Samstag, 17. November 2018
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Interview
01.09.2018

5 Fragen an ... David Beckmann

David Beckmann ist 18 Jahre jung und startet für TRIDENT in der GP3 Series im Support-Programm der Formel 1. Das Talent aus Hagen holte in Spa-Francorchamps (BE) im Hauptrennen seinen ersten Sieg in der GP3 Series. Nach dem Gewinn in der ADAC-Formel-4-Rookiewertung 2015 fuhr David zwei Jahre in der FIA Formel 3 Europameisterschaft und entschied sich dann für einen Wechsel in die GP3 Series.

Seit seinem Wechsel in das italienische Team TRIDENT ist die Karriere von David Beckmann wieder in der Spur. Der Hagener ist weiterhin top motiviert, es ganz nach oben zu schaffen. Beckmann gilt als einer der aktuell sehr wenigen deutschen Talente mit großem Potenzial für höhere Aufgaben.

David, du hast in Spa-Francorchamps dein erstes GP3-Rennen gewonnen, hast auf der Pole-Position gestanden und warst außerdem Schnellster im freien Training. Wie hast du deinen ersten Sieg im Formel-Auto seit dem 3. Oktober 2015 in der ADAC Formel 4 in Rennen zwei in Hockenheim, erlebt?
David Beckmann: „Es war wirklich der Wahnsinn! Ich war mir zwar sicher, dass ich vorne fahren werde, jedoch nicht, dass ich so souverän einen Sieg einfahren würde. Ich habe zuerst nicht viel gespürt, aber dann nach ein paar Stunden realisiert man, was man geschafft hat und fühlt sich unglaublich happy.“ 

Die Kombination aus deutschem Fahrer und italienischem Team scheint wie bei Sebastian Vettel und Ferrari Erfolge zu versprechen. Wie ist es für dich, für das italienische Team Trident zu fahren? In Monza ist deren Heimrennen.
„Ja, ich bin sowieso ein riesiger Italien-Fan. Ich finde einfach, dass dieses Land eine riesen Leidenschaft hat, besonders im Motorsport. Ich verstehe mich mit jedem aus dem Team fantastisch und so können wir uns auch weiterhin verbessern.“

Wer ist dein Vorbild im Motorsport?
„Mein Vorbild ist Ayrton Senna. Auch wenn ich ihn nie selbst erlebt habe, ist er mein All-Time-Hero. Aber ich bin auch ein sehr großer Fan von Sebastian Vettel und hoffe, dass er dieses Jahr mehr Glück hat.“

Bitte beschreibe dich in wenigen Worten – was macht dich als Rennfahrer aus?
„Ich bin extrem ehrgeizig und sehr leidenschaftlich, was meinen Sport angeht. Der Sport bedeutet mir alles und deswegen bin ich auch oft sehr emotional. Ich tue für diesen Sport einfach alles und vielleicht bin ich auch deswegen ein ganz guter Fahrer.“

Was sind deine Ziele für den Rest der Saison?
„Nochmals einen Sieg zu feiern, wäre natürlich wunderschön, aber ich versuche weiterhin den Punktedurchschnitt von den letzten zwei Rennwochenenden einigermaßen zu halten. Wenn wir das schaffen, kann ich in der Tabelle noch weit nach vorne rutschen.“

Dieses Interview führte: Susanne Roßbach