Mittwoch, 21. November 2018
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Porsche Sports Cup
10.09.2018

Spannendes „Halbfinale“ auf der Ardennenachterbahn

Der Porsche Sports Cup Deutschland absolvierte in Spa-Francorchamps ein packendes Rennwochenende im Zeichen der Marke Porsche. Beim vorletzten Auftritt der Saison wurden auf der anspruchsvollen Ardennenachterbahn die Weichen im Kampf um die Titel der populären Kunden- und Clubsportserie gestellt. Mike Hansch (991 GT3 R) feierte im Porsche Super Sports Cup, der mit reinrassigen Rennwagen ausgetragen wird, einen brillanten Doppelerfolg.

Im Porsche Sports Cup, bei dem die Teilnehmer mit straßenzugelassenen Serienreifen von Exklusivausstatter Michelin an den Start gehen, teilten sich Rudolf Schulte (991 GT3 RS) und Stephan Grotstollen (991 GT3) die Siege. In dem Porsche Sports Cup Endurance überquerte der 991 GT3 R mit der Startnummer 164 von Stanislav Minsky / Nick Foster (race:pro motorsport) im ersten Lauf als erstes Fahrzeug die Ziellinie. Im zweiten Rennen feierte Berkay Besler (991 GT3 Cup) den Endurance-Sieg. Nach dem „Halbfinale“ in Belgien sind die Positionen für das große Saisonfinale des Porsche Sports Cup verteilt: Vom 20. bis 21. Oktober werden auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg die Meister der verschiedenen Klassen und Wertungen gekrönt.


Porsche Super Sports Cup

Mike Hansch jubelte im Porsche Super Sports Cup über einen Doppelerfolg. Der Fahrer des Teams Attempto Racing gewann im 991 GT3 R am Samstag vor seinem Teamkollegen Sven Heyrowski (991 GT3 R) und CarTech-Motorsport-Fahrer Sebastian Daum (991 GT3 Cup). Im Sonntagsrennen siegte Hansch vor den GT3-Cup-Fahrern Niko Wieth, Teamchef der Mannschaft a-workx, und Sebastian Daum. „Das Wochenende lief ganz gut – auch wenn das mein erstes und einziges Sprintrennen in diesem Jahr ist“, sagte Wieth, der selbst ins Lenkrad griff, weil der eigentliche Einsatzfahrer kurzfristig verhindert war. „In Spa bin ich seit 1996 unterwegs, habe deswegen wohl noch einen kleinen Vorteil“, erklärte der a-workx-Teamchef. „Mit den Ergebnissen an diesem Wochenende kann ich zufrieden sein.“ 

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Wieth hatte allen Grund zum Jubeln: Er gewann in Rennen zwei zugleich die Wertung der GT3-Cup-Fahrzeuge vor Youngster Daum und Berkay Besler (Toksport WRT). Im ersten Rennen hatte sich Daum als bester Cup-Fahrer den Siegerpokal abgeholt. Das stets hart umkämpfte Cup-Podium komplettierten dabei a-workx-Fahrer Wieth und der ehemalige Champion des Porsche Super Sports Cup Bertram Hornung (ADAC Nordbaden). Die Siege in der Klasse der Cayman GT4 CS holten sich Michael Rosenkränzer und Tano Neumann (Schütz Motorsport). In Spa-Francorchamps übernahm Sebastian Daum die Tabellenführung von Joachim Thyssen, der auf der legendären Formel-1-Strecke auf die Positionen 18 und sieben fuhr. CarTech- Mototorsport-Fahrer Daum führt vor dem Saisonfinale nun mit 165,4 Punkten vor seinem Teamkollegen Michael Rosenkränzer (Cayman GT4 CS), der 158,4 Punkte auf seinem Konto hat. Tabellendritter ist GT3-Cup-Pilot Berkay Besler (148,6 Punkte) vor ATR-Fahrer Matthias Jeserich, der als Spitzenreiter in der Klasse 5e der älteren 991 GT3 Cup aktuell 146 Punkte hat. Thyssen (139,8 Punkte) ist auf den fünften Tabellenplatz zurückgefallen.


Porsche Sports Cup

Im Porsche Sports Cup gab es zwei Sieger. Im ersten Rennen triumphierte Rudolf Schulte im 991 GT3 RS von Stegmann Motorsport. Der aktuelle Champion des Porsche Sports Cup wurde als Sieger vor Stephan Grotstollen abgewinkt, der einen aktuellen 991 GT3 der Klasse 4g pilotiert. Dabei nutzte Schulte einen kleinen Fehler von Grotstollen, der von der Pole-Position ins Rennen ging, um die Führung zu übernehmen – und diese bis zum Fallen der Zielflagge zu behaupten. Am Sonntag schlug Grotstollen zurück. Diesmal nutzte der Langenhagener eine Unachtsamkeit von Schulte aus, der kurz ins Kiesbett rutschte. Als Drittplatzierter stand bei beiden Siegerehrungen Achim Zimmermann, der ins Volant eines 991 GT3 von CarTech Motorsport greift, auf dem Siegerpodium.

In der Klasse der Cayman GT4 distanzierte in beiden Rennen Marco Seebach seine Konkurrenten. Der Odenthaler absolviert seine erste Saison im Porsche Sports Cup und gewann jeweils vor Saviero Grieco. Auf den dritten Platz fuhr in Rennen eins Kay Kosar, in Rennen zwei holte sich Nadja Kiess den dritten Rang.


Porsche Sports Cup

Endurance Traditionell steht zum Abschluss des Rennwochenendes der Porsche Sports Cup Endurance mit zwei separaten Läufen über jeweils 50 Minuten auf dem Programm. Sie werden von einer 25- minütigen Boxenstopp-Pause für Reifenwechsel, Tankstopp und eventuellem Fahrerwechsel unterbrochen. In jedem der beiden Rennen gibt es ein zehnminütiges Zeitfenster, in dem das Fahrzeug zum Fahrerwechsel an die Box muss. In Rennen eins ging der Sieg an das Team race:pro motorsport: Stanislav Minsky / Nick Foster triumphierten im 991 GT3 R. Zweiter wurde Sebastian Daum (991 GT3 Cup), der das Rennen allein in Angriff nahm. Den hervorragenden dritten Platz belegten Georgi Donchev / David Jahn im 991 GT3 Cup von Schütz Motorsport. Toksport-WRT-Fahrer Berkay Besler (991 GT3 Cup) und das Duo Bertram Hornung / Matthias Jeserich (991 GT3 Cup) komplettierten die Top-Fünf. Im zweiten Endurance-Rennen gab es ein reines GT3-Cup-Podium. Den Gesamtsieg sicherte sich der 19-jährige Berkay Besler aus Istanbul. Über den zweiten Platz konnte sich Sebastian Daum freuen. Auf den hervorragenden dritten Rang fuhren Georgi Donchev / David Jahn im 991 GT3 Cup von Schütz Motorsport. Als Spitzenreiter des Porsche Sports Cup Endurance reist Ernst-Albert Berg zum Finale. Der Porsche Pilot aus Diepholz holte in der Klasse der Cayman GT4 CS die meisten Punkte und führt in der Gesamtwertung mit insgesamt 183,8 Punkten.


PZ-Trophy

In der PZ-Trophy sind zwei Trainingssitzungen und zwei Gleichmäßigkeitsprüfungen zu absolvieren. Jede Hundertstelsekunde Abweichung wird mit einem Strafpunkt bewertet. Die Punkte aller Wertungsrunden werden addiert. Der erste Wertungslauf wurde wegen eines Unfalls vorzeitig beendet. Der Tagessieg ging an Anke Lawenstein. Den zweiten Platz erreichte Marco Seebach vor Routinier Holger Golücke. Tabellenführer Dr. Rocco Herz wurde in der Prüfung auf dem achten Platz gewertet, Verfolger Josef Smarda kam sogar nur auf der 21. Position. Die zweite Prüfung gewann dann Josef Smarda vor Tomas Urban und Wilfried Schwertfeger. In der Damenwertung setzte sich in beiden Prüfungen Ann-Kathrin Rösch gegen Alejandra Schneider durch.

In der Meisterschaft führt Dr. Herz, der in der zweiten Prüfung den sechsten Rang belegte, mit 200 Punkten vor Josef Smarda (193 Punkte). Tabellendritter ist Marco Seebach (149 Punkte). Felix Gerdes (144 Punkte) und Wilfried Schwertfeger (128 Punkte) liegen in der PZ-Trophy- Gesamtwertung auf den Plätzen vier und fünf.


PZ-Driver’s Cup

Fahren unter Anleitung von Instruktoren, freie Trainingsrunden und zum krönenden Abschluss eine Gleichmäßigkeitsprüfung, in der es gilt innerhalb von 30 Minuten drei beliebige Runden in genau derselben Zeit zu fahren – das ist die Herausforderung im PZ-Driver’s Cup. Nur sechs Strafpunkte kassierte Karl-Heinz Kröger (Klasse Gold), der sich mit dieser glänzenden Leistung den Siegerpokal sicherte. Dahinter platzierte sich Stefan Dick, der zugleich in der Klasse Silber siegte. Rang drei im Gesamtklassement ging an Iris Schwertfeger (Klasse Gold). Tim Schade hieß der Sieger in der Klasse der Platin-Piloten. Jan Jöcker setzte sich in der Bronze-Klasse durch.