Samstag, 18. August 2018
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28.07.2018

Schütz Motorsport: einen guten Dienst erwiesen

Es hätte ein sicherer Sieg für Doppelstarter Uwe Alzen werden können. Doch der Defektteufel bescherte Alzen lediglich Gesamtplatz vier. Strahlender Sieger: Marvin Dienst im Mercedes-AMG GT3 von Schütz Motorsport.

Der blau-weiße Renner mit der Startnummer 55 blieb über mehr als die Hälfte des 60-Minuten-Rennens Spitzenreiter, dank einer Unachtsamkeit des Saftey-Cars sogar mit sicherem Abstand von einer Runde auf den Gesamtzweiten, Marvin Dienst im baugleichen Fahrzeug. Zwei Runden nach dem Fahrerwechsel war das Auto von Dietmar Haggenmüller jedoch aus der Gruppe der Führenden verschwunden. Lediglich der vierte Gang funktionierte noch beim AMG GT3, so dass sich der ehrgeizige Betzdorfer und sein Kollege am Ende mit dem achten Platz zufriedengeben mussten. Für Schütz Motorsport war es der erste Gesamtsieg der Saison im DUNLOP 60.

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Zweitplatziert sind Fabian Plentz und Kevin Arnold (HCB-Rutronik Audi R8 LMS GT3), die in gewohnt souveräner Manier im Rennen unterwegs gewesen sind. Das Siegerpodest komplettieren die Busch-Zwillinge, ebenfalls in einem GT3-Fahrzeug aus Ingolstadt. Für den ehemaligen AMG-GT3-Entwicklungsfahrer Kenneth Heyer sowie Sepp Klüber hat es heute nicht für einen Podiumsplatz gereicht: als vierter überquert Heyer, der Fahrzeugeigner Klüber den Start überlassen hatte, die Ziellinie nach Ablauf der 60 Minuten.

Fünfter werden Tommy Tulpe und Fabian Plentz (HCB-Rutronik Audi R8 LMS GT3), der genau wie Alzen zwei Einsatzfahrzeuge hatte, vor der starken Fahrerpaarung Benni Hey/Laurents Hörr, die ihre vierte Startposition nicht halten konnten und im Verlauf des Rennens auf den sechsten Rang gespült wurden. Ausnahmsweise einzige und damit auch schnellste Frau im Feld ist Suzanne Weidt, die ihren Sternchen-Lamborghini im Wechselfenster von Startfahrer Markus Alber übernimmt und als Gesamtsiebte die schwarzweiß-karierte Flagge sieht.

Das heutige DUNLOP 60 wartete mit einigen neuen oder zumindest in der Serie selten gehörten Namen auf: Der exotischste Teilnehmer war sicherlich Hans-Georg Kreuer im gelben Donkervoort D8R, der zuerst eine leichte Beschädigung nach einem Dreher eingangs der Start-Ziel-Geraden und dann Kreislaufprobleme erlitt, und das nach oben offene Fahrzeug vorzeitig abstellen musste.

Markus Pommer absolvierte in 2017 bereits einen Gaststart im DUNLOP 60, heute löste er Jürgen Marschlich im Audi R8 LMS GT4 von Car Collection Motorsport ab. An zwölfter Position kamen sie ins Ziel. „Ich fahre sonst GT Masters, heute hatte ich aber mal Zeit, Jürgen zu unterstützen – wir kommen beide aus der Nähe von Heilbronn, da ergibt sich schon mal was“, so Pommer.

Ebenfalls neu im Feld: Simon Klemund im BMW M 235i, an 15 Stelle gewertet, sowie Thomas Marschall und Peter Scharmach, die mit ihrem HCB-Rutronik Audi R8 LMS ultra knapp eine Viertelstunde nach Rennbeginn wegen eines defekten Radlagers aufgeben mussten.

Die Klassensieger: Marvin Dienst (Klasse 1, Mercedes-AMG GT3, Schütz Motorsport), Klaus Horn/Pablo Briones (Klasse 3, Porsche 997 GT3 Cup), Karlheinz Blessing/Adam Osieka (GetSpeed, Porsche 991 GT3 Cup), Hans-Georg Kreuer (Klasse 5, Donkervoort D8R), Christoph Dupré/Luis Glania (Klasse 6, Porsche 991 GT3 Cup, Dupré Motorsport)

Das nächste DUNLOP 60 findet am Freitag, den 31. August, im belgischen Zolder statt.

Verantwortlich für den Inhalt: Sylvia Pietzko für Carsten Krome Netzwerkeins