sich das nordirisch-irische Duo auf den zweiten Gesamtplatz.

Den büßte Meeke aber gleich auf der ersten Prüfung am Sonntag ein. Auf einer tückischen Kopfsteinpflaster-Passage rutschte er von der Strecke und verlor 47,5 Sekunden sowie einen Platz. Als Dritter feiert er aber dennoch seinen ersten Podiumserfolg 2018. Loeb ging auf den drei Prüfungen der Abschlussetappe keine unnötigen Risiken ein und behauptete seinen fünften Platz bis ins Ziel. Insgesamt erzielte der Citroën C3 WRC acht Prüfungsbestzeiten in Mexiko. Mit den errungenen Zählern schob sich das Citroën Total Abu Dhabi World Rally Team bis auf einen Punkt an den zweiten Platz in der Herstellerwertung heran. 


Stimmen nach der Rallye

Kris Meeke: „Ich habe meinen ersten Podiumserfolg der Saison und wertvolle Punkte gesammelt - das ist das Positive. Es wäre aber mehr möglich gewesen. Ich hatte die Pace, das Auto und die Startposition, um gewinnen zu können. Leider sind mir zu viele Fehler unterlaufen. Bei meinem nächsten Einsatz auf Korsika muss ich das besser machen. Das könnte klappen, denn dort waren wir im Vorjahr sehr schnell unterwegs.“

Sébastien Loeb: „Ich habe schnell gemerkt, dass sich unsere Testarbeit gelohnt hat. Allerdings konnte ich anfangs schwer einschätzen, wie gut ich im Vergleich mit den anderen sein würde, die verbissen um jede Zehntelsekunde fighten würden. Umso erfreulicher war es festzustellen, dass ich vorn mitfahren kann. Leider konnte ich wegen des Reifenschadens nicht bis zum Ende um den Sieg mitkämpfen. Trotzdem war es unterm Strich ein gutes Wochenende, und das hatten wir uns für unser Comeback als Ziel gesetzt. Ich hoffe, auf Korsika kann ich ein noch besseres Ergebnis erzielen. Klar ist aber auch, dass ich mich noch weiter eingewöhnen muss.“