Donnerstag, 18. Juli 2019
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ROTAX Grand Finals
10.12.2018

Durchwachsenes Grand Final in Brasilien für FM Racing Team

Vom 28.11. bis 1.12. fand die 19. Auflage der Rotax Grand Finals 2018 im brasilianischen Conde auf der 1.280 Meter langen Strecke statt. Für das FM Racing Team gingen Alexander Renner, Patrick Weinstock und Max Fleischmann in den Klassen Micro, DD2 Masters und DD2 an den Start. Schon an den Trainingstagen überraschten die südamerikanischen Wetterverhältnisse mit einer sehr schnell abtrocknenden Strecke nach kurzen Regenschauern. Alexander Renner und Patrick Weinstock überzeugten mit sehr guten Leistungen und konnte mit Leichtigkeit den Finaleinzug meistern.

Alexander Renner, der sich über die RMC UAE (Vereinigte Arabische Emirate) das Weltfinalticket sichern konnte, hatte zu Beginn mit der noch unbekannten Strecke zu kämpfen, fand jedoch vor allem während den Heats zu einer sehr starken Form. Mit einem noch verhaltenen 23. Platz im Zeittraining sicherte er sich mit sehr starker Leistung die Positionen zwölf und zehn in den beiden Heats. Diese bedeutete den zehnten Startplatz für das Prefinale und somit eine sehr gute Ausgangsposition für die entscheidende Phase des Wochenendes. Am Start zum Prefinale verlor er jedoch aufgrund der äußeren Startposition und einer Kollision einige Plätze und konnte bis zum Fallen der Zielflagge lediglich auf Position 14 nach vorne fahren. Im Finale zeigte er dennoch noch einmal sein ganzes Können, um mit der Position zehn in seiner ersten Weltfinalteilnahme zu überzeugen. Auch in der kommenden Saison wird Alexander Renner wieder für das FM Racing Team in Europa an den Start gehen, dabei allerdings höchst wahrscheinlich schon in der Junior Klasse.

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Bei trockenen und sehr sonnigen Verhältnissen erwischte Patrick Weinstock nach sehr guten Leistungen in den Trainings auch ein äußerst gutes Zeittraining mit Position 26 im 72-köpfigen Fahrerfeld der DD2 Masters. In den Heats steigerte er sogar noch einmal seine Performance, um mit den Positionen vier, sieben und zehn ein Ausrufezeichen zu setzen. Damit erreichte er ohne Probleme einen guten elften Platz nach den Heats, um das Prefinale A somit von Position sechs ins Rennen zu gehen. Aufgrund eines nicht optimalen Starts musste er sich darin jedoch mit Position zehn, aber dennoch einer problemlosen Qualifikation für das Finale, begnügen. Als 14. in das alles entscheidende Finale gestartet, kämpfte er sich nach einem chaotischen Start mit mehreren kleineren Unfällen Platz um Platz nach vorne. Gegen Rennmitte musste er sich jedoch aufgrund einer unausweichlichen Kollision mit einem Kontrahenten geschlagen geben und das Rennen vorzeitig beenden.

Max Fleischmann hatte vor allem in den Trainings mit den wechselnden Wetterverhältnissen zu kämpfen und konnte sich nicht optimal auf die Strecke und das neue Kart einstellen. Somit waren die Erwartungen im Zeittraining nicht sehr hoch. Die Vermutungen wurden dann mit dem wahrscheinlich schwächsten Qualifying und einem Platz 51 von 72 bestätigt. Die Ausgangslage zur Qualifikation für das Finale waren dementsprechend schlecht, dennoch konnte Max Fleischmann in den Vorläufen noch einmal mit guten Zeiten und den Positionen 21, 18 und 20 auf sich aufmerksam machen. Die geringe Rundenanzahl während der Heats machte eine weitere Aufholjagd zu einer äußerst schwierigen Aufgabe. Von Position 20 ins Rennen gegangen lag Max Fleischmann mit Position 14 auf Finalkurs und hätte sogar noch einige Positionen verlieren und sich somit trotzdem fürs Finale qualifizieren können. Unglücklicherweise kollidierte er gegen Mitte des Rennens mit einem Kontrahenten und musste das Rennen als 28 beenden. Somit war die Finalchance dahin und er musste das Wochenende auf Position 42 von 72 beenden.

„Alles in Allem war das ein Wochenende mit Höhen und Tiefen für uns, da vor allem die Wetter- und Streckenverhältnisse für die meisten europäischen Fahrer eine Herausforderung darstellten. Mit etwas mehr Glück hätten wir durchaus weiter vorne mitfahren können beziehungsweise die Rennen zu Ende fahren können, aber dies ist bei einer Weltmeisterschaft eben auch die Schwierigkeit. Sobald man einmal einen Unfall hat wirkt sich dies extrem auf die weiteren Ergebnisse aus. Wir können mit den Leistungen dennoch zufrieden sein und blicken optimistisch in die neue Kartsaison 2019“, so Teamchef Christian Fleischmann.